Vorwort

Im Jahr 2000 und 2001 hatte ich Bike-Ferien im Clubhotel Giverola in Spanien an der Costa Brava verbracht. Eigentlich hatte ich geplant auch 2002 dort wieder eine Ferien- und Trainingswoche zu verbringen. Doch erstens kommt es anders als zweitens man denkt ...

Natürlich habe ich verschiedenen meiner Kollegen von unseren vergangenen Bike-Ferien vorgeschwärmt. Im Herbst 2001 gelangte dann mein Bike-Kollege und Spinning-Instruktor Peter mit folgender Anfrage an mich: er habe noch eine Woche Ferien die er zusammen mit seiner Freundin Eliane gerne auf dem Bike oder Rennrad verbringen möchte und ich hätte doch mal so was vom Süden erzählt ... Ich habe ihm dann natürlich sofort die Kontaktadressen von Eitzinger-Sport und dem Ferienverein vermittelt. Glücklicherweise hatten zwei andere Personen nur wenige Tage zuvor ihre Teilnahme an einer von Peter Eitzinger organisierten Sardinien Rundreise absagen müssen, so dass Peter und Eliane schon kurz darauf in den Süden fliegen konnten. Aus seinen Erzählungen im Anschluss konnte ich schliessen, dass es ihnen diese Woche sehr gefallen hatte. Als dann auch noch bekannt wurde, dass für den nächsten Frühling noch Bike-Guides für Sardinien gesucht wurden (und zumal Peter selbst Bike-Führer und ein ausgewiesener Fachmann ist) gab es für ihn kein Halten mehr ;-) Ich selbst war ja schon bereits mehrfach in Giverola und hatte schon zuvor mit dem Gedanken gespielt, im Jahr 2002 meine Bike-Ferien zur Abwechslung an einem anderen Ort zu verbringen. Nun war mir auch klar, wo dies sein würde. So habe ich dann im Januar 2002 zusammen mit meinem Kollegen Philippe eine Bike-Woche im April in Sardinien gebucht.

Kurz darauf erhielt ich durch den Ferienverein die Buchungsbestätigung und im Verlaufe des Frühlings die Reiseunterlagen. So weit so gut.

Zusammen mit den Unterlagen und Vouchern waren unter anderem auch Gutscheine beigefügt um unser Gepäck mit dem Fly and Rail Service der SBB direkt ab dem nächsten Bahnhof zu versenden. Mit der selben Dienstleistung kann auch gleich der Check-In des Flugs vorgenommen werden. Eine gute Sache finde ich, so muss ich nicht meinen schweren Koffer bis nach Kloten schleppen. Am Freitag Abend vor der Abreise gehe ich deshalb zum entsprechenden Schalter am Bahnhof. Der freundliche Herr am Schalter nimmt meine Papiere entgegen, tippt auf sein Terminal und meint dann: "Sie sind wie Ihr Kollege nicht auf der Passagierliste des Flugs nach Olbia". Na dann, das fängt ja gut an. Nicht desto trotz erhalte ich schlussendlich eine Boarding Card. Alles in Butter, hoffe ich.


Samstag 6.4.

Philippe und ich treffen uns auf dem Bahnhof. Dank dessen, dass wir bereits am Vortag eincheckten, können wir relativ spät mit dem Zug nach Kloten reisen. Der Charterflug mit neuen schweizerischen Fluggesellschaft Swiss nach Olbia dauert ca. 1½ h. Die Bestuhlung ist eng und der "Lunch" wird mit steinharten Brötchen der Bezeichnung Charter gerecht. Die Ankunft auf dem kleinen Flughafen in Olbia und die Zollabfertigung ist schnell vorbei. Die Insel erscheint mir sehr grün, dies wohl deshalb weil es in den letzten Woche sehr stark geregnet hat, wie ich von Peter zuvor gehört habe. Es erfolgt der Transfer zu Club-Hotel Tirreno (ca. 1 h 20 min, mit etwas Umtrieb da unser Arrangement vom Ferienverein mangels freier Kapazität über Kuoni gebucht werden mussten).

Im Hotel angekommen werden wir herzlich von unseren Bike- und Spinning-Freunden Peter und Eliane begrüsst. Ansonsten sehe ich keine bekannten Gesichter. Etwa jeweils 40 Biker und 40 Rennradfahrer sind hierher an die Cala Liberotto gekommen. Kurz darauf erfolgt die Entgegennahme und Anpassung der Miet-Bikes. Ich erhalte ein nagelneues BMC Hardtail mit LX-Ausstattung und einer Judy Air Gabel. Zwar hatte ich lange Jahre ebenfalls ein Hardtail gefahren, seit etwa einem Jahr aber bin ich auf ein Fully umgestiegen. Wie wird das wohl werden ?

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Sonntag 7.4.

Das Wetter ist trocken aber der Himmel noch meist bedeckt mit Temperaturen von ca. 16 Grad. Der erste "Ausflug" der Biker beginnt am Morgen mit einem Techniktraining: gegenseitiges kennen lernen, Bremsen, enge Kurven fahren, Gleichgewichtsübungen etc. Nach etwas über 2 Stunden fahren wir alle gemeinsam zum Aussichtspunkt Monte Ugatu. Oben angekommen können wir unseren Lunch bei bester Aussicht auf das Meer einnehmen. Sobald die Sonne durch die Wolken drückt wird es schön warm. Danach fahren wir, durch ein durch die vorangegangenen Regentage zu einem Bachbett verwandelten, Downhill in einer Schleife zurück zum Hotel. Die gesamte Fahrzeit war heute ca. 3 h, wir fuhren über eine Distanz von ca. 30 km etwa 590 Höhenmeter.

Am Abend besuchen wir den ersten einer Serie von Vorträgen von Jürg Feldmann zum Thema "Trainingslager oder Überlebenswoche ?" Jürg, Physiotherapeut, Sportlehrer und MTB-Coach mit einer eigenen Therapiepraxis in Kanada versteht es mit viel Humor und Kompetenz über viele Fehler beim Sporttraining zu informieren. Alleine mit den beiden Fragen "Wie viel Stunden trainierst Du normalerweise pro Woche ? Und wie viele Stunden hast Du hier auf Sardinien bereits geleistet ?" rückt er unsere Ambitionen in ein anderes Licht. Als einen von vielen weiteren Tipps rät er uns unmittelbar nach einem harten Training, Wettkampf oder längeren Touren Glutamin nachzuführen. Natürliche Quellen bzw. Spender von Glutamin sind in den erwünschten Konzentrationen nicht zu finden (wer will schon ein paar Kilogramm Fleisch oder Bohnen essen, ganz abgesehen davon, dass Glutamin beim Erhitzen zerstört wird). Die Zuführung erfolgt deshalb praktischer mit Glutamin in Pulverform aufgelöst in Wasser (reines Glutamin als Produkt ist z.B. von Sponser als Glutaminpeptid erhältlich, Achtung: die vom Hersteller angegeben Dosierung ist viel zu hoch, umgekehrt ist die Beimischungen von Glutamin bei Sport-Eiweissprodukten in der Regel viel zu gering).

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Montag 8.4.

Heute geht es auf den Monte Tuttavista (800 müM). Vorerst fahren wir über diverse Karrwege und Singletrails (zum Teil bestehen die Trails aus vielen verzweigten Schaf-Pfaden die so eng sind, dass ich einmal im engen Gebüsch richtiggehend stecken bleibe) und dann auf Teer Richtung der Ortschaft Galtelli. Der Weg hinauf auf diesen Berg geht dann über eine sehr steile Strasse. Innerhalb von 4 km sind immerhin etwa 800 Höhenmeter zu bewältigen, Steigungen von 26% kommen auf dieser Strecke öfters vor. Der Umstand, dass wir den Berg über eine Strasse erklimmen ist nicht von Nachteil, diese Steigungen wären auf unbefestigten Wegen wohl nur ausserordentlich mühsam zu bewältigen. Oben angekommen präsentiert sich der Monte Tuttavista mehr als "Monte Mezzavista": ein kalter Wind bläst uns die Wolken um die Ohren. Nach dem Lunch vernichten wir auf einem steilen Downhill wieder alle zuvor erklommenen Höhenmeter. Der Weg ist zwar relativ breit, besteht aber hauptsächlich aus Schotter, Geröll und losem Gestein. In den Kurven rutschen die Reifen, Bremsen ist schwierig und immer wieder haben die vorangegangenen Regenfälle Rinnen in den Weg gefressen. Dieser Untergrund ist nicht gerade meine Stärke und ich komme an einer Stelle dann auch prompt nicht mehr vernünftig aus einer Rinne, trenne mich vom Bike und suche den Kontakt zum Boden. Zum Glück trage ich immer noch meine Beinlinge, ausser einigen Löchern im Stoff und ein paar Kratzern am Knie geht mein Sturz aber ohne weiteren Folgen aus. Die Mietbikes sind nur mit LX-Bremsen ausgestattet die in den langen Abfahrten viel Kraftaufwand verlangen. Im weiteren Verlauf der Tour führt uns Peter einen Uphill Trail hinauf, den nur Tom (unser zweiter  Bike-Guide) fahren kann. Alle andern bewältigen den Anstieg zu Fuss. Später geniessen wir noch einen Espresso in Orosei und fahren dann entlang der Küste auf der Strasse zurück zum Hotel. Die Fahrzeit betrug für mich heute 4 h 15 min, die Distanz  60 km und 1330 Höhenmeter. Das Wetter war grösstenteils sonnig (nur de Monte Tuttavista war wie erwähnt Wolken verhangen).

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Dienstag 9.4.

Heute ist Ruhetag. Als aktive Erholung nehmen wir an einem weiteren Techniktraining von Peter teil. Auf einem Parkplatz üben wir Hindernisse zu überqueren und praktizieren spielerisch Gleichgewichtsübungen. Peter ist Künstler darin mit einfachsten Mitteln (z.B. drei Euro-Paletten) einfache bis schwierigste Hindernis-Parcours aufzubauen. Wir sind insgesamt etwa 1 h 30 min auf unseren Bikes, fahren etwa 21 km und bewältigen 250 Höhenmeter.

Danach tanke ich etwas Sonne am Strand, bis sich Wolken vor die Sonne schieben und es schnell kühl wird.

Abends hält Jürg ein zweites Referat, diesmal zum Thema Leistungstest. Er zeigt uns wie ungenau und unzuverlässig die heute so sehr in Mode gekommenen Conconi Tests mit Laktatmessung sind. Zu den systembedingten Fehlerquellen kommen zusätzlich grosse biologische Unterschiede von Person zu Person hinzu. Aus diesem Grund ist zB. der heute oft angewendete Wert von 4 mmol Laktat als Grenzwert der aeroben zur anaeroben Schwelle in Frage zu stellen. Aber Jürg lässt es natürlich nicht nur bei der Theorie bleiben, er zeigt uns "in vitro" die Ungenauigkeit des Conconi Tests mit Laktatmessung im Vergleich zur Bestimmung des Laktat-Balance-Punkts (LBP) nach der FACT-Methode. Dazu lässt sich Peter auf der Rolle quälen. Er führt in Stufen während etwa einer ¾ Stunde von 100 W hinauf bis auf 320 W. Danach wird in einer zweiten Phase, mit anfänglich verringerter und dann wieder allmählich ansteigender Leistung, mittels Laktatmessungen der Laktat-Balance-Punkt bestimmt. Um den Unsinn der reinen Leistungstests zu zeigen fährt an diesem Abend gleichzeitig ein zweiter Athlet auf einem mit PowerCranks ausgestatteten Rad auf der Rolle mit nur 100 W. Er kann etwa während 30 Minuten mithalten, dann ist er so erschöpft, dass er den Test abbricht. PowerCranks bestehen aus zwei Kurbeln die mechanisch voneinander entkoppelt sind und dadurch unabhängig voneinander gedreht werden müssen. Das bedeutet für den Trainierenden einen erheblichen Mehraufwand und Koordinationsprobleme, da beim Treten der einen Kurbel nicht automatisch die gegenüberliegende Kurbel mitgedreht wird. Wie anstrengend ein solches Training ist werden ich schon bald an mir selbst erfahren.

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Mittwoch 10.4.

Heute fahren wir eine Tour auf den Picco Gurturgius (585 müM). Vorerst geht es auf der Strasse, dann aber bald wieder über höchstens mit 4WD-Fahrzeugen befahrbaren Wegen hinauf auf den ersten Gipfel, wo wir unseren Lunch einnehmen. Es folgt eine Fahrt entlang der Krete des Bergzugs Baronia in Richtung Monte Senes mit wunderbarer Sicht sowohl auf die Küste und das Meer als auch ins Landesinnere. Danach geht es auf einem langen Downhill im Geröll wieder hinunter. Diverse Bachdurchfahrten ergeben zwangsläufig nasse Füsse. Die ruppigen Wege sind ziemlich kräfteraubend, ich wünschte mir ein Fully mit ausreichend Federweg und bessere Bremsen. Die Schläge malträtieren mein Hinterteil und vermindern den Bodenkontakt des Hinterrads. Zudem scheinen meine Sitzknochen nicht zum Sattel zu passen. Ich hätte wohl besser neben meinen Klickpedalen auch noch meinen eigenen Sattel mitgenommen.

Später fahren wir dem Meer entlang, vorbei an blühenden Mimosenbäumen, Eukalyptus- und Orangenbäumen zurück zum Hotel. Die Bikes, speziell deren Antriebsstrang und bei V-Brakes die Felgen leiden sehr durch den Sand, das Meerwasser und den Staub. Die Strecken in weichem Sand sind schwierig zu fahren und selbst sehr gute Klickpedale verstopfen leicht. Auch ich mache die Erfahrung, dass ich beim Anhalten einmal einfach nicht mehr die Schuhe aus den Pedalen ausklinken kann und mich, immer noch "angeschnallt", hinlege. Von zu Hause mitgebrachte Bikes werden nach dem Ende dieser Ferien sicherlich eine Generalüberholung nötig haben. Das Wetter war teilweise bewölkt, wobei aber die Sonne gelegentlich in den Anstiegen richtig einheizte und ich hole mir schon "zweifarbig gestreifte" Oberschenkel. Die Tour war etwas über 60 km lang und dauerte ca. 4 h, wir fahren etwa 60 km und bewältigen insgesamt 950 Höhenmeter.

Am Abend folgt der dritte Teil der Referatsserie von Jürg. Er gibt uns diesmal viele Tipps für ein Training zum Strukturaufbau, wobei mit Struktur sind die biologischen Körperstrukturen (z.B. Ausbildung der Kapliaren oder Nerven) gemeint sind.

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Donnerstag 11.4.

Ich habe vergessen den Wecker zu stellen. Es stellt sich aber heraus, dass dies nicht weiter schlimm ist. In der Nacht kamen starke Regenfälle auf, Rad-Touren sind deshalb heute werder sinnvoll noch angezeigt. Stattdessen stellen die Betreuer von Eitzinger ein Alternativprogramm auf die Beine: ein weiterer Vortrag von Jürg, Jogging, Kraft-/Koordinations Training auf dem Gymnastikball, Koordinationstraining auf mit PowerCranks ausgerüsteten Rädern, Geschicklichkeits-Training mit Peter, Stretching usw.

Ich melde mich für das Training mit den PowerCranks und das Kraft-/Koordinations- Training an. Zuerst versuche ich mich mit den PowerCranks, abwechselnd auf einem Rennrad auf der fixen und dann auf der freien Rolle. Ich erfahre nun an eigenem Leib (bzw. meinen Beinen) wie viel mehr Leistung hierbei aufzuwenden ist und wie ungleich die Kraft in meinen Beinen verteilt ist. Auch bei dem sehr gering eingestellten Widerstand kann ich kaum mehr als eine oder zwei Minuten die Kurbeln einigermassen koordiniert drehen. Eine Tatsache vor der uns Jürg zuvor aber bereits gewarnt hat. Ich merke hierbei auch, dass mein linker Oberschenkel bis anhin wohl mehr der Energievernichtung als dem Vortrieb gedient hat. Ich wechsle dann auch noch vom Rad auf der fixen Rolle zum Rad auf der Freirolle. Eine ganz neue Erfahrung für mich, zumal ich noch nie auf einer solchen Trainingsmittel gefahren bin. Zu den Koordinationsproblemen mit den Beinen kommt jetzt auch noch das Problem sich im Gleichgewicht auf der Rolle zu halten hinzu. Es dauert jeweils nur wenige Minuten, bis ich vollkommen "geschlaucht" bin ... Offensichtlich kann ich in Zukunft noch viel hinzulernen bzw. verbessern. Als zweite Herausforderung zeigt sich dann das Kraft-/Koordinationstraining mit dem Gymnastikball: es ist eindrücklich wie anstrengend die einfachen Übungen sind, die mit ganz wenigen Mitteln durchgeführt werden können. Ich nehme mir deshalb für die Zukunft einiges vor.

Im weiteren habe ich heute nun nochmals Zeit auszuspannen und endlich auch ein paar Karten zu schreiben. Im Verlaufe des Tages hört es auf zu regnen, gegen Abend scheint sogar die Sonne wieder. Während des Nachtessens ziehen aber wiederum dunkle Wolken auf und starker Regen setzt ein. Ein veritables Gewitter mit Blitz und Donner zieht auf. Wir sind skeptisch ob wir morgen eine Tour durchführen können.

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Freitag 12.4.

Das Wetter hat in der Nacht doch noch aufgeklart und es regnet nicht mehr. Einer letzten Tour steht also nichts im Wege. Peter und Tom führen uns auf die Trails im Hinterland des Hotels, eine Gegend die Baronia heisst. Die beiden Guides habe für uns diverse Single-Trails und steile Downhill Pfade ausgesucht. Der Weg führt uns auf allen möglichen Pfaden kreuz und quer durch eine menschenleere Landschaft. Nur einigen Schaf- und Kuhherden begegnen wir. Zeitweise fühlt man sich in einen amerikanischen Nationalpark versetzt. Unterwegs auf einem Uphill knallt es plötzlich. Auf Grund der diversen am Boden liegenden Schrothülsen vermute ich zuerst den Schuss eines Jägers. Aber weit gefehlt: aus Tom's Hinterrad hat sich die Luft explosionsartig entfernt. So kommen wir zu einer zusätzlichen Verschnaufpause. Zum Lunch treffen sich alle Bikergruppen auf einem Rastplatz auf einer Anhebung. Später fahren wir unter anderem den selben Singletrail wie am Montag, aber in umgekehrter Richtung. Ich rutsche auf einem Stein aus und lande in einem Gebüsch, aus dem ich mich alleine kaum mehr selbst befreien kann. Durch die vorangegangenen Regenfälle sind die Wege nass und oft mehr Bachbett als Trail. Nach etwa 2 h 40 m Fahrzeit, 30 km und 790 Höhenmetern treffen wir alle wieder im Hotel ein. Nach einer Douche setzte ich mich noch eine halbe Stunde in eine Liegestuhl und geniesse die Sonne. Im Verlauf des späteren Nachmittags geben wir dann unsere Miet-Bikes zurück (die Reinigung ist im Mietpreis inbegriffen). Ich gehe danach noch an den Strand, aber es ziehen bald Wolken auf und es wird ungemütlich kühl.

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Samstag 13.4.

Schade, die Bike-Ferien sind schon vorbei und heute heisst es wieder zurück reisen. Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück packe ich meinen Koffer. Dann geht es mit einem Bus zum Flughafen in Olbia. Der Flug zurück hat, wie schon der Hinflug, ziemlich Verspätung. Mit fast 1½ Stunden Verzögerung hebt das Flugzeug ab Richtung Schweiz (die Brötchen sind diesmal geniessbar). Der Pilot meldet für das Wetter in Kloten Nieselregen bei 10 Grad, was sich dann auch bestätigt. Die Wetterprognose am Radio vermelden eine auf 800 müM sinkende Schneefallgrenze. Zum Glück habe ich eine Faserpelzjacke mit Regenjacke mit ...

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Nachwort

Was habe ich dieses Mal vergessen mitzunehmen:

meinen eigenen Sattel (siehe Mittwoch), oder doch mein eigenes Fully ?

Weitere Tipps die ich zusammengetragen habe sind hier verfügbar.

Auch während dieser Ferien haben wir wiederum mit einer Videokamera diverse Aufnahmen gemacht aus denen ich dann einen Film zusammen geschnitten habe (Dauer 20 Minuten). Wer Interesse an einer MPG-Kopie auf CD hat kann mir eine Mail zu senden.


Copyright © 2002, Autor: Moritz Gyssler