Der Kontinent
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Veränderungen des Weltbildes in Europa über die letzten Jahrtausende | - Ernsthafte Wissenschaftler wussten bereits in der Antike um die Kugelgestalt der Erde.
- Eratosthenes, 200 v. Chr.: Kenntnis des Erdumfangs und des Verlaufs der Mittelmeerküsten.
- Spätmittelalter (1492): Viel ungenaueres Bild des Mittelmeerraums, ansonsten eh zu vergessen.
- Beginn der Neuzeit (Martin Waldseemüller, 1507): Mittelmeerraum recht genau, ungefähre Lage Afrikas und Amerikas.
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Geographische und kulturelle Gründe, Europa als eigenen Kontinenten zu bezeichnen | Gegen Norden, Westen, Süden durch Meere begrenzt, gegen Osten fehlt Abgrenzung (ev. Ural), hier wohnen auf 1/30 der Fläche 1/10 der Weltbevölkerung. Eigener Kontinent: Geographisch: Verzahnung von Land und Meer, Gliederung in überblickbare Teilräume, mildes Klima mit Variationen. Geschichtlich/Kulturell: Ausgangspunkt wichtiger Kulturen, Entwicklung der naturwissenschaftlich-technischen Zivilisation, Erforschung und Europäisierung der Welt.
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Westlichster, östlichster, nördlichster und südlichster Punkt des europäischen Festlandes | - Westen: Kap Roca (Lissabon, P, 38°N, 9°W) / Dingle (IRL, 52°N, 10°W).
- Osten: Workuta (R, 67°N, 64°E)
- Norden: Nordkap (N, 71°N, 25°E)
- Süden: Kap Matapan (Gr, 36°N, 22°E)
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Schelfmeer | Bereich des Kontinentalsockels bis ca. 200m Tiefe. Bedeutung für Fischerei; Bodenschätze: Erdöl, Erdgas.
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Einfluss des Meeres auf das europäische Klima | Wasser erwärmt sich generell weniger schnell als Land, kann dann aber über längere Zeit Wärme abgeben, d.h. Meere wirken temperaturausgleichend, der Golfstrom bringt zusätzlich warmes Wasser aus dem Golf von Mexiko.
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Küstenmeer und Wirtschaftszone | UNO-Seerechtskonvention von 1982: - 12 Seemeilen Küstenzone (Anrainerstaaten haben vollständige Souveränität)
- 200 Seemeilen Wirtschaftszone (Anrainerstaaten haben Recht auf wirtschaftliche Nutzung, Erforschung)
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Im Süden Europas
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Bedeutung des Suezkanals für die Mittelmeerländer | 1869 eröffnet (mit Aïda). Vorher war das Mittelmeer sowas wie eine Sackgasse, damit aber hatte man eine Durchgangsstrasse des Handels mit Ostafrika, Indien und Ostasien.
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Warum wird Rohöl meist ums Kap der Guten Hoffnung nach Europa gebracht? | Lange war der Suezkanal aus politischen Gründen gesperrt, worauf man, damit der weitere Weg ums Kap sich trotzdem lohnte, grössere Tanker baute, die heute nicht mehr durch den wieder geöffneten Kanal passen...
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Entstehung des Mittelmeers | - Vor 200 Mio. Jahren: Tethys, schrumpft (ab 90 Mio.)
- Vor 7 Mio. Jahren: Es bildet sich eine Absenkung und eine Salzwüste auf der afrikanischen Platte, einige Tausend Jahre später: Dammbruch bei Gibraltar è das ausgetrocknete Becken füllt sich.
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Mittelmeerklima | Cs: Sommertrocken (kaum Niederschlag), winterfeucht (ca. 150mm/Mt.), heiss im Sommer (25°C), kühl im Winter (10°C).
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Mittelmeervegetation | Immergrüne Hartlaubgewächse: Eichen, Lorbeer, Oleander, Ölbaum; sie müssen sich mit sommerlicher Trockenheit zurechtfinden.
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Warum kaum Waldfläche im Mittelmeerraum? | - Rodung für Feuerung, Holzkohleherstellung, Holzexport, Haus- und Schiffsbau hat Wälder weitgehend zerstört.
- Wiederaufforstung ist schwierig wegen starker Bodenerosion, oft breitet sich minderwertiger Sekundärwald (Macchia) aus.
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Macchia | Minderwertiger Sekundärwald (zähes Buschwerk).
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Italien
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Oberitalienische Alpenrandseen und ihre Entstehung | - Langensee (Lago Maggiore), Comersee, Gardasee u.a.
- Gletscher haben Täler tief ausgehobelt (Glaziale Übertiefung) und Talausgänge mit Moränenmaterial verschüttet.
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Industrialisierung in Oberitalien | - Im Norden liegt das Schwergewicht der Industrie, v.a. im Dreieck Mailand, Turin, Genua.
- Rohstoffe fehlen, ausser Wasserkraft (Alpentäler) und etwas Erdgas (Poebene).
- Anfangs war v.a. die Textilindustrie wichtig (Seidenindustrie)
- Durch Eisenbahnen im 19. Jh. wurden auch andere Industriezweige wichtiger (Einfuhr von Rohstoffen):
- Metallverarbeitung-Maschinenbau-Elektroindustrie
- Nahrungs- und Genussmittel (Chemie)
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Die drei wichtigsten Industrie- und Wirtschaftszentren Oberitaliens | - Norditalien Städtedreieck:
- Mailand (Hauptstadt der Lombardei): Mittelpunkt fruchtbaren Gebiets (Getreide, Reis, Futterpflanzen, Zuckerrüben, Wein, Obst, Vieh), Mittelpunkt des Verkehrsnetzes, grösste Industrie-, Handels- und Finanzstadt, Maschinen-, Fahrzeug-, Elektro-, Textil-, Gummiindustrie, Raffinerien, chemische Fabriken, zudem Kulturzentrum.
- Turin (Hauptstadt von Piemont): An der Mündung der Dora Riparia in den Po: Verkehrswege durch die Westalpen, Autoindustrie (Fiat, Lancia), Flugzeugmotoren, Textil-, Leder-, Schokoladen-, Aluminium- und chemische Industrie.
- Genua (Hauptstadt Liguriens): Am Südhang des zum Meer abfallenden Apennin, kleiner natürlicher Hafen, Erdölraffinerien, Eisen- und Stahlwerke, Werften, Maschinenfabriken, Mühlen, chemische, Nahrungsmittel-, Textilindustrie.
- Rom (Landeshauptstadt): V.a. Bildungs-, Wissenschafts- und Dienstleistungszentrum
- Neapel: Grösste Stadt Unteritaliens, am Golf von Neapel, zwischen den Vulkangebieten des Vesuvs und der Phlegräischen Felder: Handels- und Hafenstadt, Ölraffinerien, Eisenhütten, Werften, Textil-, Lebensmittel und chemische Industrie, zudem Tourismus (Vesuv, Pompeji, Capri).
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Landwirtschaftliche Veränderungen am Unterlauf und im Mündungsgebiet des Po | - Wenig Gefälle è viel Geschiebeakkumulation è immer höhere Dämme sind nötig, um Überschwemmungen zu verhindern.
- Alle grossen Zuflüsse des Po wurden immer weiter nach Osten verschoben, weil sie sich mit ihrem eigenen Geschiebe den Weg versperren (Mündungsverschleppung).
- Geschiebe wird von der Meeresströmung von Po-Delta weggeschafft è Sandbänke, Inseln (Lido, Nehrungen), dahinter seichte Buchten (Haffe, Lagunen).
- Um Untergang Venedigs zu verhindern, wurden verschiedene Po-Arme mehrmals weiter nach Süden abgeleitet, das Delta wächst ständig.
- Die Gebiete zwischen den Armen sind stark versumpft, wurden künstlich entwässert liegen jetzt aber 1-3.4m unter Meereshöhe.
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Jahreszeitliche Wasserführung von Etsch (Adige), Po und Arno | - Etsch: Kommt aus den Alpen è sehr starke Wasserführung im Mai, Juni, Juli (Schneeschmelze), Tiefststand im Januar, grosse Schwankungen.
- Po: Riesenfluss, von sehr verschiedenen Nebenflüssen gespeist è kleine Schwankungen, Spitzen im Mai, Juni (Schneeschmelze) und im November (Winterregen: Cs-Klima).
- Arno: Kleiner Fluss aus dem Apennin, wenig Zuflüsse è grosse Schwankungen, Höchststand im Winter (Regen), zeitweise fast trocken (August).
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Problem Venedigs | Östliche Poebene, in Lagune, durch Millionen von Baumstämmen gestützt, Hochwassergefahr: - Absinken des Festlandes, Anstieg des Meeresspiegels (natürliche Vorgänge)
- Wasserverbrauch der Industrie senkt Grundwasserspiegel è Terrain und Stadt sinken
- Ausbaggern der Lidopforten für Schifffahrt è mehr Erosion
- Man plant ein Projekt, die Laguneneinfahrten mit Schleusen abzusichern, (Schranken sollen nur bei Hochwasser der Adria vom Grund gehoben werden).
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Aktive Vulkangebiete in Italien | - Vesuv: Schichtvulkan im Golf von Neapel (dort ist's voll von vulkanischen Erscheinungen), entstanden als untermeerischer Vulkan, heute 1277m hoch und landfest, einziger tätiger Vulkan des europäischen Festlandes.
- Ätna: Auf Sizilien, grösster tätiger Vulkan Europas, typische Flankenausbrüche.
- Liparische Inseln: Ausschliesslich aus vulkanischem Gestein, lediglich ungefährliche Ausbrüche, Bimsstein wird abgebaut.
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Relief | Der Apennin zieht sich - mässig hoch - von Nord nach Süd.
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Nord-Süd-Gefälle in Italien | - Im Süden: Viele Leute im 1. Sektor, höhere Sterblichkeit, höhere Geburtenraten, hohe Arbeitslosigkeit, hohe Bevölkerungsdichte, niedriges Einkommen.
- Gründe: vertrocknet oder versumpft, lange Zeit malariaverseucht, (erst langsam besser, weil Bewässerung oft nicht ausreichend, klimatisch ungünstiger gelegen).
- Heute wird Industrieförderung im grossen Stil betrieben; mit mässigem Erfolg è viele migrieren in den Norden.
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Die Balkan-Halbinsel
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Bevölkerungsverteilung im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien | Die Leute leben v.a. im Hinterland, weil die dalmatische Küste offensichtlich verkehrs- und damit auch wirtschaftsmässig schlecht erschlossen ist (s.u.). Dazu kommen einige reicher besiedelte Küstenregionen. Das dinarische Gebirge ist praktisch menschenleer.
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Dalmatische Küste und Auswirkungen der Küstenform | Längsküste mit parallel verlaufenden Gebirgszügen, deren äusserste Ketten durch Krustensenkung unter Meeresspiegel liegen (è Inselketten). Es fehlen tiefe Hafenbuchten und flaches Land für Siedlungen und Häfen. Das dinarische Gebirge erschwert auch den Verkehr mit dem Hinterland. Doch ist die Küste sehr sonnig, eigentlich eine optimale Touristengegend.
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Hinterland der dalmatischen Küste (= dinarisches Gebirge) | Das dinarische Gebirge geht bis weit ins Landesinnere und, hat steinige Böden, dürres Klima, Ackerbau und Industrie fehlen fast völlig. Die Leute leben von der Schafzucht, haben einzelne Weinberge.
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Kaum grössere Hafenstädte an der dalmatischen Küste | Längsküste è keine tiefen Gewässer, wenig Schifffahrtsrinnen und natürliche Häfen.
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Karsterscheinungen im dinarischen Gebirge (vgl. auch "FAQs zur Geomorphologie") | Das dinarische Gebirge ist sehr trocken, obwohl es viel regnet, denn Wasser verschwindet sofort im zerklüfteten Kalkgestein, sammelt sich unterirdisch. Der Wald wurde schon durch Römer und Venezianer vernichtet, so dass man hier eine eigentliche edaphische Wüste antrifft. Man trifft Karren, Dolinen, Höhlen, Tropfsteine, Poljen (hier Wasser aus Stromquellen è Ackerbau). Erst weit im Osten herrschen Sandstein und Schiefer vor und damit nimmt die Vegetation auch wieder zu.
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Voraussetzungen für Ackerbau und Seefahrt in Griechenland | Querküsten und Archipele è Buchten und Inseln, natürliche Häfen. Wirtschaftliche Rückständigkeit è 27% im 1. Sektor, rückständige Landwirtschaft weil viel Gebirge, Hügelländer, Macchia, Bodenerosion è Landwirtschaft ist personal- und heute auch düngemittelaufwändig.
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Die Bora | Kalter Fallwind aus Nordosten, bringt im Winter der Balkan-Halbinsel, sogar der sonst warmen adriatischen Küste, empfindliche Kälte.
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Hauptwirtschaftszweige Jugoslawiens und Griechenlands | - Auf dem ganzen Balkan: Landwirtschaft Haupterwerbsquelle (Obst, Gemüse, Tabak, Wein, in Gr. auch Getreide).
- Slowenien und Serbien: recht stark industrialisiert.
- Griechenland: Handel und Schifffahrt bedeutend.
- In Küstengebieten wird Tourismus immer wichtiger.
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Die Pyrenäen-Halbinsel
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Die drei vorherrschenden Landschafts- und Klimatypen Spaniens und ihre Produkte | - Nordküste (La Coruña, Galizien): Jenseits des Kantabrischen Gebirges: Satte grüne Landschaft, "grünes Spanien" . Landschaftliche Vielfalt: Mittelgebirge, Wälder, Flüsse, Heiden, Äcker (Mais, Kartoffeln), üppige Weiden mit Schaf- und Rinderzucht.
- Meseta (Madrid): Zentralspanische Hochfläche, sehr heiss im Sommer, recht eisig im Winter, graubraune, nackte, rissige Erde, keine Bäume, Anbau von Weizen und Wein.
- Südküste (Valencia): An der Mittelmeerküste: Tourismus. Klima: heisse Sommer, milde, regnerische Winter. Fruchtbare Böden è intensive Landwirtschaft (Gemüse, Früchte, Getreide, Oliven, Wein, im Ebrotal Reis). Hier höchste Bevölkerungsdichte.
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Maurische Einflüsse in Spanien | - Ab 711: Eroberung durch Arabisch-berbische Mauren aus Nordafrika.
- Rückeroberung (Reconquista) erst 1492 abgeschlossen.
- Vom Kampf zeugen befestigte Kirchen und Städte.
- V.a. Niederandalusien war maurisches Kernland, intensiv bewässert, bewirtschaftet.
- Córdoba und Sevilla sind klar maurischen Ursprungs (Stadtplan).
- So auch viele Bewässerungseinrichtungen und Kulturpflanzen (Datteln, Agrumen, Baumwolle, Zuckerrohr, Reis).
- Zudem stammen viele geogr. Namen aus dem Arabischen.
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Bewässerungslandwirtschaft | Wichtig v.a. in Südostspanien (grösste Sonnenscheindauer in Europa) ist Bewässerung ergiebig. Der Wasserknappheit begegnet man mit: Brunnen, Wiederverwendung, Überleitungskanal, neue Bewässerungstechniken. Die Wasservorräte werden damit übernutzt (z.B. der Segura), dadurch versalzt das Wasser.
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Furchenbewässerung und Tropfenbewässerung | - Furchenbewässerung: herkömmliche Methode, hohe Versickerungs- und Verdunstungsverluste, Versalzung des Bodens.
- Tropfenbewässerung: Plastikschläuche mit Löchern werden am Boden verlegt, Abstand der Wasseraustritts-Öffnungen = Pflanzenabstand. Das spart Wasser (Verdunstung), versalzt den Boden weniger, Dosierung ist besser, erleichtert Düngerzufuhr, spart Arbeitskräfte, ist allerdings teuer in der Anschaffung.
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Plastik-Treibhäuser um Murcia (SE-Spanien) | Plastikfolie verhindert Entweichen von Wärme und Feuchtigkeit, sie sind unbeheizt, nutzen aber Sonnenwärme besser aus, v.a. im Küstenland westlich von Almeria. Damit kann man auch Erntezeiten gut steuern.
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Huerta und Agrar-Grossbetrieb im Vergleich | - Huerta: Garten, traditionelles Bewässerungsgebiet (Furchenbewässerung) in Südspanien. Neue Bewässerungs- und Anbaumethoden haben hier kaum eine Chance wegen kleiner Betriebsgrösse, kleiner Erntemengen, schlechter Erschliessung, konservativem Denken, starren Bewässerungszeiten und weil viele ihre Huerta nur als Hobbybauern betreiben.
- Agrar-Grossbetrieb/Agrargenossenschaften: Erwerben grosse Trockenlandstücke, machen es mit hohem Kapitaleinsatz, modernster Technik und fest angestellten Spezialisten zu gewinnträchtigem Bewässerungsland, erzeugen wenige Produkte in Riesenmengen, beliefern den internationalen Markt.
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Relief Spaniens | - Viereckige Pyrenäenhalbinsel
- nähert sich Afrika bei Gibraltar auf 14km
- Hochfläche (Meseta) im Innern, durch Randgebirge abgeschlossen, durch Kastilisches Scheidegebirge mittendurch geteilt
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Landwirtschaftliche Hauptexportprodukte Spaniens und Portugals | - Spanien: Zitrusfrüchte, Oliven, Olivenöl, Wein.
- Portugal (Ärmstes EU-Land): Wein, Fische, Meersalz, Kork (Korkeiche).
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Haupthindernis für Rationalisierung und Mechanisierung der spanischen Landwirtschaft | Ein Grossteil der Landwirtschaftsfläche gehört Grossgrundbesitzern (kein Interesse, weil konservativ und weil kein direkter Gewinn), wird von Pächtern und Taglöhnern bearbeitet (kein Geld und kein Interesse, weil nicht Besitzer des Landes) è kaum Rationalisierung.
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Westeuropa
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Länder Westeuropas | Länder am Atlantik zwischen den Pyrenäen und dem Norden der Britischen Inseln, meist inkl. Benelux-Länder.
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Prägende Klimafaktoren an der Westküste Europas | Ozean, Golfstrom, Westwinde.
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Verlauf der Januar- und Juli-Isothermen über GB und F | Jan.: Praktisch parallel zu den Längengraden (Golfstrom). Jul.: Ziemlich breitengrad-parallel, über den Landmassen etwas nach Norden verschoben.
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Frankreich
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Entstehung von Schichtstufenlandschaften und Zeugenbergen | Im Pariser Becken (Kernland Frankreichs) liegen in der Mitte (Ile-de-France) die jüngsten Gesteinsschichten, gegen Osten und Westen treten immer ältere, tiefer liegende Schichten mit aufgebogenen Rändern hervor. Harte Schichten bilden steil abfallende Stufen (Schichtstufen, Rippen, Côtes). Zum Ärmelkanal bildet sich eine Steilküste (Falaises). Die Seine sammelt alle Flüsse ins Pariser Becken, führt sie über Rouen ins Meer. Fortsetzung des Pariser Beckens: Londoner Becken. Zeugenberge: Einzelne einer Stufe vorgelagerte Hügel.
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Regionen Frankreichs | - Mitte: Ile-de-France (Getreide, Zuckerrüben)
- Osten: Champagne (Trockenheit, Kalkböden, Weinanbau)
- Norden: Picardie (gute Böden, Weizen, Mais)
- Westen: Normandie
- Süden: Orléanais.
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Zentralismus in Frankreich | Paris: Natürlicher Mittelpunkt des Pariser Beckens, Knotenpunkt schiffbarer Flüsse (Seine, Marne), Nähe grosser Meerhäfen. Verwaltung, Wirtschaft, Verkehr, Erziehung, Wissenschaft, Kunst, alles ist auf Paris konzentriert, sogar die meisten Landwirtschaftsprodukte werden erst nach Paris gebracht, von dort wieder verteilt: "Paris, c'est la France."
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Villes Nouvelles | Nebenzentren am Stadtrand von Paris: Cergy, Evry, Marne-la-Vallée, Melun-Sénart, St-Quentin-en-Yvelines.
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"Métropoles d'Équilibre" | 1963: Ausscheidung der Gleichgewichtszentren zu Paris, sollen schnell wachsen um Wachstum in Paris zu bremsen, durch Kulturinstitute, Schulen, Universitäten, Forschungsstätten.
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Die wichtigsten Meereshafenstädte Frankreichs | Dunkerque (N), Le Havre (NW), Marseille (SE)
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Die wichtigsten Binnenhäfen Frankreichs | Paris, Tancarville (NW), Strassbourg (NE), Lyon (E)
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Vorherrschende Industriebranchen | - Paris: Alles
- "Nord" (Lille): Alles
- Côte d'Azur (Marseille): Produktforschung, Kommunikation, Elektronik, Energie, Grundlagenforschung
- Elsass/Lothringen (Metz, Strassbourg): Kommunikation, Automatisierung, Grundlagenforschung, Pharmaforschung.
- Rhone/Alpes (Lyon): Automatisierung, Elektronik, alles.
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Gezeiten | - Entstehen durch Mond und Sonne.
- 4 Gezeitenwechsel pro 24h 50' (2*Ebbe, 2*Flut).
- Mond, Sonne, Wind, Küstenform, Grösse des Gewässers haben Einfluss
- Springflut: Sonne und Mond (bei Voll- und Neumond) è gross
- Nippflut: Mond, Sonne dagegen è klein
- Sturmflut: Mond, Sturm (ev. Sonne) è gross
- Tide: Gezeiten, auf offener See nur ca. 0.5 m.
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Bau und Funktionsweise eines Gezeitenkraftwerks | Bucht von Saint-Malo: 1961-1967 wurde mit einem Damm die Bucht der Rance abgeriegelt è Gezeitenkraftwerk "La Rance" mit 6 Wehren, 24 Rohrturbinen, erzeugt jährlich 610Mio. kWh (grosses CH-Flusskraftwerk). Voraussetzung: Fluthöhe mehrere Meter (z.T. durch Pumpen erreicht).
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Günstige Bedingungen für Gezeitenkraftwerke an Frankreichs Westküste | Frankreich grenzt mit seiner Westküste an den Atlantik, der ein sehr grosser Ozean ist. In grossen Ozeanen sind die Gezeiten stärker; besonders stark in trichterförmigen Buchten und v.a. im Ärmelkanal (Wasser von beiden Seiten).
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Küstentypen Frankreichs | - Norden: Falaise, Sanddünen, (Ästuar: Seine-Mündung)
- Westen: Felsen, Dünenküste, (Ästuar: Loire-, Dordogne-, Garonne-Mündung), Riasküste (Bretagne)
- Süden: Dünenküste, Felsenküste, (Delta: Rhône-Mündung)
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Relief | - Alpen-Jura-Vogesen-Ardennen-Flandern: Verbindung mit dem Kontinent.
- Nordosten: offene Landschaften
- Südosten, Südwesten: Hochgebirge (Alpen, Pyrenäen)
- Drei Seiten flache Küsten (Ärmelkanal-Atlantik, Mittelmeer)
- Zentrales Gebirgsland (Massif Central)
- Beckenlandschaften und Grabensenken (Pariser-Becken - Garonne-Becken - Rhône-Saône-Graben)
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Bevölkerungsverteilung Frankreichs und laufende Trends | Dünn besiedelt mit ständiger Abwanderung: Zentralmassiv, Westalpen, Pyrenäen. Immer noch ziehen die meisten Leute nach Paris.
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Die Britischen Inseln
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Klima in GB | Recht ungünstig, weil oft feucht-kalt (ozeanisch, aber 50°-60° N).
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Landwirtschaft | - Anbauregionen: NE (Korngrafschaften, Gelbes England), S/SW (Grasgrafschaften, Grünes England).
- Anbaubedingungen: Mittelmässige Böden, eher ungünstiges Klima, aber modernste Methoden. Problem: Man hat sich lange auf Lieferungen aus Kolonien verlassen, seit 2. WK Förderung.
- Anbauprodukte: Rinder, Schafe, Weizen, Gerste, Zuckerrüben.
- Vergleich mit Irland: Dort viel traditioneller, zudem einseitig davon abhängig (deshalb Auswanderung bei Kartoffel-Missernte).
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Industrie | - Bedeutende Industriezweige: Stahlindustrie, Textilindustrie
- Industriezentren: grundsätzlich im Schwarzen England, den Midlands (W), Jahrzehntelang war England führend. Grund: Führende Wissenschaft, Technik (Erfindungen!), Kohlelager, Eisenerzlager, Schafwolle, Baumwolle (Übersee), Erdöl- und Erdgaslager.
- Krise seit Jahren: Billigkonkurrenz, nicht rechtzeitig modernisiert, wenig Subventionen.
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SMOG | - Kunstwort: Smoke & Fog
- Entsteht v.a. bei Inversionslage, d.h. Umkehr der Temperaturverhältnisse (oben plötzlich wieder warme Schicht) im Winter: Schwere, kalte Luft steigt nicht weiter auf, Abgase, Rauch und Staub werden über London gesammelt (11.7 t Kohlestaub / km2 und Jahr).
- Besonders gefährlich: Mit dem Feinstaub atmet man auch SO2 ein. Schäden treten auch an Natur und Gebäuden auf. (Englische Billigkohle beinhaltet besonders viel Teer).
- Heute hat man es besser im Griff durch Umstellung der Heizungen auf Erdgas, Erdöl, Koks, Anthrazit, Elektrizität.
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Auswanderungswelle aus Irland | 15% der Bevölkerung hängen heute von Landwirtschaft ab (Gerste, Kartoffeln, Flachs, Rind-, Schaf- und Pferdezucht). Durch Missernten, Hungersnöte und Seuchen waren 1850-1900 4 Mio. zum Auswandern (meist in die USA) gezwungen, heute Emigration im Griff.
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Zum Relief | Im Zentrum: Penninisches Gebirge, im Westen: Cambrian-Gebirge, 3/4 der Fläche sind Gebirgsland, im Norden uralte Rumpfgebirge (kaledonisch; Silur, Ordovicium: 450 Mio. Jahre)
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Commonwealth Staaten | 1931: "Commonwealth of Nations" wird neuer Name des "British Empire" . Mitglieder u.a.: GB, Nordirland, Kanada, Australien, Neuseeland, Indische Union, Singapur, Kenia, Uganda, Tansania, Ghana, Nigeria, Südafrika.
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Mitteleuropa
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Allgemeine Charakteristik | Mitteleuropa liegt in Europas Mitte. Reliefzonen (ziehen sich quer von W nach E durch): Tiefland (N), Mittelgebirge, Tafelländer/Beckenlandschaften, Hochgebirge (S).
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Im Stromgebiet des Rheins
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Die fünf Abschnitte des Rheins | - Alpenrhein vom Tomasee bis Fussach
- Bodensee bis Stein am Rhein
- Hochrhein bis Basel
- Oberrhein bis Bingen
- Mittelrhein bis Bonn
- Niederrhein bis zum Meer (Rotterdam)
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Wasserführung des Rheins bei Basel und bei Rees (Niederrhein) | - Basel (Hochrhein/Oberrhein): Spitze im Juni (wegen Schneeschmelze)
- Rees (Niederrhein): Spitze im Februar (wegen Zuflüssen aus tieferen Regionen und Küstenregionen, die winters viel Niederschlag haben).
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Oberrheinische Tiefebene (ORT) | - Entstehung: Aufwölbung und Einbruch im Zuge der Alpenfaltung (Obere Kreide 120Mio), Einbruch (Eozän, 45 Mio.), nie vergletschert.
- Landschaft zwischen Schwarzwald und Vogesen: Grabenbruch.
- Schichtstufenlandschaft östlich des Schwarzwalds: Neckarland / Schwäbische Alb.
- Die ORT ist landwirtschaftlich wertvoll, weil geschützt (Kessellage für Wein!), wegen Lössböden und vulkanischer Asche (Kaiserstuhl).
- Durch Korrektur im 19. Jh. wurden viele Flussschlingen des Oberrheins mit Dämmen abgeriegelt, der Fluss begradigt und verbreitert. Dadurch wurde die Strecke kürzer, Gefälle und Erosion grösser è automatische Flussbettvertiefung, Sumpfentwässerung, Grundwasserspiegelsenkung è beginnende Versteppung (Problem zu lösen durch Wehranlagen, Rückhaltwerke, Rückhalteräume, Auenerweiterung).
- Städte in der ORT: Freiburg, Colmar, Strassburg, Karlsruhe, Heidelberg, Frankfurt am Main.
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Mittelrhein | Entstehung des Durchbruchstals des Mittelrheins durch das Schiefergebirge (Mittelgebirge): Antezedenz, d.h., erst war der Fluss, seine Erosion konnte mit dem Tempo der Gebirgshebung mithalten. Vgl. Klus, z.B. Klus von Moutier (JU), wo die Birs sich durchs Gebirge gefressen hat.
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Maar | Vulkanischer Explosionstrichter, heute oft wassergefüllt.
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Europakanal | Praktisch alle grösseren Flüsse Deutschlands fliessen von Süd nach Nord. Der Europakanal soll sie von West nach Ost verbinden: Rhein, Main, Donau, Isar und Inn.
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Ruhrgebiet | - Wo der Rhein aus dem Mittelgebirge ins Tiefland tritt, erstreckt sich gegen Osten das Ruhrgebiet mit 18 Industriestädten und v.a. Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie auf engstem Raum.
- Entstanden ist die Eisenindustrie im Mittelgebirge wegen Eisenerz und Wäldern zur Braunkohleerzeugung. Im 18./19. Jh. stellte man von Braunkohle auf Koks um è Verlagerung der Eisenhütten zu den Steinkohlevorkommen im Ruhrgebiet.
- Wegen geringer Eisengehalte dt. Erze verwendet man seit dem 2. WK nur noch Eisenerz aus Brasilien, Australien, Kanada, Liberia, Schweden.
- Duisburg, grösster Binnenhafen der Welt, hat da extrem gute Karten.
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Kohle | - Steinkohle entstand vor 200-400 Mio. Jahren aus Holz unter Luftabschluss und Druck.
- Braunkohle hat viel geringeren Heizwert, ist 1-50 Mio. Jahre alt.
- Abbau von Steinkohle im Ruhrgebiet in Kohlebergwerken (Zechen) mit Kohlenhobel und/oder Walzenschrämlader.
- Zeche: Bergwerk, Förderschacht: Förderschacht, Wetterschacht: Frischluftschacht, Sohle: Förderetage, Flöz: Rohstoffführende Schicht, Stempel: Deckenstütze, Grubengas: Methan, Schlagendes Wetter: Entzündung von Methan und Kohlestaub, Taubes Gestein: Schicht ohne Rohstoff, Abraum: Abgeräumtes Material ohne Rohstoff.
- Bei der Verkokung von Steinkohle wird der C-Anteil aufgemöbelt durch Entfernung von Steinkohle-Teer, Schwefel etc.
- Kokereien befinden sich meist in der Nähe von Kohlezechen und Eisen-/Stahlwerken.
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Schwerindustrie | - Vom Eisenerz zum Stahlhalbfabrikat:
- Sintermaschine: Fe2O3 wird mit Kalk vermengt, Korngrösse ausgeglichen.
- Hochofen: Fe2O3 wird mithilfe von Koks zu Roheisen reduziert.
- Stahlwerk (Konverter): Roheisen wird von Beimengungen wie P4 befreit, damit zu elastischem Stahl (Sauerstoff-Blasverfahren).
- Walzwerk: Glühende Stahlblöcke werden zu Balken, Schienen, Drähten, Blechen etc. verarbeitet.
- Stahl ist durch Entschlackung biegsam und schmiedbar gemachtes Eisen.
- Standortfaktoren: Verkehr, Kohle, Arbeiter, Steuern.
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Rotterdam (Europoort) | - Grösster Hafen der Welt weil: Rhein bedeutendste Binnenwasserstrasse des Kontinents, mittlere Gezeitenunterschiede klein è keine Schleusen, offener Hafen / Fluthafen, Schwerpunkt der niederländischen Industrie (Ölraffinerien, Chemische Werke, Schwerindustrie, Reedereien), direkte Verbindung ins Ruhrgebiet, günstige natürliche Lage (Ästuar des Rheins).
- Wichtigste Umschlaggüter: Öl, Erz, Kohle, Getreide.
- Warum für Schweiz wichtiger als Marseille: Rhein besser schiffbar als Rhône, Marseille nur Mittelmeerhafen.
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Rheinverschmutzung | - Jede grössere Stadt, jedes Industriegebiet führt dem Rhein Abwasser zu, so dass Rotterdam sein Trinkwasser aus der Maas entnehmen muss.
- Schadstoffe: Düngerrückstände, org. Material (Haushalte, Landwirtschaft), Salz (Kaliindustrie bei Mülhausen), Schwermetalle (Industrie, über Schlamm è Dünger auf die Felder, über Nahrungskette in Fische), organische Gifte (DDT).
- Mit Vorschriften über verminderte Verschmutzung, bessere Reinigung ist man auf dem richtigen Weg, aber noch weit vom Ziel entfernt.
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Das Tiefland Mitteleuropas
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Geographische Ausdehnung | Zwischen den Mittelgebirgen und den Küsten von Nord- und Ostsee. Von den Niederlanden her setzt es sich unter stetiger Verbreiterung bis nach Osteuropa fort.
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Entstehung der Landschaft | Glazial bestimmt: Während der Eiszeiten stiessen mehrmals die Gletscher von Skandinavien her vor, liessen vor ihrer Stirn Moränen zurück, bildeten Schmelzwasserläufe, lagerten Kies und Sand ab (heute zu sehen im westlichen Teil des Tieflands von NL bis DK).
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Geest, Hügelland und Marschland | - Geest: "wüst" : Landschaft auf dem Moränenmaterial der älteren Eiszeiten, früher unfruchtbar (Kies, Sand), vor Sturmflut der Nordsee durch Höhe sicher.
- Hügelland: Landschaft auf dem Moränenmaterial der letzten Eiszeiten, feucht, Seen, Ackerland, vor Sturmflut der Nordsee durch Höhe sicher.
- Marschland: Säumt die Küste, liegt tiefer, ist sehr fruchtbar aber ständig vom Meer bedroht, postglazial entstanden aus Schlamm- und Schlickablagerungen von Meer und Flüssen.
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Urstromtäler | Schmelzwasser-Täler eiszeitlicher Gletscher (quer zur Fliessrichtung der Gletscher), beim Rückzug der Gletscher bildeten sich jeweils neue, parallel liegende Täler.
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An Nordsee und Ostsee
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Massnahmen zum Küstenschutz an der Nordsee | - Küste zwischen belgischer Grenze und Dänemark.
- Früher hielten natürliche Dünenwälle die Fluten zurück.
- Seit 500 v. Chr. steigt der Meeresspiegel infolge Landsenkung.
- Erst baute man Siedlungen auf künstlichen Hügeln: Warften/Wurten.
- Im 11. Jh. begann man mit Deichen in Genossenschaften, heute macht das der Staat (moderne Deiche zu teuer). Deichverbände/Deichwehr (sowas wie Feuerwehr) macht Kontrolle und Ausbesserung.
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Marschland, Siel, Hallig, Warft, Priel, Wattenmeer, Koog, Polder | - Marschland: Fruchtbarer, tiefliegender Küstensaum aus Schlamm- und Schlickablagerungen.
- Siel: Deichschleuse: Durchlass im Deich zur Entwässerung.
- Hallig: Reste einstigen Marschlandes, die bei Flut als Inseln aus dem Wattenmeer vor der Küste Nordfrieslands hervorragen.
- Warft: Künstlich aufgeworfene Hügel auf einer Hallig, auf denen Wohnbauten errichtet wurden.
- Priel: Rinne im Boden des Wattenmeers.
- Wattenmeer: Gebiete des Meeres, die bei Ebbe trocken fallen, bei Flut aber vom Meer bedeckt sind.
- Koog: Eingedeichtes Marschgebiet in Norddeutschland.
- Polder: Eingedeichtes Neuland in den Niederlanden.
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Landgewinnung in den Niederlanden | - V.a. früher hat man mit Lahnungen (Holzpflöcken) die Akkumulation von Schwemmmaterial gefördert.
- Heute (im grösseren Stil):
- Man bildet erst einen Abschlussdeich um Gezeiten und Sturmfluten abzuhalten und das Gebiet langsam zu entsalzen (Süsswasserzufluss).
- Dann bildet man kleinere Ringdeiche ins bereits durch den Abschlussdeich abgegrenzte Wasser.
- Schliesslich wird das Gebiet hinter den Ringdeichen entwässert, Polder: Neuland entsteht. Allerdings dauert es noch rund 30 Jahre, bis der Salzgehalt für Ackerbau adäquat ist..
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Entstehung der Provinz Flevoland (Holland) | Die Provinz Flevoland wurde von ca. 1930-1960 dem Meer abgerungen. Dies durch die oben dargestellte Methode, indem die Zuidersee durch Abschlussdeich abgetrennt und zum Ijsselmeer gemacht wurde und dann durch Ringdeiche Landstücke gewonnen und leergepumpt wurden.
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Deltaplan | 1987: Vollendung des Deltaplans (nach Flutkatastrophe 1953): Verschiedene Dämme im Mündungsgebiet des Rheins und der Waal, die die vormals salzigen Meeresarme z.T. (für Landwirtschaft, Grundwasser) in Süsswasserseen verwandeln, z.T. aber nur bei Gefahr hochgezogen werden (Schutz von Flora und Fauna).
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Hamburger Hafen | - Liegt 105 km von der Elbemündung bei Cuxhaven (Nordseehafen), grösster Hafen Dtls (Tidehafen).
- Fluthafen/Tidehafen: Es sind keine Schleusen zu passieren, da die Tiden relativ gering sind.
- Dockhafen: Schleusen halten den Wasserspiegel im Hafenbecken konstant.
- Nord-Ostsee-Kanal: Mündet in Unterlauf der Elbe, damit wird Hamburg gleichzeitig zum Ostseehafen, der Kanal ist auf Meereshöhe, aber mit Schleusen beidseits wegen Wasserstandsschwankungen.
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Nord- und Ostsee im Vergleich | - Nordsee: Schelfmeer, warmes Wasser (Golfstrom), salziger (weniger Zuflüsse), starke Gezeiten: grosses Meer, Wattenküste.
- Ostsee: Binnenmeer, kalt, weniger salzig (viele Zuflüsse), schwache Gezeiten: kleines Meer, Förden-, Bodden-, Ausgleichs-, Haffküste.
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Typische auf das Eiszeitalter zurückgehende Küstenformen am Südrand der Ostsee | - Fördenküste: Tief ins Land eingreifende, durch Schmelzwasser des Inlandeises geschaffene Meeresbucht der Ostsee.
- Boddenküste: Stark gelappte Küstenform, durch das Eindringen des Meeres in Grundmoränenlandschaft entstanden.
- Ausgleichsküste: Gradlinig verlaufende Küste, durch Abtragung von Vorsprüngen und Aufschüttung von Buchten entstanden (durch Meeresströmungen).
- Haffküste: Küstenparallele Strömung und in stumpfem Winkel auftreffende Wellen haben langgezogene Kies- und Sandwälle (Nehrungen) geschaffen, die nun weite Meeresbuchten (Haffe) abtrennen. Meerwind hat auf den Nehrungen hohe Dünen aufgeworfen.
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Die Staaten Mitteleuropas
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Die Grenzen Deutschlands | - 1937: Deutsches Reich: Riesengebilde
- 1945: Teilung in vier Besatzungszonen, Teile rechts der Oder-Neisse-Linie gehen an Polen.
- 1949: Drei Westzonen è BRD, Ostzone è DDR
- 1990: (3.10.): Deutsche Einheit. Problem: Ost-West-Gefälle.
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LPG | Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft der DDR, heute vorbei!
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Kohleabbau in der ehemaligen DDR | - Braunkohleabbau im Tagbau mit riesigen Abraumbaggern (riesige Stahl-Schaufelräder zum Baggern und Abräumen) è Riesige Wüstenlandschaften, deren Rekultivierung grosse Schwierigkeiten bereitet.
- V.a. in der Ex-DDR (wollte autark sein) wurde Braunkohle zum Heizen, für Chemie und v.a. auch für Braunkohlekraftwerke (Verstromung) gebraucht.
- Das Problem dabei ist, dass die Kohle recht minderwertig, d.h. reich an Asche, Salz und Schwefel ist è Umweltbelastung.
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Regionen des dt. Reliefs | - Süddeutschland: Deutsche Alpen, Fortsetzung der Schweizer Alpen, darauf Alpenvorland, dem Mittelland entsprechend (Schwäbisch-bayerische Hochebene) aus Meeresablagerungen, Moränen, Schotterebenen.
- Mitteldeutschland: Südlich des Mains: Schichtstufenland, Kalkplateaus (Schwäbische Alb, Fränkische Alb, Schwäbisch-fränkisches Schichtstufenland), Fortsetzung des Tafeljuras. Gebirge beidseits des Rheins, nördlich des Mains: Rumpfgebirge
- Norddeutschland: Tiefland unter 200m, junge Ablagerungen der skandinavischen Gletscher, der Flüsse, des Meeres, der Winde.
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Windmühlen in den Niederlanden | Früher zur Entwässerung der Depressionsgebiete, heute für die Touristen.
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Grachten | Kanäle, z.B. in der Altstadt von Amsterdam (früher eine der bedeutensten Handelsstädte), die auf Pfählen erbaut ist, die durch Schlamm und Moorgrund in den festen Sandboden eingerammt wurden.
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Belgien | - Mittelalterliche Welthandelsplätze in Flandern: Brügge, Gent.
- Damalige Handelsgüter: Tuch, Leinen, Spitzen.
- Siedlungsgebiet der Flamen (niederländisch) im Nordwesten, der Wallonen (französisch) im Südosten.
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Österreich und Wien | - Bundesländer und Hauptstädte (WàE): Vorarlberg (Bregenz), Tirol (Innsbruck), Salzburg (Salzburg), Osttirol, Kärnten (Klagenfurt), Oberösterreich (Linz), Steiermark (Graz), Niederösterreich (Wien), Burgenland (Eisenstadt).
- Lage Wiens am Ostrand: Österreich-Ungarn.
- Mittelalterliches Wien: Wien als Bollwerk und Retterin der abendländischen Kultur (gegen Türken)
- Kaiserliches Wien: monumentale öffentliche Bauten (Staatsoper, Parlamentsgebäude, Burgtheater) im Gebiet der ehemaligen Schanzen (2. Stadtring).
- Rotes Wien: Sozialer Wohnungsbau im Gebiet des äussersten Stadtrings.
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In Südosten Europas
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Zum Relief | - Länder haben Binnenland-Charakter, obwohl alle (ausser Ungarn) ans Meer grenzen (wegen kontinentaler Lage und geringen Einflusses der Binnenmeere).
- Die Balkanhalbinsel ist gebirgsreich: Ostalpen, Karpaten, Dinarisches Gebirge. Sie umschliessen weite Beckenlandschaften mit eingewehtem Löss è aussergewöhnlich fruchtbar.
- Die Donau durchbricht die Gebirgsketten.
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Klima und Vegetation | - Klima: Kontinental wegen Gebirgszügen, die das Gebiet allseitig umschliessen. Winterliche Nordoststürme von Südrussland bedingen lange Frostperioden (Donau unten lange vereist).
- Vegetation: Ursprünglich v.a. Wald, von baumlosen Steppeninseln durchsetzte (südrussisch-asiatisches Steppenklima). Heute verdrängt intensive Nutzung des Bodens die Steppe fast völlig.
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Landwirtschaftliche Hauptprodukte | Weizen, Mais, Sonnenblumen, Melonen, Tomaten, Paprika, Tabak, Wein, Obst.
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Donau | - Donau: Länge: 2'870 km, Einzugsgebiet: 817'700 km2, Wasserführung: 6'400 m3/s.
- Rhein: Länge: 1'320 km, Einzugsgebiet 224'400 km2, Wasserführung (Mündung) 2'200 m3/s.
- Fazit: Die Donau ist mehr als doppelt so mächtig als der Rhein.
- Geringe Bedeutung der Donau als Wasserstrasse, obwohl nach Wolga 2.-grösster Fluss Europas: Mündung in ein Binnenmeer, Politische Zersplitterung und wirtschaftliche Schwäche der Anrainer hemmt Ausbau, sicheren Handel, Verbindungen zu anderen Wasserstrassen, Vereisung im Winter und Hindernisse im Fluss (Eisernes Tor).
- Bedeutung der Donauschifffahrt nahm nach dem 2. WK. zu wegen zunehmender Industrialisierung der Anrainerstaaten.
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Ungarn | - Puszta: Ausgedehntes Steppengebiet der ungarischen Tiefebene.
- Löss: Vom Winde verwehter und abgelagerter Flugstaub, bildet sehr fruchtbare Ackerböden.
- Veränderung der Nutzung der Puszta:
- Türkenzeit: Grossherden (Rinder, Pferde, Schafe).
- Ruhige nachtürkische Zeit: Ackerland erweitert.
- Kollektivierung: maschinelle Bewirtschaftung.
- Heute: Puszta weitgehend kultiviert, Reste zwischen Theiss und Debrecen.
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Rumänien | - Hauptlandschaften:
- Altrumänien (Moldau, Walachei):, Gebiete auf der Aussenseite der Transsilvanischen Alpen. Bezeichnung, weil Fürstentümer Moldau und Walachei sich schon 1859 zu Staat zusammenschlossen.
- Neurumänien (Siebenbürgen, Banat): Gebiet eingeschlossen durch Karpatenbogen und Bihargebirge, kam 1918 dazu
- Sprache: Romanische Sprache inmitten slawischer Völker durch Vermischung der Daker mit römischen Kolonisten. Die Slawen stiessen im 4. Jh. vor und isolierten die Rumänen.
- Chemische Industrie in der Walachei wegen ehemals reicher Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Tiefebene.
- Minderheiten in Siebenbürgen und Banat: Ungarn, Deutschsprachige (Siebenbürger Sachsen), angesiedelt seit dem 12. Jh. zum Schutz gegen Mongolen, Tataren, Türken, brachten hochentwickelte Landwirtschaft, Bräuche. Soziale Kollektivierung nach dem 2. WK. veränderte das.
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Im Norden Europas
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Merkmale und Gemeinsamkeiten der nordischen Staaten | Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Island: Lage in höheren nördlichen Breiten, Sonnenstand und jahreszeitliche Unterschiede der Tageslänge, Klimaverhältnisse, Waldreichtum, Bescheidene Landwirtschaft, schwache Besiedlung, Grössere Siedlungsdichte nur in südlichen Küstenstädten, Weite Entfernungen zwischen Siedlungen, sprachliche Verwandtschaft, geschichtliche Beziehung, Zusammengehörigkeitsgefühl.
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Golfstrom und das Klima Skandinaviens | Im Golf von Mexiko hat das Meerwasser 25°C, am Nordkap immer noch 5°C (Jahresdurchschnitt). Die vom Golfstrom an der Küste Norwegens jährlich abgegebene Wärme entspricht einem Heizwert von 1 Mrd. t Heizöl (Schweiz braucht jährlich 12 Mio.).
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Mitternachtssonne, Polarnacht, Polartag | - Mitternachtssonne: Die während des Polartags selbst um Mitternacht scheinende Sonne.
- Polarnacht: Zeitraum im Winter, in dem die Sonne in der Polarzone niemals über den Horizont aufsteigt.
- Polartag: Zeitraum im Sommer, in dem die Sonne in der Polarzone niemals unter den Horizont absinkt.
- Polarkreis: Breitenkreis, 66.5° vom Äquator, 23.5° von der Erdachse, begrenzt die Polarzone.
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Dänemark | Landwirtschaft hat sich auf Veredelungswirtschaft spezialisiert: Es wird Getreide (Gerste) angebaut und direkt an Rinder, Schweine, Hühner verfüttert, um dann Milch, Milchprodukte und Fleisch zu exportieren.
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Norwegen | - Inlandeis: 2-3 km dicker eiszeitlicher Eisschild über Nordeuropa.
- Schärenküsten: Ertrunkene Rundhöckerlandschaft (glazial geschliffene Felsen).
- Fjorde: Ertrunkene U-Täler (glazial ausgehobelt).
- Fjell: Höhere Landschaftsteile, glazial zu gewellter Hochfläche umgeformt, unwirtliche Hochfläche mit spärlicher Vegetation.
- Wichtigste Wirtschaftszweige: Fischfang und -zucht, Erdöl und Erdgas (alles im Meer).
- Dorschfischerei: (Kabeljau): Leben sommers in der Barentssee (Spitzbergen), kommen winters ab NW-Küste südwärts, Fangründe liegen beim Westfjord zwischen den Lofoten und dem Festland. Die Fischer sind hauptberuflich meist Bauern. Der Kabeljau wird z.T. in Fabrikschiffen direkt konserviert, z.T. auf Trocknungsgestellen luftgetrocknet.
- Hochseefischerei: Auf internationalen Gewässern mit grossen Fischdampfern (Trawlern), Schleppnetzen, Treibnetzen, Ringwaden, auf den Schiffen sofort in Eis verpackt oder sogar filetiert.
- Lachszucht: Neuer Wirtschaftszweig, weil technisch schwierig: Wildlachs braucht 2 Jahre Süsswasser mit Gegenstromanlage (Bergbach), danach Salzwasser è Investition wie Verdienst hoch.
- Probleme bei der Erdölförderung: Erdöl und Erdgas in Offshore-Vorkommen, es fehlen aber neue Vorkommen, die Preise sind instabil, Konflikte mit Fischern treten auf, Wasserverschmutzung.
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Schweden | - Kiruna: hat 1.5-2 Mrd. t Eisenerz bester Qualität (65-67%). Anfänglich betrieb man Tagbau, heute Untertagbau.
- Für Eisenerztransport von Kiruna wurde Eisenbahn nach Narvik (Westküste) gebaut, obwohl schwieriges Gelände und bestehende Eisenbahn nach Lulea (Bottnischer Meerbusen), weil Bottnischer Meerbusen oft zugefroren, Meerengen etc. (Transport erfolgt aber auch über Lulea).
- Wichtigste Industriezweige: Holz, Metall, Wasserkraft.
- Besonderheiten des Sozialstaats: Starke Sozialisierung (Bergbau, Industrie, Transport, Banken, Bildung, Gesundheitswesen, Fürsorge), hohe Steuern, dafür viele Gratis-Leistungen.
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Finnland | - Waldwirtschaft: Wichtig, weil Landwirtschaft fast unmöglich und sehr holzreich. Transport mit Flösserei (am billigsten) und per Lastwagen (am schnellsten) è grosse Holzindustrie (Möbel, v.a. Papier).
- Finnische Seenplatte: Im Landesinnern, wäre (runtergedrückt durch Gletschereis) unter Wasser, wenn nicht isostatische Landhebung...
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Die Samen | Wirtschaftsformen früher: Rentierherden, Nomadismus (auf Skiern, im Zelt). Heute: Kulturgut geht verloren durch Motorschlitten, Radio, Fernseher, Helikopter, Grenzziehung nach 2. WK.
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Island | - Geysir: Heisse Quelle, deren Wasser durch den Druck des Dampfes bisweilen in die Höhe geschleudert wird.
- Therme: Heisse Quelle.
- Foss: Wasserfall, dort wo Flüsse am Rande des Hochlands ins Tiefland stürzen.
- Plateaugletscher: Gletscher einer Hochfläche, der am Rand nur mit kleinen Zungen tiefer hinunterreicht.
- Sander: Aus Schottern und Sand bestehende, von vielen Wasserläufen durchzogene Ablagerung im Gletschervorfeld.
- Schildvulkan: Flacher, schildförmiger Vulkan mit eher effusivem Vulkanismus (basische Lava) z.B. Hekla auf Island.
- Geothermik: Auf Island ist die Erdkruste besonders dünn è Heisses Magma dicht unter der Oberfläche è Wärme ist anzapfbar (Grundwasser wird z.B. beheizt).
- Weil Island auf dem MOR liegt, häufen sich hier vulkanische Phänomene und die Insel wächst ständig (innen kommt neues Material dazu).
- Die Landfläche Skandinaviens wächst auch, aber wegen isostatischer Landhebung (Inlandeismassen fallen weg), hebt sich also aus dem Meer.
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Isostatische Landhebung | Gleichgewichtshebung infolge Abschmelzens des Inlandeises.
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Unterschiede in der Bevölkerungsverteilung zwischen Nord- und Mitteleuropa | Skandinavien ist (mit Ausnahme Dänemarks) sehr schwach besiedelt. Grössere Zentren bestehen nur unmittelbar am Meer und in südlichen Regionen. Moderne Kommunikations- und Verkehrstechnologien konnten die starke Binnenwanderung in diese Ballungsräume deutlich drosseln.
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Europa als Ganzes
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Naturraum: Landschaftsformen (Bau- und Oberflächenformen) | - Tafelländer: N-Dtl., Polen, DK, Russland
- Rumpfebenen: Schweden, Finnland, Baltischer Schild
- Alte Rumpfgebirge (kaledonisch): Skandinavisches Küstengebirge, N-England
- Mittelalte Rumpfgebirge (herzynisch/variskisch): Mittelgebirge, Massif Central, Schwarzwald / Vogesen
- Falten-/Deckengebirge: Italien, Balkan/Adria, Alpen
- Vulkangebiete: (Italien, Griechenland), Island
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Klima und Pflanzenwelt | - Mediterran: Cs, Mittelmeerraum, Sehr warm (10°C - 28°C), Regen im Winter, trockene Sommer, Hartlaubgewächse.
- Ozeanisch: Westküste Europas, warm (5°C - 15°C), immer feucht, Laubwald
- Kontinental: Russland, -5°C - 22°C, wenig Niederschlag, sommers etwas mehr, Steppe.
- Nordeuropäisch: Skandinavien, kalt (-12°C - 12°C), wenig Niederschlag, sommers mehr, Nadelwald, Taiga, Tundra.
- Übergangsklima: Mitteleuropa, 0°C - 18°C, viel Niederschlag, v.a. sommers, Naturklimax: Buchenmischwald.
- Hochgebirgsklima: Alpen, -12°C - 3°C, sehr viel Niederschlag, v.a. sommers, Alpenflora (taiga-tundra-ähnlich).
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Volksgruppen und Wanderungen | - Völkerwanderungen in der Frühgeschichte: Einwanderung aus Osten und Südosten nach Europa, Vermischung mit Urbevölkerung, noch in geschichtlicher Zeit: Hunnen, Bulgaren, Ungarn, Türken.
- Völkerwanderungen heute: Einzelne und kleine Gruppen wandern aus nach Amerika, Australien, Afrika, Asien; Saisonniers, Pendler kommen zu uns aus dem Süden, Flüchtlinge aus Afrika, Asien, Osteuropa kommen hierher.
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Europäische Zusammenschlüsse | - EWG è EG è EU: Europäische Union: Kultur, Politik, Soziales, Währung fusionieren, gegr. 1957, Sitz in Brüssel, fast alle Nicht-EFTAs (ausser Osteuropa).
- EWR: Europäischer Wirtschaftsraum, Wirtschaftszusammenarbeit, Anerkennung von Normen und Standards, Liechtenstein, Norwegen.
- EFTA: European Free-Trade Association, Zollerleichterung, Wirtschaftszusammenarbeit, gegr. 1960, Sitz in Genf, CH, Island, Liechtenstein, Norwegen (die ganz reichen).
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Unterwegs in Europa | - Grundsätzliche Entwicklung 1970-1990:
- Strassenverkehr nimmt stark zu, Gütertransport stärker als Individualverkehr.
- Schienenverkehr stagniert und nimmt leicht ab, Gütertransport stärker als Individualverkehr.
- Gründe: Externe Kosten (Umweltverschmutzung durch Strassenverkehr) müssen nicht vom Verursacher übernommen werden è Strasse ist viel zu billig.
- Knick bei 1974: Ölkrise (Strassenverkehr runter, Schienenverkehr hoch).
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