Alliteration
gleicher Anlaut der Stammsilben. "Komm Kühle, komm küsse den
Kummer" (Brentano)
Antithese
gr. Gegensatz, Entgegenstellung von Begriffen und Gedanken. z.B. Heiß
geliebt und
kalt getrunken. Im Zusammenhang der dialektischen Erörterung bedeutet
Antithese die
Behauptung, die sich kontrovers auf eine vorliegende These bezieht und
das Gegenteil
vertritt.
Ballade
von ital. ballata, Tanzlied. Die Ballade hat sich im 18. Jahrhundert in
Deutschland
eingebürgert als Gedicht, das lyrische Elemente (Grundstimmung/ gebundene
Form) mit
epischen Stoffen und dramatischem Aufbau vereinigt und in gebundener knapper
Form
eine Begebenheit erzählt. Man unterscheidet die Volksballaden, die
einen unbekannten
Verfasser haben, von den Kunstballaden, die von bekannten Dichtern geschaffen
werden. Als erste Kunstballade gilt August Bürgers Lenore (1773).
Bericht
"Der Bericht ist der Bruder der Nachricht, aber größer und auch
schon ein wenig reifer"
(La Roche S.129). Er ist eine tatsachenbezogene, um Objektivität bemühte
Darstellungsform, die möglichst gründlich und meist länger
als 20 Zeilen oder eine
Minute über ein Ereignis oder Thema informiert. Im Unterschied zur
Nachricht erhellt der
Bericht auch die Zusammenhänge, Hintergründe und die Vorgeschichte
des
Ereignisses.
Beim Korrespondentenbericht ist der Journalist als Augenzeuge zugleich
Quelle der
Information. Was persönliche Ansicht ist, sollte deutlich zu erkennen
sein. Im Hörfunk
bezeichnet man den abgelesenen längeren Text (außer der Nachricht
und der
Verkehrsdurchsage) als Bericht. Enthält er Originaltöne, heißt
er "O-Ton-Bericht".
Boulevardzeitung: Straßenverkaufszeitung
Ursprünglich sagt Boulevard lediglich etwas über den Vertriebsweg
von Zeitungen aus.
Im Unterschied zu den meisten Tageszeitungen werden Boulevardzeitungen
ausschließlich auf der Straße, am Kiosk verkauft, weshalb sie
auch anders als die
Abonnementzeitschriften aufgemacht sind: mit Großbuchstaben, vielen
Bildern und
Überschriften, die nach Aufmerksamkeit heischen. Die erste Boulevardzeitung
war die
1904 von Ullstein gegründete BZ am Mittag. Im übertragenen Sinn
bezeichnet man als
Boulevardblätter oder -sendungen die Medien, deren Stil und Inhalte
auf der Straße, beim
‚gemeinen Volke' ankommen: sensationelle Nachrichten, Sex, Crimes und VIP-Klatsch.
Dialektische Methode
Methode der kontroversen Argumentation, die meist auf den Idealisten G.W.F.
Hegel
zurückgeführt wird. Sie ist dreistufig, triadisch, aufgebaut:
These (Pro) - Antithese (Kontra)
- Synthese: Schluss, der Pro und Kontra vermittelt, indem er den Widerspruch
auflöst und
die entgegengesetzten Thesen in einer "höheren Wahrheit" aufhebt.
Drama
gr.: Handlung, Geschehen: Eine der drei natürlichen Grundformen der
Dichtung, die in
spannungsgeladenen Dialogen und Monologen Welt entfaltet, indem sie eine
geschlossene Handlung in Szenen und Akten darstellt. Die früheste
Form des Dramas
ist die attische Tragödie, die späteste das epische Theater.
Während Aristoteles nur zwei
Formen des Dramas, Tragödie und Tragödie unterschied, wurden
im Laufe der
Geschichte je nach Stoff, Handlungsablauf und Darstellungsweise weitere
Differenzierungen vollzogen: "Figurendrama", "historisches Drama" "Bürgerliches
Trauerspiel", "episches Theater" etc. Bei Theater untauglichen Stücken
spricht man von
Lesedrama.
Epik
von gr. Epos = Erzählung, Wort, Vers abgeleitete Bezeichnung für
erzählende Dichtung
mit objektivierender/ distanzierender Grundhaltung des Erzählenden
zur erzählten
Begebenheit. Als eine der drei natürlichen Grundformen der Dichtung
(neben Drama und
Lyrik) ist die epische Dichtung dadurch gekennzeichnet, dass sie in Prosa
oder Versform
vergangene/ abgeschlossene Ereignisse und Begebenheiten der inneren oder
äußeren
Welt vom Standpunkt eines Erzählers wiedergibt. Nach Goethe (Noten
und
Abhandlungen zum besseren Verständnis des West-östlichen Divans,
1819) behauptet
die Epik als die ‚klar erzählende' die Mitte zwischen den anderen
beiden ‚Naturformen
der Poesie': der ‚enthusiastisch aufgeregten' Lyrik und der ‚persönlich
handelnden'
Dramatik (vgl. Best S. 150 ).
Erörterung
Erörterung: In unserem Zusammenhang ein gegliederter Aufsatz, der
sich argumentativ
mit einem Problem oder einem strittigen Sachverhalt auseinandersetzt. Ist
ein Text
Ausgangspunkt der Problementfaltung, dann spricht man von einer textgestützten
Erörterung, sonst von einer freien Problemerörterung. Man unterscheidet
zwei
Grundtypen der Erörterung: 1. die steigernde oder lineare, die ein
Problem oder
Sachverhalt Schritt für Schritt zuspitzt, so dass das wichtigste Argument
zuletzt kommt. 2.
die dialektische Erörterung, die das Pro und Kontra, die kontroversen
Ansichten zu einem
Problem oder Sachverhalt entfaltet und These und Antithese am Schluss in
einer
Synthese vermittelt.
Euphemismus
Beschönigender Ausdruck, der eine unangenehme, gefährliche oder
anstößige Sache
umschreibend verhüllt. Z.B. statt sterben: ableben, entschlafen oder
verscheiden; statt
Völkermord: ethnische Säuberung.
Eye-catcher
Nicht Augenweide, sondern Blickfang. Von den Printmedien gezielt eingesetzte
großformatige Bilder und fettgedruckte Schlagzeilen, die Aufmerksamkeit
erheischen
sollen.
Elegie
In der Antike bezeichnete man alle Gedichte, die aus Distichen (= aus je
einem
Hexameter und einem Pentameter bestehende Verspaare) bestehen, als Elegie.
Im
Besonderen versteht man darunter das Klagegedicht, den Ausdruck der Trauer
über
Verlust, Tod, Trennung, Zerrissenheit des Daseins - kurz, der Vergänglichkeit
und
Hinfälligkeit alles Irdischen aus der Perspektive des Absoluten. Höhepunkt
der
elegischen Dichtung in Deutschland ist Hölderlin, Rilke hat ihm mit
seinen Duineser
Elegien ein modernes Pendant geschaffen.
Ellipse
von gr. Auslassung: Eine der Unmittelbarkeit des Ausdrucks dienende rhetorische
Figur,
bei der Satzglieder ausgelassen werden, ohne den Sinnzusammenhang zu zerstören.
Epik
von gr. Epos = Erzählung, Wort, Vers abgeleitete Bezeichnung für
erzählende Dichtung
mit objektivierender/ distanzierender Grundhaltung des Erzählenden
zur erzählten
Begebenheit. Als eine der drei natürlichen Grundformen der Dichtung
(neben Drama und
Lyrik) ist die epische Dichtung dadurch gekennzeichnet, dass sie in Prosa
oder Versform
vergangene/ abgeschlossene Ereignisse und Begebenheiten der inneren oder
äußeren
Welt vom Standpunkt eines Erzählers wiedergibt. Nach Goethe (Noten
und
Abhandlungen zum besseren Verständnis des West-östlichen Divans,
1819) behauptet
die Epik als die ‚klar erzählende' die Mitte zwischen den anderen
beiden ‚Naturformen
der Poesie': der ‚enthusiastisch aufgeregten' Lyrik und der ‚persönlich
handelnden'
Dramatik (vgl. Best S. 150 ).
Episches Theater
allgemein: Bezeichnung für Dramen mit epischen Momenten, z.B. mit
deutenden
Chorpartien oder distanzierenden Darstellungseinlagen, die die Illusion
der Handlung
durchbrechen. Im Besonderen: die Theatertheorie und -praxis Bert Brechts,
die sich in
Absetzung von der traditionellen, "aristotelischen" Dramaturgie bestimmt.
1. sollen
Schauspieler und Zuschauer Abstand zu den dargestellten Figuren/ der Handlung
haben
und sich nicht emotional mit ihnen identifizieren, 2. sie als Schein und
Spiel
durchschauen und auf mögliche /nötige Alternativen zum Dargestellten
reflektieren. Um
die Zuschauer zu distanziert-kritischen Beurteilern, statt zu Mitleidern
der Handlung zu
machen, setzt Brecht auf systematische "Verfremdungseffekte", die die Illusion
zerstören.
Erörterung
Erörterung: In unserem Zusammenhang ein gegliederter Aufsatz, der
sich argumentativ
mit einem Problem oder einem strittigen Sachverhalt auseinandersetzt. Ist
ein Text
Ausgangspunkt der Problementfaltung, dann spricht man von einer textgestützten
Erörterung, sonst von einer freien Problemerörterung. Man unterscheidet
zwei
Grundtypen der Erörterung: 1. die steigernde oder lineare, die ein
Problem oder
Sachverhalt Schritt für Schritt zuspitzt, so dass das wichtigste Argument
zuletzt kommt. 2.
die dialektische Erörterung, die das Pro und Kontra, die kontroversen
Ansichten zu einem
Problem oder Sachverhalt entfaltet und These und Antithese am Schluss in
einer
Synthese vermittelt.
Erzähler-Standort
Der Erzählerstandort kann sich außerhalb oder innerhalb des
erzählten Geschehens befinden; außerhalb=
Außenperspektive; innerhalb=Innenperspektive; häufig vermischen
sich beide Perspektiven in einem Text oder
wechseln einander ab (fluktuieren).
Der Erzähler kann das Geschehen in einem bestimmten räumlichen
und zeitlichen Abstand darbieten. In der
Nahperspektive befindet sich der Erzähler in geringem Abstand zu Geschehen
und Figuren, in der
Fernperspektive in großem Abstand. Wenn der Erzähler einen personalen
Standort einnimmt, wird das
Geschehen in den Darbietungsformen erlebte Rede oder innerem Monolog erzählt.
Euphemismus
Beschönigender Ausdruck, der eine unangenehme, gefährliche oder
anstößige Sache
umschreibend verhüllt. Z.B. statt sterben: ableben, entschlafen oder
verscheiden; statt
Völkermord: ethnische Säuberung.
Eye-catcher
Nicht Augenweide, sondern Blickfang. Von den Printmedien gezielt eingesetzte
großformatige Bilder und fettgedruckte Schlagzeilen, die Aufmerksamkeit
erheischen
sollen.
Fabel
(lat. fabula = Erzählung) allgemein: Plot, Stoff und Grundplan einer
Dichtung. Im
besonderen eine literarische Gattung kurzer lehrhafter Dichtung in Versen
oder Prosa,
die seit Äsop der Belehrung dient. Die Akteure der Fabel im engeren
Sinn sind Tiere,
Pflanzen oder unbelebte Naturdinge, die so handeln und sprechen wie Menschen
(Anthropomorphisierung). Die Figuren der Fabel sind Typen, keine Individuen,
ihre
Erzählweise ist antirealistisch: Sie ist nicht auf Täuschung
und Illusion angelegt, sondern
auf satirischen Witz oder Belehrung. Das "fabula docet" ist mal explizit,
mal implizit in der
Fabel enthalten.
Feature
oft ein Sammelbegriff für alle großen Formate, also umfassende
Berichte, Reportagen
und Dokumentationen. Als Feature (von engl. Gesichtszug, typische Eigenschaft)
wurde
ursprünglich die mit Musikeinspielungen und anderen akustischen Einlagen
aufgelockerte journalistisch-künstlerische Radiosendung bezeichnet,
die sich durch ihre
Attraktivität von den gewöhnlichen Radiovorträgen unterschied.
Im engeren Sinne ist ein
Feature eine umfangreiche und illustrierende Analyse eines nicht unbedingt
(wie bei der
Reportage) aktuellen Themas, z.B. Bedeutung und Herkunft der Eier beim
Osterfest.
Charakteristisch für es ist "der ständige Wechsel zwischen Anschauung
und Abstraktion,
zwischen Schilderung und Schlussfolgerung" (La Roche S.139).
Flugblatt
eine meist einseitige "Drucksache, die in knapper eindringlicher Argumentation
in Bild
und/oder Sprache eine Nachricht oder Botschaft übermittelt. Die Grenzen
zum
Maueranschlag oder Plakat sind ... fließend. Entscheidend ist das
aperiodische
Erscheinen und eine nichtgewerbliche Vertriebsform, die in der Regel auf
persönlicher
Weitergabe beruht" (Klaus Kirchner.Flugblätter. München 1974
S. 9).
Glosse
eine Spielart des Kommentars, die literarisches Talent, Witz und den "bösen
Blick"
voraussetzt, denn sie ironisiert, verspottet, tadelt oder entlarvt ihren
Gegenstand. "Die
Glosse ist der gut beobachtete Augenblick zwischen zwei Wimpernschlägen.
... Das
heißt: Die Glosse sieht einem einzigen Schritt an, ob derjenige,
der ihn tut, den
aufrechten Gang pflegt oder ein Kriecher ist; die Glosse erschnüffelt
aus einem
Rülpserchen die Schlemmereien einer ganzen Woche" (La Roche/ Buchholz
S.169f.).
Berühmt ist die SZ für ihre tägliche Glosse auf der ersten
Seite, das Streiflicht.
Hymne
von griechisch Festgesang, bezeichnet ursprünglich einen kultisch
verankerten Weihe-
oder Preisgesang zu Ehren eines Gottes. Seit dem Barock und insbesondere
inspiriert
von Klopstocks enthusiastischer Dichtung in freien Rhythmen (z. B. Dem
Allgegenwärtigen) öffnete sich die Hymne auch dem subjektiven
religiösen Gefühl und
anderen Themen, die eine erhabene Behandlung vertrugen: Freundschaft, Freiheit,
Vaterland etc. Kennzeichen der Hymnen sind eine gehobene Sprache, erhabene
Stoffe,
freie Rhythmen und metrische Ungebundenheit.
Hyperbel
gr. Darüberhinauswerfen. Rhetorisches Stilmittel der positiven oder
negativen
Übertreibung, das z.B. dazu dient, intensiven Gefühlen Ausdruck
zu verleihen, oder etwas
durch den übersteigerten Ausdruck ins Absurde, Unglaubwürdige
zu wenden.
Hypertext
von Ted Nelson 1965 geprägter Begriff, der heute alle in HTML
(Hyper-Text-Markup-Language) verfassten, verlinkte Texte bezeichnet. Nelson:
"Hypertext
ist eine sehr biologische Art der Informationsvermittlung, da er nachahmt,
wie unser
Gehirn Information verarbeitet, organisiert und wiederfindet. Er schafft
einen organischen
Informationsraum, im Gegensatz zu dem künstlichen linearen Format,
der vom
Druckparadigma erzwungen wurde. Hypertext bildet Links genannte Verknüpfungen
zwischen Informationsbrocken, die nodes, Knoten, genannt werden. Die sich
daraus
ergebende Struktur heißt web, Gewebe. Hypertext erlaubt die Herstellung
außerordentlich reichhaltiger, flexibler Dokumente und Metadokumente,
besonders in
Verbindung mit Multimedia".(zitiert nach Zimmer S.53f.).
Internet
Das Netz der Netze, das weltweit Millionen Computer verbindet und auf einem
gemeinsamen Übertragungsprotokolle fußt, dem IP (Internet Protocol),
auch TCP
(Transfer Control Protocol) genannt. Der Service des Internet umfasst u.a.
das WWW,
E-Mail, Newsgroups, Chats und ftp-Server, die mit dem File Transfer Protocol
das
Herunterladen (Download) von Daten aus dem Netz ermöglichen.
Interview
unverzichtbare Methode der journalistischen Recherche, deren Ergebnis zu
einer
Nachricht werden, in eine Reportage, einen Kommentar, eine Dokumentation,
einen
Bericht oder ein Feature einfließen kann. Neben dem Interview als
Grundhandwerkszeug
und Vorarbeit der journalistischen Recherche gibt es das Interview als
eigenständige
journalistische Darstellungsform. Dies wird nach La Roche (S.143) in drei
Arten
unterteilt: Das Interview zur Sache, das Informationen über Fakten
vermitteln will, das
Meinungsinterview, das eine (meist prominente) Person nach ihrem Urteil
über ein
Ereignis oder einen Sachverhalt befragt, und das Interview zur Person,
das einen
Menschen durch seine Antworten skizzieren will. Exemplarisch und inzwischen
legendär
für letzteres ist Günter Gaus’ Reihe Zur Person.
Inversion
Veränderung der gewohnten Folge von Satzgliedern, um bestimmte Worte
zu betonen.
Unendlich ist die jugendliche Trauer.
Kalendergeschichte
Geschichte, die zum Abdruck in Kalendern bestimmt war/ist; volkstümlich-unterhaltsam;
oft
derb-schwankhaft; häufig belehrende, später didaktische Funktion;
seit Erfindung des Buchdrucks (erster
gedruckter Kalender 1455) werden in die Kalender zusehends belehrende Aufsätze,
Rezepte, Legenden,
Erzählungen, Satiren usw. übernommen, die daher zu den beliebtesten
Lesestoffen niederer Volksschichten
gehörten; Beispiele für Kalender, in denen derartige Geschichten
erschienen sind: Grimmelshausen,
Ewigwährender Kalender (1670); J. P. Hebel, Schatzkästlein des
Rheinischen Hausfreundes (= bad.
literarischer Kalender, 1811); Bertolt Brecht, Kalendergeschichten (1949)
Kreatives Lesen
Lesehaltung, die auf den selbsttätigen, produktiven, phantasievollen
Umgang mit einem Text zielt; Text
Ausgangspunkt weiterer Bearbeitungen im Rahmen der produktiven Textarbeit
oder der szenischen
Interpretation - vgl. Lesen, Lesehaltungen.
Z.B. Umsetzung in eine andere Textsorte, Comicsherstellung
Kritisches Lesen
Lesehaltung, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit einem Text
führt, die auf ein differenziertes Urteil
hinauslaufen soll; Voraussetzung: distanzierte Haltung, sachlich nüchterne
Haltung- vgl. Lesen,
Lesehaltungen,
Kohärenz
lat. cohaerentia = Zusammenhang; in der Textlinguistik: inhaltlicher und
außersprachlicher Bezug
(Texttiefenstruktur) von Sätzen, die als Text verstanden werden; Text
als komplex strukturierte, sowohl
thematisch als auch konzeptuell zusammenhängende Einheit; Textverstehen
als Erschließen der jeweiligen
Tiefenstruktur des Textes (Sinngebung)
Kommunikation
Minimalkonsens ist, dass es zur Kommunikation mindestens einen Sender,
einen
Empfänger und so etwas wie eine Botschaft braucht. Aber es gibt mindestens
160
Definitionen dieses Begriffs (siehe Maletzke S. 37). D.h. grundsätzlich
muss jeder, der
darüber reden will, genau sagen, was er darunter versteht, sonst wird
er missverstanden
und es gibt womöglich Kommunikationsprobleme. Aus dieser Tatsache
sei eine
Definition von Kommunikation abgeleitet: Kommunikation ist jegliche (ob
verbale oder
nonverbale, durch Gesten, Bilder, Zeichen, Mimik) Äußerung von
Menschen, die von
anderen Menschen missverstanden oder verstanden werden kann. Diese interpersonal
auf das (Miss-)Verstehen von Botschaften ausgerichtete Definition schließt
all die
Beziehungen zwischen Menschen und anderen Wesen (z.B. zwischen Mensch und
Maschine oder zwischen Tieren) aus, die manchmal auch unter den Begriff
"Kommunikation" gefasst werden.
Kommentar
Die in soliden Blättern und Sendern deutlich vom Informationsteil
getrennte
Meinungsäußerung, die sich alles zum Gegenstand machen kann,
was auch eine
Nachricht wert ist. Dazu gehören der Leitartikel, die Glosse, Lokalspitze,
Rezension, Kritik
und die Kolumne. Kennzeichen aller Kommentare ist, dass sie andere zu etwas
bringen
wollen, sei es zum Nachdenken, zu einem bestimmten Urteil, Handeln oder
Verhalten.
Kommentare, die motivieren, indem sie unterschiedliche Meinungen analysieren
und
echte Überzeugungsarbeit leisten, nennt man Argumentations-Kommentare.
Davon
unterschieden sind die Geradeheraus-Kommentare, mehr oder weniger geschickte
Überredungsstrategien, die einzig die Gesinnung des Kommentierenden
präsentieren.
Nur Anstoß sein zum Nachdenken und Innehalten will die dritte Form,
der
Einerseits-Andererseits-Kommentar: Er wägt verschiedene Positionen
ab mit dem
Fazit, was besser ist, steht (noch) in den Sternen. (vgl. La Roche S.152)
Kritik
ob Filmkritik, Theaterkritik oder Literaturkritik bzw. Rezension, "Kritik
bedeutet: Aus
Kenntnis beschreiben und urteilen" (Hooffacker/ Lock S.37). Zu einer guten
Kritik gehören
zum einen möglichst anschauliche und treffende Informationen über
den Inhalt des
Gelesenen oder Geschauten und den Autor bzw. die Darsteller. Zum anderen
die
Einordnung des Gelesenen/ Geschauten in das Werk des Autors und das Genre
mitsamt einer fairen Beurteilung des Rezensenten.
Kurzgeschichte
kommt wie ihr Name Short story aus dem Angloamerikanischen und bezeichnet
die
kurze Erzählform in Prosa, die sich in Deutschland erst nach dem Zweiten
Weltkrieg als
eine eigenständige hochstehende literarische Form durchsetzen konnte.
Die
Kurzgeschichte ist kürzer als die Novelle, und legt im Unterschied
zu ihr Alltagsthemen
zugrunde, die sie zu ungewöhnlichen Situationen zuspitzt. Sie ist
"ein Stück
herausgerissenes Leben" (W.D. Schnurre), d.h. fragmentarisch und im Unterschied
zur
Novelle nicht auf das allgemein Bedeutsame/ Symbolische einer "unerhörten
Begebenheit" konzentriert. Die offene Form, ein unvermittelter, nicht durch
eine Einleitung
versehener Beginn und pointiertes Ende, verschiedene Erzählperspektiven,
Durchschnittsmenschen oder Außenseiter der Gesellschaft als Personal,
Verzicht auf
einen deutenden Horizont und die Konzentration mehr auf eine Situation
als auf eine
Handlung sind weitere Unterscheidungskriterien zur Novelle.
Literatur
Gesamtheit der schriftlich niedergelegten Äußerungen, im engeren
Sinn die so genannte
"Schöne Literatur" oder Belletristik, zu der sowohl fiktive Texte
als auch Autobiographien,
Memoiren, Tagebücher und Briefe gehören. Was zur "Schönen
Literatur" gezählt wird, ist
jeweils von Geschichte, Kultur und Gesellschaft abhängig. Allgemein
verbindliche
Kriterien, die ästhetische und formale Mindestanforderungen festsetzen,
gibt es nicht.
Lyrik
von gr. lyra = Leier, ursprünglich von der Leier begleiteter Gesang,
der sich durch
Rhythmus, Metrum, Vers, Reim und Bildersprache auszeichnet. Die Lyrik (Poesie)
gilt als
Urform des Dichterischen und wurde - anders als das bereits in der Antike
definierte
Drama und Epos - erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts als eigene literarische
Gattung
systematisiert. Insbesondere im deutschen Sprachraum setzte sich ein verkürztes
(Pindarische Hymnen, Lehrgedichte und politische Dichtung außer Acht
lassendes)
Verständnis der Lyrik durch. Bis zum 20. Jahrhundert gilt Lyrik hier
als subjektive,
gefühlsbestimmte Rede von Empfindungen und Stimmungen - als Dichtung
also, die
ganz der "Innerlichkeit" verschrieben ist, im Kontrast zur Welt, der Äußerlichkeit.
Märchen
kommt vom mittelhochdeutschen maere (Kunde, Bericht), bezeichnet aber eine
der
Realität und ihren kausalen Gesetzen enthobene kurze epische Form
mit phantastisch
wunderbarem Inhalt. Man unterscheidet die Volksmärchen, die nach langer
mündlicher
Überlieferung aufgezeichnet und gesammelt werden - z.B. Die Kinder-
und
Hausmärchen der Brüder Grimm - von den Kunstmärchen, die
sich ganz dem
künstlerischen Schaffen verdanken (E.T.A. Hoffmann, Clemens Brentano,
Oscar Wilde).
Typisch für Märchen sind 1. die Formeln zu Beginn und am Ende:
Es war einmal 2.
phantastische und stark typisierte Figuren, die meist streng in gut und
böse, arm und
reich, schön und hässlich geschieden sind 3. Die Handlung ist
einsträngig, strikt auf die
Helden ausgerichtet und oft in drei Teile gegliedert. 4. Motive wie Vertreibung/
Auszug,
Missachtung der Helden, ausgleichende Gerechtigkeit, Sieg des Guten, Bestrafung
oder
die Selbstzerstörung des Bösen. 5.eine einfache, anschauliche,
mit wiederkehrenden
(Zauber- und Verwünschungs-) Formeln und Allgemeinplätzen bestückte
Sprache, die
mit schroffen Gegensätzen arbeitet.
Massenkommunikationsmittel
auch genannt: Massenmedien, sind Träger indirekter Aussagen an ein
breites
zerstreutes und anonym bleibendes Publikum. Generell zählen zu ihnen
die
Druckmedien (sowohl periodische als auch nicht periodische Druckerzeugnisse),
Fernsehen, Hörfunk, Film, CD, Tonkasette und Video. Wenn
Massenkommunikationsmittel strikt als "Ein-Weg-Medien" aufgefasst werden,
in denen
ein Sender mit Hilfe technischer Verbreiterungsmittel die gleiche Botschaft
an viele
Empfänger richtet, die selbst nicht wieder zu Sendern werden, dann
gehören PC und
Internet nicht zu Massenmedien. Aber das ist eine Sache der Definition
und der Politik.
Medien
sämtliche Vermittlungsinstanzen von Botschaften, natürliche wie
technische. Dazu
gehören Körper und Körpersprache, Mimik und Gestik, gesprochene,
geschriebene und
gedruckte Sprache samt Druckerpresse, Farbe und Papier, Licht, Fotos, Bilder
und
Leinwand, Ton und Tonträger, Fernseher -und Hörfunk, Telefon,
Internet samt allen
technischen Hilfsmitteln zur Übertragung: Kabeln, Satelliten, digitalen
Netzen, Kanälen
und Bildschirmen.
Metapher
gr. Übertragung, Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen
Ausdruck aus einem
anderen Sachbereich, der zum eigentlichen Ausdruck in einem Analogieverhältnis
steht.
Nach Quintilian ist die Metapher ein "verkürzter Vergleich". Sie dient
der
Veranschaulichung eines abstrakten oder komplexen Zusammenhangs durch ein
intuitiv
erfassbares Bild, das unmittelbar einleuchtet. z.B. das Haupt der Familie,
Redefluss
Nachricht
"When a dog bites a man, that's not news, but when a man bites a dog, that's
news". (zit.
nach La Roche S. 64). Diese berühmte Man-bites-dog-Formel macht das
ungewöhnliche
Ereignis zur Quintessenz der Nachricht. Sie umfasst damit die sogenannten
"hard-news", Informationen über aktuelle Ereignisse aus Politik, Gesellschaft,
Wirtschaft
und Natur, die wichtig und folgenschwer für die Allgemeinheit sind,
und die "soft-news",
Informationen mit Unterhaltungswert, die weder von allgemeinem Interesse
noch
folgenschwer sind: Kurioses und Klatsch aus aller Welt. Als journalistische
Stilform
bezeichnet die Nachricht eine möglichst verständliche, nach bestimmten
Regeln (das
Wichtigste zuerst) aufgebaute, um Objektivität bemühte Mitteilung
eines aktuellen
Sachverhalts.
Novelle
von italienisch novella die Neuigkeit, bezeichnet die straff und oft dramatisch
komponierte, auf das Wesentliche/ Bedeutende konzentrierte, meist objektivierende
Erzählung mittlerer Länge, die eine "sich ereignete unerhörte
Begebenheit" (Goethe) zum
Gegenstand hat. Merkmale zahlreicher Novellen sind: 1. der geradlinige,
gedrängte
Aufbau, 2. die Konzentration auf ein Geschehen, bzw. eine Handlung, die
3. oft
dramatische Züge trägt und 4. einen Wendepunkt (Peripetie) hat.
5. weicht das erzählte
Geschehen auffällig vom Alltäglichen ab, muss aber - im Unterschied
zum Märchen -
wahrscheinlich, also grundsätzlich möglich und glaubwürdig
sein. 6. erhält der
geschilderte Einzelfall allgemeine Bedeutsamkeit: Er sagt etwas über
das Leben als
Ganzes aus und weist über die Fiktion hinaus. 7. sind die meisten
Novellen aus der
Perspektive des allwissenden auktorialen Erzählers geschrieben. Ursprünglich
waren
Novellen eingebunden in eine Rahmenerzählung und Bestandteil eines
Zyklus nach
dem klassischen Vorbild von Boccaccios Decameron.
Ode
von gr. Gesang, Lied, allgemein die Lyrik, die "innerlich und äußerlich
geprägt ist von
Erhabenheit, Feierlichkeit, Würde, Gedankenschwung und Gefühlstiefe"
(Best S. 371).
Oden sind strophisch gegliedert, metrisch gebunden, meist ohne Reime und
streng
aufgebaut, z.B. triadisch: Strophe-Gegenstrophe-Nachstrophe. Höhepunkte
der
deutschen Odendichtung sind Klopstocks enthusiastische Oden und Hölderlins
von
tragischer Grundstimmung getragenen Oden.
Parabel
(gr. Nebeneinanderwerfen, Gleichnis) Eine meist auf anschauliche Belehrung
abzielende kurze Erzählung, die eine allgemeine Erkenntnis (gemeinter
Sachverhalt)
durch einen analogen, aus einem anderen Vorstellungsfeld stammenden Vergleich
(Bildebene) erhellt. Die Parabel unterscheidet sich vom Gleichnis, das
mit "so wie" direkt
auf den gemeinten Sachverhalt verweist, dadurch, dass bei ihr ein Vergleichspunkt
zwischen Bild- und Sachebene genügt und die Leser den Analogieschluss
selbst ziehen
müssen. Im Unterschied zur Fabel verzichtet die Parabel auf Anthropomorphisierungen
(sprechende Tieren etc.). Die Parabel dient als rhetorisches Stilmittel
- klassisches
Beispiel ist Menenius Agrippa - , zur religiösen (NT: Das Gleichnis
vom verlorenen Sohn)
und sittlichen Erziehung (Lessings Ringparabel) und zur Artikulation der
modernen
Befindlichkeit (Kafka Vor dem Gesetz).
Personifikation
Ausstattung nichtlebender Wesen mit Eigenschaften oder Handlungsweisen,
die sonst
nur Lebewesen zukommen. z.B. Mutter Natur, die Sonne lacht, der Berg ruft,
blinder
Zufall
Protokoll
(gr. protos=der erste; kolla=der Leim) bezeichnete im Griechischen das
einer
amtlichen Papyrusrolle vorgeleimte Blatt mit Angaben über Entstehung,
Verfasser und
Inhalt der Schriftrolle. Noch heute versteht man darunter ein Zeugnis/
Dokument, das
schriftlich festhält, haltbar und verbindlich macht, was bei einer
Sitzung, Versammlung
oder Diskussion von wem besprochen und beschlossen wurde. Je nach Anlass,
Zweck
und Adressatenkreis werden entweder wörtliche Protokolle angefertigt,
die die
Redebeiträge im Wortlaut wiedergeben, oder zusammenfassende Protokolle.
Letztere
geben die wichtigsten Beiträge komprimiert wieder und dokumentieren
entweder den
Ablauf einer Veranstaltung (Verlaufsprotokolle) oder nur die Ergebnisse
und Beschlüsse
(Ergebnisprotokolle).
Rede
mündlicher Vortrag aus einem bestimmten Anlass, der das Publikum durch
Überzeugung/ Überredung zu etwas bewegen will: zur Meinungsänderung,
Gesinnungsänderung oder zum Tun oder Unterlassen einer Handlung. Traditionell
unterscheidet man vier Gattungen der Rede:1. die anklagende oder verteidigende
Gerichtsrede (genus iudicale), 2. die beratende oder ermahnende politische
Rede
(genus deliberativum) 3. die lobende oder tadelnde sogenannte Prunk- oder
Festrede
(genus demonstrativum), 4. die bekehrende Predigt (genus praedicandi).
Die klassische
Rhetorik unterscheidet fünf Produktionsstadien der Rede: 1. Inventio,
Themenfindung,
Sammlung und Sichtung des Materials, 2. Dispositio, Gliederung, 3. Elocutio,
sprachlich-stilistische Ausarbeitung, 4. Memoria, Einprägen der Rede
mit bildlichen
Vorstellungshilfen, 5. Actio, Vortrag der Rede, begleitet von Mimik und
Gestik.
Referat
mündliche oder schriftliche Darstellung eines bestimmten Sachgebiets,
das vor allem
be- und unterrichten und belehren will. Wie die Rede sollte das Referat
- jeweils
abgestimmt auf das Publikum - verständlich, anschaulich und gut nachvollziehbar
sein,
und es kann, um Aufmerksamkeit zu gewinnen, auch rhetorische Mittel einsetzen.
Aber
diese sollten allein im Namen der zu vermittelnden Sache eingesetzt werden,
nicht wie
bei der Rede, um das Publikum zu etwas zu bewegen.
Rhetorik
gr: die Redekunst ist die Theorie und Praxis der wirkungsmächtigen
Beredsamkeit, bei
der es mindestens so entscheidend ist, wie man etwas sagt, wie was man
sagt. Jede
nähere Definition der Rhetorik hängt davon ab, was die Definierenden
von ihr halten: Ob
Rhetorik überhaupt eine wirkliche Kunst ist, wie Gorgias meint, oder
bloß Schmeichelei
und Manipulation (Platon), ob Rhetorik nur die Kunst der auf Wirkung bedachten
mündliche Rede ist (Aristoteles), oder insgesamt die "Königin
aller Künste und
Wissenschaften" (Quintilian), ob die kunstvolle Rede darauf abzielt, andere
zu überreden
und zu überwältigen (Gorgias), oder sie durch Plausibles zu überzeugen
(Aristoteles).
Rhetorische Figuren
standardisierte Stilfiguren, die von der 'normalen' Sprache abweichen und
dazu dienen,
Aufmerksamkeit zu erzeugen, etwas zu intensivieren, zu veranschaulichen
oder
auszuschmücken. Dazu gehören 1. Redefiguren wie Alliteration
und Inversion, die eine
Äußerung auf Satzebene wirkungsvoll verändern, 2. Tropen,
die mit einer effektvollen
Veränderung auf der Wortebene spielen, wie Metapher oder Euphemismus,
und 3.
Gedankenfiguren wie die Personifikation oder die rhetorische Frage. Aus
der Redekunst
und Dichtung hervorgegangen, haben sich zahlreiche rhetorische Figuren
auch in der
Alltagssprache und Werbung etabliert. Sie spielen überall da eine
Rolle, wo es genauso
darauf ankommt, wie einer etwas sagt, wie was er sagt.
Rhetorische Frage
eine "unechte" Frage, die nicht auf eine Antwort zielt, sondern eine Aussage
affektiv
stärken, etwas behaupten oder zu etwas auffordern will. Wer glaubt
denn noch an den
an den Osterhasen?
Sprachliches Zeichen
Zeichen als eine Einheit von Ausdruck (Lautung) und Inhalt (Bedeutung);
nach SAUSSURE Einheit von
Signifiant (Signifikant) und Signifié (Signifikat); Verbindung zwischen
Ausdruck und Inhalt ist arbiträr
(=willkürlich, an sich beliebig), ist aber durch Konvention (Übereinkunft)
in jeder Einzelsprache festgelegt.
Was der Sprecher in der außersprachlichen Wirklichkeit meint (außersprachlicher
Bezugspunkt auf den das
Zeichen verweist) nennt man Denotat.
Sprechgestaltende Interpretation
textproduktives Verfahren zur Interpretation, das auf dem bewussten Einsetzen
des Sprechausdrucks beruht,
z.B. Tonhöhe, Tonhöhenverlauf, Klangfarbe, Klangfülle -
Lautstärke, Lautstärkenwechsel, Betonungsstärke,
Betonungsart - Sprechtempo, Geschwindigkeitswechsel, Pausenanzahl, Pausenlänge,
Pausenart, - Lautart,
Deutlichkeit, Lautungsstufe (z.B. Standardsprache, Dialekt, Soziolekt)
Statement
Erklärung, Feststellung, meist als Ausschnitt aus einem Interview.
Ein Statement ist die
authentische Aussage einer öffentlich relevanten Person, die damit
selbst wieder zur
Quelle einer originären Nachricht wird.
Stil
charakteristische Ausdrucks- und Gestaltungsweise eines Textes - vgl. Individualstil,
Zeit- oder Epochalstil,
Epigonalstil, Gattungsstil, Sachstil, Wissenschaftsstil, restringierter
Code, elaborierter Code, Jargon,
Umgangssprache, Dialekt, parataktischer Stil, hypotaktischer Stil, Nominalstil,
Verbalstil
Synonym
Wörter (genauer: Lexeme), die bedeutungsgleich oder so bedeutungsähnlich
sind, dass sie innerhalb eines
Satzes gegenseitig ausgetauscht werden können - vgl. Wortfiguren
Beispiele: fast - beinahe; Samstag - Sonnabend;
Textanalyse
Untersuchung eines Textes, die darauf abzielt, den Gegenstand, das Thema
des Textes
zu erfassen, die Aussageabsicht und die dazu verwendeten sprachlichen Mittel
zu
erkennen und eigenständig zu beurteilen. Zur Textanalyse gehört
1. eine Inhaltsangabe,
die sachlich und präzise über den Kerngedanken des Textes informiert
und seine
wichtigsten Thesen, Argumente und die Intention in eigenen Worten zusammenfasst.
2.
eine Stellungnahme, eine begründete Meinungsäußerung, die
zeigt, dass der Leser den
Originaltext verstanden hat und das Thema eigenständig beurteilen
kann. Das Ergebnis
der Stellungnahme sollte eine argumentativ gestützte eindeutige Bestätigung
oder
Gegenposition der in Frage stehenden These enthalten.
These
Behauptung, die um nicht reine Meinung zu bleiben, der Begründung,
einer vernünftig
nachvollziehbaren Argumentation bedarf.
Werbeslogan
(Slogan = engl. Schlachtruf) Werbespruch, der durch Sprachwitz und/oder
Originalität die
Aufmerksamkeit wecken und zugleich für einen gesteigerten Wiedererkennungswert
des
Produktnamens sorgen soll. Die zarteste Versuchung, seit es Schokolade
gibt.
Wissenskluftthese
auch Knowledge-gap-Hypothese. Sie besagt, dass sich durch ein wachsendes
Informations- und Medienangebot die Kluft zwischen Menschen mit formal
höherem und
Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad vergrößert.