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- Bis hierher scheint alles begreiflich und klar. Es gibt da
die Materie,
die wir mit unseren Sinnen erfassen und das 'Nichts', den leeren Raum,
in dem sich nichts mehr befindet.
- Doch ... denkt man sich das letzte Molekül des
intergalaktischen Raumes
auch noch weg, ist dann wirklich nichts mehr in diesem Raum?
- Die Antwort muß 'NEIN' lauten. Angenommen, es
wäre dort nichts
mehr, wie könnten wir dann all die Galaxien um uns her sehen?
Irgendetwas,
was wir Energie nennen erfüllt diesen Raum. So die Photonen,
welche
die Lichtinformationen der Sterne zu unseren Augen tragen, die
Wärmestrahlung,
die uns von der Sonne abgestrahlt, im Sommer braten läßt,
die
Gravitationskräfte, die allgegenwärtig, die Masseklumpen zu
den
bekannten Strukturen am Himmel formen.
- Seit dem Beginn des 20.Jahrhunderts werden die
Atomphysiker durch ihre
Erkenntnisse zunehmend gezwungen, von dem Bild .. Materie
ist alles und das Vakuum ist 'NICHTS'.., Abschied zu nehmen.
Immer
heftiger drängt sich der Verdacht auf, .. das
Vakuum enthält 'ALLES' und die Welt der Materie ist ein
Sonderzustand
von ihm.
- Seither bildet sich eine physikalische Theorie heraus, die
unsere materielle
Welt aus materielosen Feldern entstehen sieht. Feldern, die sich
unserer
direkten Wahrnehmung entziehen und sich nur durch mathematische
Berechnungen
erschließen, sowie über Metaphern beschreibbar sind.
- Aus dieser Richtung gesehen, sind die realen
Gegenstände nur in besonderer
Weise angeregte Formen von Quantenfeldern und den daraus folgenden
Elementarteilchen
wie Elektronen, Photonen, Quarks usw. Schlüsse aus Heisenbergs
Unschärfe-Relation
weisen darauf hin, daß derartige Bausteine aus dem 'Nichts'
entstehen
können, um sich abhängig von ihrer aufgenommenen Energie
wieder
in 'Nichts' aufzulösen. So mag es im Vakuum brodeln, ohne
daß
die Zeitspannen der Existens solcher Teilchen genügend lang
wäre,
daß Menschen sie heute mit ihren Mittel wahrnehmen können.
Theoretische
Berechnungen sagen beispielsweise vorher, daß in einem leeren
Raum
mit der Anwesenheit eines sehr starken elektrischen Feldes, Elektronen
und Positronen aus dem 'Nichts' entstehen müßten.
- Ein Beispiel ist der Casimir-Effekt, der
1997 durch einen
amerikanischen Forscher sogar meßbar nachgewiesen werden
konnte. Casimir
berechnete 1948, daß zwei Metallplatten, die im Vakuum dicht
zusammengebracht
würden, ohne äußeren Grund aneinandergepreßt
werden
müßten. Der Grund wäre, daß sich in dem
dünnen
Spalt zwischen den Platten nicht mehr beliebige „QuantenTeilchen“
bilden
könnten, sondern nur noch solche, deren Wellenlänge in den
Abstand
paßt. So entstünde innerhalb des Spalts eine geringere
Anzahl
von Teilchen, als im umgebenden Raum, worauf, wie bei dem bekannten
Phänomen
des Luftdrucks, die Platte von außen zusammengedrückt werden
müßten.
- Die theoretische Physik ist voller weiterer Beispiele. Im
Moment sucht
sie nach dem Higgs-Feld, das nach dem britischen Physiker Peter Higgs
benannt
wurde, der es berechnete. Dieses Feld ist der Schlüssel für
die
Eigenschaft, die wir als Masse bezeichnen. Die Wechselwirkung mit
diesem
Feld würde erklären, warum ein Elektron Masse besitzt und
warum
diese so viel geringer ist, als bei einem Proton. Man hofft dieses Feld
im nächsten Jahrtausend nachweisen zu können, wenn der neue
CERN-Beschleuniger
'Large Hadron Kollider' fertiggestellt wurde.
- Sollten diese und andere Annahmen der theoretischen Physik
bestätigt
werden, so wäre das Vakuum die Basis, aus der die materielle Welt
hervorgekommen ist. So wie dann in ihm ein Photon oder ein Elektron
entstehen
könnte, wären die Sterne und Galaxien nur eine
Vergrößerung
dieses Phänomens.
- Die grundsätzliche Frage des 'Woher kommt das alles?'
wäre nicht
gelöst sondern nur verschoben, aber ein weiterer Schritt des
Verstehens
wäre gegangen. Die Theorie des 'Big Bang' des Urknalls würde
zu der Theorie der 'Big Bubble' der großen Vakuumblase werden.
Sie
könnte eine Reihe von Beobachtungen besser erklären als es
der
Big Bang zur Zeit tut, ohne jedoch dessen Kernaussagen zu
wiedersprechen.
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