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Bodensee Tagblatt, Regionalsport vom 14.8.2001
Die Thurgauer Favoritin Isa Forrer verteidigte souverän ihren Titel vom Vorjahr an den U20-Schweizer Meisterschaften im Beachvolleyball im Zürcher Allenmoos.
Michael Szönyi
Die Finalspiele am Sonntag, unter einer strahlenden Sommersonne ausgetragen, die zusammen mit der Atmosphäre im Strandbad Allenmoos vergessen liess, dass man sich mitten in der Agglomeration von Zürich befand, waren an Spannung kaum zu überbieten. Zwar verfolgten nur wenige Zuschauer das Turniergeschehen. Katja Lippuner, verantwortlich für die Organisation der Schweizer Meisterschaften, äusserte sich sehr positiv über den Austragungsort und lobte das Schwimmbadpersonal als kooperativ, nannte aber die Street Parade als Grund für das Ausbleiben der grossen Masse. Die jugendliche Motivation, das Feeling und die Stimmung - von Beach Songs bestens umrahmt - sorgten dennoch für durchwegs sehr hohes spielerisches Niveau.
Die qualifizierten Teams, die auf der Junior Beach Tour in der ganzen Schweiz Punkte gesammelt hatten, traten im Wettkampf der besten Schweizer Junioren und Juniorinnen an, der zum fünften Mal ausgetragen wurde, um Medaillen und Ranglistenplätze in drei Alterskategorien zu erringen. Bei den Damen der unter Zwanzigjährigen hatte schon letztes Jahr eine Thurgauerin ganz oben auf dem Treppchen gestanden: Die Oberaacherin Isa Forrer. Die Vorrundenspiele, schon am Freitag ausgetragen, brachte sie mit ihrer Beachpartnerin Melanie Schönenberger problemlos ohne Satzverlust hinter sich und zog als Siegesanwärterin in die Finalrunden am Sonntag ein. Das Viertelfinalspiel gewannen sie kampflos nach einer schweren Schulterverletzung einer Gegnerin.. Am Sonntag stellten selbst Halbfinale und Finale keine Schwierigkeiten dar, die Paarung Forrer / Schönenberger gewannen das Turnier ohne einen einzigen Satz abgegeben zu haben.
Der Amriswiler Micha Wälchli hatte bei den U20-Herren zusammen mit seinem Partner Sebastian Beck eine schwere Auslosung und musste schon in der zweiten Runde gegen die favorisierten Dougoud/Reinhard antreten. Sie überraschten mit einem Sieg gegen die starke Konkurrenz. Im ersten Satz erarbeiteten sie sich einen Vorsprung, den sie ins Ziel retten konnten. Der zweite Satz war hart umkämpft, lange betrug der Abstand nur einen Punkt, nachdem Wälchli/Beck einen anfänglichen Rückstand wieder aufgeholt hatten. Der Satz wurde erst in der Verlängerung mit 24:22 zugunsten der Westschweizer entschieden. Im dritten Satz hatten der Thurgauer und der Rheinfelder die Nase wieder vorn und retten sich vorerst vor dem Loserpool.
Der dritte Match des Tages war keinesfalls einfacher; um den Einzug ins Halbfinale mussten sie gegen die Titelverteidiger Kertai/Schnider antreten, denen sie nur den ersten Satz noch abnehmen konnten. In den zwei folgenden Sätzen spielten die Berner ihre Stärke voll aus, zogen ohne Spielverlust ins Halbfinale ein und verwiesen Beck/Wälchli ins Verlierertableau.. Um doch noch in die Runde der letzten Vier zu gelangen, musste nochmals ein Sieg gegen die Gegner aus der ersten Runde her, eine Aufgabe, die sie souverän mit klarem 2:0 Satzgewinn lösten.
Die Halbfinal- und Finalspiele aller Kategorien waren auf den Sonntag angesetzt. Beck/Wälchli trafen auf Hilbrecht/Müller, eigentlich bezwingbare Gegner. Die Tagesform schien jedoch nicht optimal zu stimmen, der erste Satz ging deutlich verloren und sie schienen auch im zweiten Satz etwas spät aufzuwachen. Den Rückstand konnten sie um die Satzmitte nochmals aufholen, verloren aber trotzdem noch knapp 21:19. Die Enttäuschung stand ins Gesicht geschrieben, hatte man doch mit dem Einzug ins Finale eigentlich gerechnet. Nun blieb nur die schwere Aufgabe, im Spiel um Platz 3 nochmals Dougoud/Reinhard zu schlagen, was dieses Mal nicht mehr gelang. Das Turnier gewannen Kertai/Schnider in einem kaum noch zu steigernden Finale gegen Hilbrecht/Müller in drei spannenden und engen Sätzen.
Interview mit Isa Forrer, der Titelgewinnerin:
?: Was waren Deine Erwartungen an die diesjährige SM?
Isa: Wir hatten ganz klar den Sieg vor Augen
? Wie sind die weiteren Aussichten in Deiner sportlichen Laufbahn?
Isa: Wir haben uns für die U21 Weltmeisterschaften qualifiziert, die in zwei Wochen in Frankreich stattfinden werden. Nächstes Jahr können wir nochmals bei der Junior Beach Tour starten, möchten uns aber vermehrt auch auf die Erwachsenen-Turniere konzentrieren.
? Welche drei Worte charakterisieren für Dich die Schweizer Junior Beach Szene?
Isa: Familiär, sportlich, lustig - wir haben zusammen einfach immer ein einziges Fest
© MSZ
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