Unsere Hochzeit
Der Termin der Hochzeit rückte unerbittlich näher und die
Vorbereitungen
liefen auf Hochtouren, Ende Oktober zu heiraten
beinhaltet wettermässig schon erhebliche Risiken.
Zum Glück hatte Petrus an diesem Tag gute Laune und es schien fast den
ganzen Tag die Sonne.
In der Kirche wurde von unserem Pfarrer eine tolle Trauung abgehalten,
feierlich, aufgeschlossen, einfach nur schön.
Damit die Gäste auch etwas verstanden, wurde ein Teil der Messe in
Hochdeutsch
und der Andere in Berndeutsch gehalten.
So hatten alle die Gelegenheit etwas mitzubekommen.

Wir fuhren mit dem Oldtimer zur Kirche. Danach ging es zum Apero, einem
kleinen Umtrunk,
ähnlich dem Polterabend in Deutschland.
Jeder Gast bekam einen Ballon und einen Zettel auf den er seinen Namen
schreiben konnte,
dann wurden die Ballons frei gelassen.
(der weiteste flog bis Italien, die meisten stürtzten wohl in den
Bodensee)
Nach dem Apero fuhren wir in das Hotel R. über dem Wallensee.
Hier ging die Party richtig los.

Die Gäste waren alle im Saal und das Hochzeitspaar kam zum Schluss hinein.
Mein erster Eindruck war 'HILFE !!! Es brennt'. Die Ursache lag aber in den
Wunderkerzen.
Diese tollen Wunderkerzen (Schweizer Qualität) hatten einen Stiel
aus Holz, auf den das Wunderkerzenmaterial aufgebracht war.
Diese Wunderkerzen erzeugten einen Rauch, das so dicht war,
so stank und alles Verbrannte was in die Nähe der Wunderkerzen kam.
Fast jeder hatte Brandspuren an den Händen oder an den Kleidern.
(der Nebeneffekt war, das es allen unvergesslich blieb und jeder von seinen
Brandwunden erzählen konnte).
Der nahm seinen Lauf und es wurden diverse Spielchen zur Belustigung
veranstaltet.

Das ich mich nach einem Coctail aus:
Würstchen, Gummibärchen, Sekt, Bier, Wein, Wasser,
Karrottenbrei,Spagetti,
Mohrnkopf, Nutellabrot mich nicht übergeben musste zeugt vom der robusten
Beschaffenheit meines Magen
(oder habe ich ein Schweineimplantat statt einem Magen ?)
Einige Tage später folgte dann die Hochzeitsreise nach Bali.
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01.03.2001