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Die Eigrube wird abwechslungsweise mit dem linken und rechten Hinterfuss ausgehoben. Die
Füsse werden dabei wie Schaufeln eingesetzt. Bei harten Bodenverhältnissen weicht das
Schildkrötenweibchen den Boden mit Wasser aus der Analblase auf. Mit dem Schwanz wird
periodisch die Abmessung der Eigrube geprüft. Das Ausheben der Eigrube hat etwa 1½
Stunden gedauert.
Um 22h15 war es dann soweit. Das Tier begann mit der Ablage der Eier. Diese wurden im
Abstand von jeweils etwa 2 Minuten abgelegt. Damit die Eier nicht kaputt gehen, werden sie
mit einem Hinterfuss leicht gebremst. Im Nest werden die Eier ebenfalls mit dem Hinterfuss
in die richtige Lage gebracht.
Etwa um 22h45 begann das Tier das Nest zu verschliessen, was sich bis rund eine halbe
Stunde nach Mitternacht hinzog. Diese Arbeit wird jeweils sehr sorgfältig ausgeführt, um
alle verräterischen Spuren zu verwischen. Das Tier ist nach dem Ablegen der Eier ziemlich
erschöpft und macht beim Verschliessen der Eigrube immer wieder mal eine kleine Pause.
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Im Bild links befindet sich das Nest (1) an einer sehr steilen Böschung. Deshalb ist beim
Graben Erde hinunter gerutscht. Diese Erde war für das Weibchen beim Verschliessen des
Nestes ausser Reichweite und blieb deshalb liegen. Normalerweise ist das verschlossene
Nest kaum zu erkennen. Ich finde die Eier jeweils nur, weil ich meine Tiere gut kenne und
bisher bei jeder Eiablage dabei war.
Die Eier werden werden über Nacht im Nest belassen. Wer will schon bei Dunkelheit mitten
in der Nacht die Eier ausgraben. Am nächsten Tag werden sie dann sorgfältig ausgegraben,
gekennzeichnet und in den Brutkasten überführt.
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Auch dieses Jahr
bestand das Gelege wieder aus 14 Eiern. Wo haben die alle in der Schildkröte Platz
gefunden, neben Lunge, Herz, Magen, Därmen, Leber Niere etc. ? Da wird einem dann klar,
weshalb die Weibchen einige Tage vor der Eiablage nichts mehr fressen. |