photo aunom_zps10bc0596.jpg Au nom du fils  NIFFF 2013 Spezial

Au nom du fils

Story:

Elisabeth ist eine liebende Mutter und streng gläubige Katholikin, die immer an das Gute und an Gott glaubte. Doch nachdem ihr Mann in einem Camp ums Leben kommt und kurze Zeit später ihr Sohn Selbstmord begeht und andeutet, von einem Priester vergewaltigt worden zu sein, stellt sie ihren Glauben in Frage und startet einen Rachefeldzug...

Meine Meinung:

Auf diesen Film war ich doch sehr gespannt, vor allem weil die anderen Filme an diesem drittletzten NIFFF Tag eher uninteressant waren von den Beschreibungen her. So verwundert es nicht, dass Au nom du fils dann auch der beste Film an diesem drittletzten NIFFF Tag war. Das Thema um eine streng religiöse Frau, die auf die Probe gestellt wird und sich dann an Pädophilie erkrankten Priestern rächt, fand ich herrlich. "Warum macht das niemand in der wirklichen Welt?" werden sich schon manche gefragt haben, wenn man wieder von neuen Missbräuchen der katholischen Kirche hört. Dass sich einem solche heiklen Thema die Belgier annehmen, überrascht kaum bei deren Leidensgeschichte (z.B. Marc Dutroux, Kindsschänder und Kindsmörder, Jean Claude Van Damme, Balletttänzer...). Der Film bietet dann einige herrlich überdrehte Szenen mit viel schwarzem Humor, viel Sozialkritik und auch einigen herrlichen Racheszenen. Der Film funktioniert gut und man bekommt gegen einige Figuren einen richtigen Hass (z.B. als Elisabeth ihren ersten Mord verübt, kann man schon sagen, dass sie dazu genötigt wurde). Auch Philippe Nahon (kennt man ja aus so vielen franz. Genre Filmen der letzten Jahre) spielt den Oberprietser ganz stark! Der Film ist in "Bücher" unterteilt, also anstatt z.B. "Kapitel 1" oder "Tag 1" steht z.B. "Buch 1"...Der Film ist wirklich unterhaltsam und erfrischend böse, aber dann irgendwie auch trotzdem zu wenig draus gemacht, gerade was die Action bzw. ihre Rache angeht und das Ende fand ich also sehr schlecht...der nächste NIFFF Film dieses Jahr mit schlechtem Ende. Will aber nicht mehr verraten, aber da konnte ich die Elisabeth nicht verstehen (schon ihre Planerei nicht diesbezüglich, was macht ihr anderer Sohn in der Szene?). Alles in allem ein guter, sozialkritischer und bitterböser Film, den man sich nur schon wegen dem Thema in die Sammlung stellen kann!

O: Au nom du fils

Frankreich, Belgien 2012

R: Vincent Lannoo

D: Astrid Whettnall, Philippe Nahon, Achille Ridolfi

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 80 Min.

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2013 gesehen in Französisch mit englischen UT. Über eine DVD / Blu Ray Vö ist mir noch nichts bekannt.

Geschrieben von: Der Doctor Schnabel von Rom

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