Emys - die Schildkrötenseiten von Fritz Wüthrich
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Bericht von der Eiablage vom 14. Juni 2001

 
Nach einer längeren Zeit mit schlechtem Wetter schien am 21 Juni 2001 wieder mal die Sonne. Mein Emysweibchen nutzte die Gelegenheit und prüfte im Gehege verschiedene Stellen auf ihre Eignung als Eiablageplatz. Entgegen den Erfahrungen aus früheren Jahren fand es noch am selben Tag nach verschiedenen Probegrabungen eine geeignete Stelle.
                 

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Um 20h45 begann es an einem steilen Hang mit dem Ausheben der Eigrube. Wie bei allen Eiablagen der letzten Jahre, hat das Weibchen auch diesmal wieder eine Stelle in der Nähe eines grossen Steins ausgesucht. In unseren Breitengraden ist die Bodentemperatur für die Schildkröten sicher nicht optimal. Wärmespeichernde Steine werden deshalb von meinem Weibchen offensichtlich gezielt ausgesucht, um der Brut optimalere Bedingungen für die Entwiklung zu verschaffen.
 

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Die Eigrube wird abwechslungsweise mit dem linken und rechten Hinterfuss ausgehoben. Die Füsse werden dabei wie Schaufeln eingesetzt. Bei harten Bodenverhältnissen weicht das Schildkrötenweibchen den Boden mit Wasser aus der Analblase auf. Mit dem Schwanz wird periodisch die Abmessung der Eigrube geprüft. Das Ausheben der Eigrube hat etwa 1½ Stunden gedauert.
Um 22h15 war es dann soweit. Das Tier begann mit der Ablage der Eier. Diese wurden im Abstand von jeweils etwa 2 Minuten abgelegt. Damit die Eier nicht kaputt gehen, werden sie mit einem Hinterfuss leicht gebremst. Im Nest werden die Eier ebenfalls mit dem Hinterfuss in die richtige Lage gebracht.
Etwa um 22h45 begann das Tier das Nest zu verschliessen, was sich bis rund eine halbe Stunde nach Mitternacht hinzog. Diese Arbeit wird jeweils sehr sorgfältig ausgeführt, um alle verräterischen Spuren zu verwischen. Das Tier ist nach dem Ablegen der Eier ziemlich erschöpft und macht beim Verschliessen der Eigrube immer wieder mal eine kleine Pause.
 

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Im Bild links befindet sich das Nest (1) an einer sehr steilen Böschung. Deshalb ist beim Graben Erde hinunter gerutscht. Diese Erde war für das Weibchen beim Verschliessen des Nestes ausser Reichweite und blieb deshalb liegen. Normalerweise ist das verschlossene Nest kaum zu erkennen. Ich finde die Eier jeweils nur, weil ich meine Tiere gut kenne und bisher bei jeder Eiablage dabei war.
Die Eier werden werden über Nacht im Nest belassen. Wer will schon bei Dunkelheit mitten in der Nacht die Eier ausgraben. Am nächsten Tag werden sie dann sorgfältig ausgegraben, gekennzeichnet und in den Brutkasten überführt.
  

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Auch dieses Jahr bestand das Gelege wieder aus 14 Eiern. Wo haben die alle in der Schildkröte Platz gefunden, neben Lunge, Herz, Magen, Därmen, Leber Niere etc. ? Da wird einem dann klar, weshalb die Weibchen einige Tage vor der Eiablage nichts mehr fressen.

  
Was weiter mit den Eiern passiert sehen sie hier.

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letzte Änderung: 30.August 2001 / © Fritz Wüthrich

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