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Rotwangenschmuckschildkröte - Presseartikel

 

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09. Juni 2000

Nordrhein-Westfalen
Ausgesetzte Schildkröten verdrängen heimische Reptilien

   
Schmuckschildkröten und andere Tiere, die von Reptiliensammlern ausgesetzt wurden, bevölkern zu tausenden die Seen und Teiche in Nordrhein-Westfalen. Umweltbehörden schlagen nun Alarm.
  
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Recklinghausen - In vielen Bereichen des Landes sei der Bestand der ursprünglich in Nordamerika beheimateten Schildkröte bereits größer als der heimischer Reptilien, so Carolin König von der Landesanstalt für Ökologie. Im Ruhrgebiet sei die Rotwangen-Schmuckschildkröte mittlerweile sogar das am meisten verbreitete Reptil.

Reptiliensammler hätten die Tiere einfach in Gewässern ausgesetzt. Auch andere Schildkrötenarten, Mauereidechsen aus den Mittelmeerländern und sogar Kaimane und Riesenschlangen aus Südamerika würden auf diese Weise "entsorgt". Die Kaimane sowie die Schlangen hätten jedoch in unserem Klima keine Überlebenschance, meinten die Experten.

Die Folgen der Aussetzung von Schmuckschildkröten seien für das ökologische Gleichgewicht fatal, da sie Nahrungskonkurrenten und Feinde heimischer Tierarten seien, hieß es in der Mitteilung. Viele ohnehin bedrohte Fische und Amphibien stünden auf dem Speiseplan der alles fressenden Schildkröten. Zudem könnten diese auf andere Tiere Krankheiten übertragen.

© SPIEGEL ONLINE 2000

 
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letzte Änderung: 15. Mai 2001 / © Fritz Wüthrich

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