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Schutzprojekt in Brandenburg

    

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Brandenburg

13. August 1999


Schildkröten kriegen Peilsender verpasst

ZERPENSCHLEUSE - Gaaanzz langsaaam werden es wieder mehr: Mit Hilfe von Peilsendern versuchen Tierschützer, die europäische Sumpfschildkröte in Brandenburg zu retten.


Noch im 16. Jahrhundert tummelten sich die Sumpfschildkröten zu Tausenden im märkischen Gewässer: Doch Trockenlegung von Sümpfen, intensive Landwirtschaft und Tourismus raubten den bis zu 20 Zentimeter langen Reptilien, die 120 Jahre werden, ihren Lebensraum.

"Heute gibt es in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern nur noch etwa 400 Stück", sagt Norbert Schneeweiss, Leiter der Naturschutzstation Niederbarnim in Zepernick. "Und die Tiere, die wir vereinzelt in der Uckermark, der Märkischen Schweiz, im Odergebiet und im Havelland fanden, waren alle schon 40 bis 50 Jahre alt."

Ein Grund: Ihre nur zwölf Zentimeter tiefen Gelege mit bis zu 15 Eiern werden häufig von Füchsen und Wildschweinen geplündert - oder von Landwirten aus Versehen untergepflügt. "Wir befestigen deshalb auf den Panzern Peilsender, um die Gelege zu orten und abzusichern", sagt Schneeweiss. "Notfalls brüten wir die Eier künstlich aus." Bauern und Jäger werden von den 20 Mitarbeitern der Station um Vorsicht gebeten. Schneeweiss: "Wir hoffen so, die Zahl der Schildkröten in zehn Jahren zu verdoppeln."

 
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letzte Änderung: 21. Januar 2003 / © Fritz Wüthrich

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