Rundfahrt Stelvio / Umbrail,
28.Juni 2002 
04:35 Uhr, Freitag 28.Juni 2002 im Radiowecker ertönt auf der Frequenz von DRS 3 die frühmorgendliche Weckmusik. Aufgestanden! Mit meinen Kollegen aus der alten Heimat ist für heute eine Rundfahrt über den Stelvio vereinbart. Als ich die Tageszeitung aus dem Briefkasten hole regnet es noch leicht in Rorschach. Zwei Tassen Kaffe und einen Riegel Isostar zum Frühstück und um 05:15 Uhr verlasse ich Rorschach Richtung Chur. Je mehr es auf der Fahrt Richtung Süden geht um so schlechter wird das Wetter. 06:15 Haldenstein, Aeulilöserweg, Erich wartet bereits auf mich, ich bin auf der Marschtabelle leicht in Verzug. Plaudernd fahren wir beide Richtung Vereina, es gibt viel zu erzählen. Das Handy klingelt, Carlo ist am Apparat er fragt nach ob wir schon unterwegs sind (er wollte die Rundfahrt eigentlich absagen) , wir verabreden uns um 08:00 Uhr in Buffalora. 06:55 Uhr Sagliains, den Zug Richtung Unterengadin haben wir um fünf Minuten verpasst, es geht also weiter über den Flüelapass da der nächste Zug erst eine Stunde später fährt. In Zernez muss der Chevrolet mit Treibstoff nachgefüllt werden. 08:15 Uhr Buffalora, Erich und ich treffen auf unsere Teamkollegen Marco und Carlo. Es regnet immer noch....... es wird vereinbart Richtung Santa Maria zu fahren und dort sieht man weiter...Santa Maria,.. es regnet immer noch. Wir beschliessen über die Grenze nach Prad im Vintschgau zu fahren. 09:30 Uhr Prad im Vintschgau, das Wetter scheint sich zu bessern. Wir genehmigen uns noch einen Kaffee, bevor wir uns in unsere Velofahrerkluft stürtzen und kurz nach 10 Uhr den Weg Richtung Stelvio unter die Räder nehmen. Unser Quartett wir bald auseinander gezogen und jeder versucht alleine den Berg zu bezwingen. Mittlerweile hat es wieder begonnen zu regnen, kurz nach Travoi, dem Wohnort von Gustav Thöni, beginnt es wie aus Kübeln zu giessen. Kurzstop, ich montiere mir meine Arm- und Beinlinge, es giesst in Strömen. Mittlerweile hat sich die Temperatur auf sehr frische Werte gesenkt. Es geht weiter die verschiedenen nummerierten Kurven den Stelvio herauf, ab und zu fährt ein Motorrad vorbei oder ein Autofahrer grüsst mitleidig. Die durchschnittliche Steigung zur Passhöhe liegt bei 7,8%, die maximale Steigung 15%. 12:30 Uhr ich erreiche bei Schneefall die Passhöhe und verschwinde sofort ins Restaurant wo Carlo und Erich bereits warten. Notdürftig wird das klatschnasse Trikot gegen eine nasse Jacke ausgewechselt, wir haben wirklich mit besserem Wetter gerechnet! Es wurde nur das Nötigste eingepackt, wichtige wärmende Kleidungsstücke blieben im Auto. Der Rucksack mit Wasser vollgesaugt wiegt das dreifache des Normalfalls. Zur Vorspeise bestellt Erich eine Brodo con Uofo (per veri uomini) dem sich Carlo und ich anschliessen. Polenta mit Steinpilzen und Spaghetti das Mittagessen auf 2760 M.ü.M. Marco taucht ebenfalls auf und verpflegt sich sofort. Nach dem Mittagessen bessert sich das Wetter und wir beschliessen die Rückfahrt nach Prad über den Umbrail zu absolvieren. Nach den ersten Kurven erfrieren wir fast, die durchnässten Kleider kleben auf der Haut. Stop zum Aufwärmen. Die rasante Abfahrt Richtung Santa Maria im Münstertal wird für ein paar Fotos unterbrochen. Auf dem Umbrailpass bestehen immer noch Teilstrecken aus Naturstrasse, die Fahrräder sind in kurzer Zeit zementiert. Nach der Abfahrt nach Santa Maria geht’s auf der Hauptstrasse durchs Münstertal über die Grenze ins Vintschgau. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aufbessernd erreichen wir wieder Prad. Tenue Wechsel, und ab ins Restaurant wo wir uns am Morgen gestärkt haben. 16:00 Uhr Erich und ich verabschieden uns von Carlo und Marco. Auf der Rückreise durchqueren wir den Vereina und ziehen beide ein durchaus positives Resultat unserer Velotour. Erich möchte ab Landquart mit dem Fahrrad nach Haldenstein zurückfahren, aber ich kann mich durchsetzen und fahre Ihn bis vor die Haustüre. 19:15 Uhr treffe ich wieder zu Hause in Rorschach ein.
Fazit: diesen Tag werden wir nie vergessen!!!!
Höhenprofil:


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Copyright Andreas Meier
01.07.02 22:34:53