Hier Fotos dazu:
- Bild 1: Modifizierte
Antenne
mit Operator
- Bild 2: Modifizierte Antenne
- Bild 3: Einspeisung und
Abspannung
Mechanisch:
Abspannungen.
In Kapitel 3.3 (Bauanleitung) mit den 4 Abspannungen
oben beginnen.
Die 4 Abspannseile oben habe ich mit Spannschrauben
versehen,
damit die exakte Länge
eingestellt werden kann, so dass die Elemente
schön
horizontal sind.
Die Spannschrauben sind mit einem kurzen Stück
(40cm)
Kevlarschnur und und einer Schlinge
zum Mast gespannt, wie in Bild 3 ersichtlich. Die Haken
an den Seilspannern erlauben ein
schnelles Ein- und Aushängen der Schnüre sowie ein genaues
Einstellen der Länge.
Die 4 horizontalen Abspannungen habe ich durch 1mm
Monofil
ersetzt,
(1mm Monofil PVDF = ähnlich dem Fischersilk, nur genügend
dick und
UV-beständig), dies hat zwei wichtige
Vorteile:
Beim Regen saugen sich die Kevlarschnüre mit
Wasser
voll und werden leicht leitend. Dadurch
verstimmen sich die Elemente, welche diese Schnüre
berühren. Das Monofil bleibt
durch das Wasser unverändert und die Verstimmung
bei Regen entfällt.
Ausserdem ist das Monofil optisch kaum sichtbar und
macht
die Antenne optisch gefälliger.
Die Knoten an diesen Schnüren habe ich durch
Simplexhaken
(Karabinerhaken) ersetzt.
Die 4 Abspannseile nach unten habe ich ebenfalls durch
Monofil 1mm ersetzt. Dies hilft
auch mit, dass optisch weniger sichtbar ist. Auch diese
Schnüre werden durch Simplexhaken
verbunden, so dass keine Knoten mehr zu öffnen
sind.
Ausserdem sind die Glasfiberrohre an den Enden zu verschliessen, damit
sich darin kein
Wasser ansammeln kann.
Elektrisch:
Das SWR auf 10m ohne Modifikationen erreicht im Minimum
1,5 wobei ich folgende
Werte gemessen habe: Messwerte
der unmodifizierten Antenne.
Den Balun habe ich ausgemessen mit einem 50Ohm
induktionsfreien
Widerstand
am Ausgang.
Dabei zeigte sich, dass das SWR oberhalb 25Mhz anstieg
und auf 10m bereits den Wert von 1,5 hatte.
Dies konnte ich korrigieren, indem ein Kondensator von
30pf an den Ausgang
des Baluns eingefügt wird (parallel zum Ausgang).
Dazu darf man beim Zusammenbau des Baluns die Kammer
bei den Ausgangsschrauben
nicht mit Epoxy füllen, sondern nur das Koax-Ende
vergiessen, so dass das Kabel keine
Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Dann ist eine innere Gehäuseverstrebung links von
den Schrauben wegzulassen
(Bild Bauanleitung Seite 19). Jetzt ist genug Platz
für
einen gutes C vorhanden.
Als Kondensator eignet sich ein Silver Mica 30pf oder
33pf / 500V, oder
ein Lufttrimmer.
Mit dieser Aenderung bleibt das SWR des Baluns bei 1,0 bis über 40 Mhz.
Damit wird das SWR der Antenne bereits besser.
Doch damit es auf 10m auf unter 1,1 kommt und
über
500 Khz unter 1,5 bleibt
sind die Elemente zu optimieren.
Die einzelnen Abmessungen habe ich mit NEC (4NEC2) neu berechnet und
optimiert.
Hier folgen die neuen Konstruktions-Daten:
Band
Reflektor
Direktor1 Direktor2
------- ------------
------------
------------
20m
1049cm
988cm
15m
699cm
655cm
10m
524cm
490cm 485cm
Seite 12
DRAHTLAENGE der Elemente
Band
Reflektor
Direktor1 Direktor2
--------
------------
------------ -----------
20m
222cm
234.cm
15m
253cm
295cm
10m
315cm
319cm 435cm
Seite 13
Länge der SCHNUERE Monofil
Band
Reflektor
Direktor1 Direktor2
--------
-------------
------------ ------------
20m
510cm
485cm
15m
275cm
315cm
10m
216cm
183cm 409cm
Seite 15
Abstände auf Boom (von Mitte aus)
Achtung:
Seite 14, 4.2. Endmontage.
Der Kabelbinder am Ende der Spreizer ist im Abstand von
4.95m zu montieren
für die modifizierte Konstruktion mit obigen Daten.
Die Abmessungen des Speisedipols bleiben
unveraendert,
wobei allerdings
folgende Aufhängung einzuhalten ist:
Speisepunkt des Dipols 60 cm oberhalb
Verbindungsplatte
wie auf Seite 20
beschrieben.
Abstand des 20m Dipols zum 15m Dipol = 12 cm.
Die beiden Schlauchstücke von der Einspeisung nach
oben etwas zusammenbinden,
dass sich der gewünschte Abstand ergibt.
Der 10m Dipol wird parallel zum 15m Dipol gespannt, im
Abstand
von 11 cm.
Die Enden der Dipole NICHT so
zurückfalten,
wie auf Seite 21 beschrieben, denn
beim mehrmaligen Abgleich besteht die Gefahr des
Drahtbruchs.
Dafür die überstehenden Enden im Radius von
etwa 1cm biegen und im Abstand von
1,5 cm zurückbiegen.
Zum Abgleich kann man dann die Enden näher zum
Dipol
oder weiter nach aussen
biegen ohne dass die Drähte brechen.
Als Resultat der gesamten Optimierung ist
gemäss
NEC-Berechnung im 10m Band
ein tieferes SWR erhalten worden, und auf den andern
Bändern ist ebenfalls eine
Verbesserung der Daten eingetreten.
Die Messungen an der modifizierten Antenne
bestätigen das
Resultat, hier die Messresultate,
welche auf 10m Höhe über Grund gemessen
wurden.
Im 1.QSO auf 20m mit GI6FHD erhielt ich
vorwärts
S9 und rückwärts S1
und auf 15m erfolgte auf ein CQ ein Pileup von
JA-Stationen,
so dass in wenigen
Minuten 11 JA gearbeitet werden konnten.
Die Station auf meiner Seite war der kleine TS-50 (max 100W PEP)
an der Autobatterie.
Was will man mehr ?
Zum Schluss noch ein Tipp:
Die 4cm langen
Plastikschläuche
zwischen den Elementen und den Abspannungen
werden mit Epoxy gefüllt.
Dies ist für mich eine sehr
klebrige (!) und zeitaufwendige Angelegenheit.
Anstelle von Epoxy verwende ich
nun Silikon Dichtungsmasse aus der Tube.
Diese ist einfacher zu bearbeiten
und ist in 24 Stunden genügend fest ausgehärtet
für den Einsatz. Sie ist
bestens
Wetter und UV-beständig.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen beim
Nachbau.
- Meine E-Mail adresse : siehe
hier
Mit besten 73 - und good DXing
Felix, HB9ABX
Danksagung:
An Dave HB9KT, Hansjörg HB3YDA und Max HB9BKS
meinen besten Dank für die aktive Mithilfe beim Durchführen
der Antennentests.