Springreiten

Die Springturniere finden auf einem eingezäunten Platz im Freien oder in einer Halle statt. Der Boden kann aus Sand bestehen oder grasbewachsen sein; in geschlossenen Räumen kann es Sägemehl oder ein anderes Material, dass weich und nicht rutschig ist. Neben dem Springplatz auf dem das Turnier stattfindet, muss ein Abreiteplatz sein, auf dem die Teilnehmer ihre Pferde "aufwärmen" und ein paar Probesprünge ausführen können. Die Hindernisse werden vom Parcourschef aufgestellt, der keinem vorgefasstem Schema folgen muss. Es obliegt seiner Erfahrung, seinem Erfindungsgeist und gesunden Menschenverstand, einen den Umständen angepassten Parcours zu schaffen. Die Anzahl der Hindernisse liegt im allgemeinen zwischen 10 und 15.
Eine Parcursskizze wird für alle Teilnehmer gut sichtbar ausgehängt. Vor dem Wettkampf können alle Teilnehmer eine Besichtigung durchführen und den Parcours in allen Einzelheiten studieren. Jeder Durchgang wird von einer entsprechenden Richtergruppe beurteilt.
Wenn der Teilnehmer Fehler begeht, zum Beispiel ein Abwurf, eine Verweigerung oder die Überschreitung der erlaubten Zeit, so bekommt er Strafpunkte. Sieger bleibt der Reiter, der die geringste Zahl an Strafpunkten hat oder bei der gleichen Anzahl von Strafpunkten den Parcours in der kürzesten Zeit geschafft hat.
Die Hindernisse werden in "Steilsprünge" und "Hochweitsprünge" unterteilt: bei den Steilsprüngen sind alle Teile des Hindernisses übereinander aufgebaut; bei den Hochweitsprüngen hingegen sind die Teile auf mehreren Ebenen aufgebaut, so das dem Pferd zur Überwindung des Hindernisses sowohl ein Hoch- als auch ein Weitsprung abverlangt wird.
Man sollte sich hier auch bewusst sein, dass Pferde lieber einen grossen Umweg in Kauf nehmen, als über ein kleines Hindernis zu springen. Es gibt aber auch Pferde, die wirklich gerne springen und gegen pferdegerechte Hindernisse ist auch nichts einzuwenden. Wenn Pferde jedoch gezwungen werden über Hindernisse von 2, 30 m zu springen, dann ist das nicht zu verantworten!
