Im Vereinsarchiv sind
etliche Schaustücke, die 160 Jahre Vereinsgeschichte illustrieren:
1997: Ein Riesen-Sparschwein
aus Heimberger Keramik erinnert an das Zürcher Kantonalschützenfest im
Säuliamt, an dem die Pistolensektion mit ihrer Mannschaft so gut schoss,
dass es für einen Lorbeerkranz mit Silbereinlage reichte.
1982 erhielten die Sektionen am Zürcher
Kantonalschützenfest im Zürcher Unterland einen gewichtigen Tonziegel mit
einer Darstellung des "Fähnleins der sieben Aufrechten" zur Erinnerung an den
Dichter Gottfried Keller, der in Glattfelden im Zürcher Unterland aufgewachsen
war.
1954 stiftete Otto Bur eine aus Holz geschnitzte
Samichlausfigur, die während 25 Jahren in Umlauf war und auf deren Sockel die
Gewinner und Resultate des Chlausstichs am Endschiessen eingetragen
wurden.
1950 erhielt der SVW vom Patenverein
Schützenverein Hirzel eine prächtige Zinnkanne mit Kette aus Anlass seines
hundertjährigen Bestehens und der Einweihung einer neuen Fahne. Die Wollishofer
Schützen erzielten damals hervorragende Resultate. Auch mit den Pistolenschützen
von Hombrechtikon bestand eine ähnliche Freundschaft, welche später in mehreren
Freundschaftsschiessen bestätigt wurde.
1948: Auf den Teller, welcher den Pistolenschützen
am Eidgenössischen Pistolenfeldschiessen in der 1. Kategorie den 1. Rang
bestätigt, waren Spitzenschützen wie Ruedi Ries, Hans Zehnder, Albert Mülly und
Armand Friedrich sicher stolz.
1907 erschien, wie damals üblich, während des
Eidgenössischen Schützenfests in Zürich-Albisgütli eine besondere
Festzeitung mit 15 Nummern - jeden Tag eine. Die Wollishofer Schützen waren bei
den Nachgemeldeten.
1900 vergass man, wie der Chronist berichtet, das
50-Jahr-Jubiläum zu feiern. Erhalten geblieben ist aber ein prächtiger
Silberpokal vom 1. Centralschiessen des Schützenverbands Albisgütli-Zürich
mitsamt Schiessreglement und zugehörigem Standblatt. Die 50 Franken, die der
Pokal damals kostete, wären heute weit über 1000 Franken wert.
1895 wurde, wie eine Foto zeigt, das Endschiessen
traditionsgemäss als öffentlicher Anlass auf der Allmend Wollishofen
durchgeführt. Das war noch vor der Übersiedlung der sogenannten
Allmend-Schützenvereine auf den von der Stadt Zürich neu erstellten Feldstand
Albisgütli im Jahre 1898.
1873 gab sich die damalige
Gemeindeschützengesellschaft an ihrer Jahresversammlung den neuen Namen
'Schiessverein Wollishofen'. Die alten Protokollbücher sind lückenlos erhalten
und geben interessante Einblicke in das Vereinsgeschehen und sein Umfeld.
1860 wurden, wie schon seit 1850 und bis in die
Achtzigerjahre hinein üblich, in einem besonderen Protokollbuch II die Spender
und Gabengewinner am alljährlichen Gemeinde-Grümpelschiessen verzeichnet.
1850 wurde am 20. Oktober die
'Gemeindeschützengesellschaft Wollishofen' gegründet. Heinrich Honegger, der
angesehenste Wollishofer, war ihr Präsident. Unter den Gründungsmitgliedern war
auch der Wirt des Restaurants 'Muggenbühl', Jakob Bosshardt, als Miteigentümer
eines Schiessplatzes auf der Allmend Wollishofen, der fortan auch dem neu
gegründeten Verein zur Verfügung stand. Andere Gründungsmitglieder hatten schon
in den Dreissigerjahren der 'Schützengesellschaft zur Sonnenzeit' angehört, die
im Gebiet der Gemeinde Wiedikon den Schiessstand des gleichnamigen Restaurants
benützt hatte.
Seit der Gründung des Schützenverbands Albisgütli im
Jahre 1898 hat unser Verein das Albisgütliverband-Schiessen in seinem
Jahresprogramm. Dazu kommt das alljährliche Bezirksverbandschiessen für
die Schützenvereine in den Bezirken Zürich und Dietikon; der
Bezirksschützenverein Zürich wurde 1916 gegründet.
Das traditionelle
Endschiessen geht vermutlich in seinen Ursprüngen auf die Gründungsjahre
zurück. Es wurde damals von der Gemeindeschützengesellschaft durchgeführt und
stand jedem unbescholtenen Gewehrschützen aus der Gemeinde Wollishofen zur
Teilnahme offen.
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