Female Prisoner 701: Scorpion

Story:

Nami Matsushima (Meiko Kaji) wird von ihrem Geliebten, dem Polizeioffizier Sugimi (Isao Natsuyagi) betrogen und als Mittel zum Zweck benutzt. Er sorgt dafür, dass Nami als Gefangene Nr. 701 in eines der härtesten, japanischen Gefängnisse kommt. Dort beginnt für die Unschuldige eine harte Zeit. Aufseher quälen und schlagen sie, andere Insassinnen erklären ihr den Krieg. Doch keine Strafe, keine Demütigung scheint Nami, die von allen nur der "Skorpion" genannt wird, knacken zu können. Ihre Härte überzeugt auch Sugimi, der eine Killerin auf sie ansetzt...

Meine Meinung:

Female Prisoner 701: Scorpion gilt als eine sehr erfolgreiche japanische "Women-in-Prison"- Reihe, schliesslich hagelte es nach dem ersten Teil einige Fortsetzungen und diese Filme wurden auch international recht beklatscht (USA oder Deutschland). Doch der Film unterscheidet sich von anderen Lager- bzw. Knastfilmen, denn er kommt überhaupt nicht billig oder schmuddelig daher. Der Film hat genügend Spannung und eine dramatische Geschichte zu verzeichnen, sodass Female Prisoner 701: Scorpion fast schon als Drama durchgehen könnte. Ein grosses Plus sind die experimentellen Kameraperspektiven, Zeitlupeneinsätze und andere technische Stärken, von welchen auch die Fortsetzungen profitieren konnten. Auch darstellerisch darf nicht gemotzt werden, denn eine Meiko Kaji (Lady Snowblood) versteht es perfekt, die gegen aussen hin starke Frau zu spielen. Die eher spärlich gesetzten Action- und Sexszenen sind auch passend inszeniert, so dass das Schauen immer unterhaltend bleibt. Wer einen "schönen" und technisch experimentellen Film was Kamera, Kulissen oder Lichtbeleuchtungen angeht, sehen will, sollte sich an diesem kleinen Juwel versuchen.

O: Joshû 701-gô: sasori

Japan 1972

R: Shunya Ito

D: Meiko Kaji, Rie Yokoyama, Hideo Murota

Laufzeit der US-DVD: 86:41 Min.

Fassungen: Obwohl die dt. DVD von REM auch ungeschnitten ist (auch mit O-Ton und eine miesen dt. Synchronisation), empfehle ich auch doch die US-DVD von Tokyo Shock, da dort das Bild minimal besser ist (Rem DVD sieht man die Spuren der NTSC - PAL Wandlung).

Geschrieben von: MPAA

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Sasori: Jailhouse 41

Story:

Nami (Meiko Kaji) soll endgültig fertig gemacht werden. Inspector Goda (Fumio Watanabe) schwört Rache am dem "Skorpion", da er in Teil eins ihretwegen ein Auge verloren hat. Nach schwerer Arbeit und Misshandlung gelingt Nami zusammen mit sechs anderen Insassinnen die Flucht. Doch schon bald sind ihnen die Polizei und sonstige Gestalten auf den Fersen...

Meine Meinung:

Der zweite Teil kann an den ersten Teil anknüpfen. Das liegt zum einen an den gleichen Figuren / Darstellern (Meiko Kaji & Fumio Watanabe) zum anderen an der logischen Weiterführung der Geschichte aus Teil eins. Und obwohl die Geschichte eher lau ist, kann vor allem die visuelle Umsetzung begeistern und die verschiedenen Sets und Drehorte. Sasori: Jailhouse 41 spielt den grössten Teil über nicht mehr im Knast & Umgebung, sondern erzählt halt von der Flucht der Frauen und man erfährt in traumähnlichen Sequenzen deren Hintergründe und Taten. Es gibt eine ganze Palette von solchen Spielereien (Licht und Farbspielereien) was das Schauen richtig schön werden lässt. Auch am Ende, als der böse Inspektor seine Strafe bekommt, werden schon phantastische Merkmale eingestreut. Was sonst bleibt ist ein Film, der daherkommt wie die 08/15 WIP Filme: Es gibt Vergewaltigungen, sadistische Wärter und blutige Szenen zu sehen, jedoch gut in die Geschichte verteilt. Jedoch mit dem visuellen Umschwung gemixt gibt es einen herrlichen zweiten Teil, den ich jedem empfehlen kann, der schon Teil eins mochte.

O: Joshû sasori: dai-41 zakkyo-bô

Japan 1972

R: Shunya Ito

D: Meiko Kaji, Fumio Watanabe, Hiroko Isayama

Laufzeit der dt. DVD: 88:43 Min.

Fassungen: Da die Image Entertainment DVD aus den USA überall schon vergriffen scheint, bleibt nur die dt. Ausgabe von REM übrig. Diese kann sich aber auch sehen lassen. Die DVD kommt in einem Digi und mit einem Poster daher. Das Bild ist, wohl dank guter US-Vorlage (Master), sehr gut geworden. Der Film ist auch ungeschnitten.

Geschrieben von: MPAA

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Female Prisoner 701 Scorpion: Beast Stable

Story:

Nach dem Ende von Teil zwei befindet sich Nami (Meiko Kaji) immer noch auf der Flucht. Sie wird von Detektive Kondo (Mikio Narita) verfolgt. Dieser hat auch persönlich Interesse an dem Fall, da er durch Nami einen Arm verloren hat. Diese streift durch die Gassen und trifft dabei auf die Prostituierte Yuki (Yayoi Watanabe) und der Bruder. Als Yuki schwanger wird und nicht abtreiben will, gerät Nami zwischen alle Fronten...

Meine Meinung:

Der dritte Teil, der jetzt kaum mehr im Gefängnis spielt, ist dennoch eine interessante Weiterführung der Geschichte um Nami, welche unschuldig hinter Schloss und Riegel sass. Gut ist natürlich, dass Nami (die übrigens im Original meist anders heisst) wieder von Meiko Kaji gespielt wird. Sehr überzeugende Leistung. Was an Teil drei auffällt, sind die immer mehr erscheinenden phantastischen Aspekte, welche der Reihe neue Züge verleihen und man daher nicht weiss, was alles noch auf den Zuschauer zukommen wird. Der Film beginnt recht hart und blutig, ist allerdings auch sehr ruhig und dramatisch (das Schicksal von Yuki und ihrem ungeborenen Baby zum Beispiel). Einige sehr schöne Szenen bietet die Rabentante mit ihren Raben und dem kleinen Gefängnis. Der Lauf der Geschichte wird dann immer spannender und eben auch phantastischer. Mal schauen, was uns in Teil vier erwarten wird.

O: Joshû sasori: kemono-beya 

Japan 1973

R: Shunya Ito

D: Meiko Kaji, Mikio Narita, Yayoi Watanabe

Laufzeit der US-DVD: 87:01 Min.

Fassungen: Teil drei ist bisher in Deutschland nicht veröffentlicht worden. Die US-DVD von Tokyo Shock kann sich aber sehen lassen! Ungeschnittene Fassung, hervorragendes Bild, solider Ton & ein anamorphes Bild zeichnen die DVD aus!

Geschrieben von: MPAA

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Female Prisoner 701 Scorpion: Grudge Song

Story:

Nami Matsushima (Meiko Kaji) hofft, ihre Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Doch dem ist nicht so: Bei einer Hochzeitsparty wird Nami von ihrer Vergangenheit eingeholt und auf der Flucht verletzt sie sich. Sie flüchtet sich in ein Striplokal, welches von Teruo (Masakazu Tamura) geleitet wird. Er nimmt sie bei sich auf bzw. versteckt sie vor der Polizei und pflegt sie, auch wenn er dafür Folterungen seitens der Polizei in Kauf nimmt. Nami fühlt sich zum ersten mal wieder einem Mann nahe, der ebenfalls eine dunkle Vergangenheit hat. Ob das gut kommt?

Meine Meinung:

Meiko Kaji trat in Teil vier zum letzten mal in der Female Prisoner 701 Reihe auf, machte sich so aber einen Namen. In dieser dritten Fortsetzung wurde auch der Regisseur ausgetauscht. Nicht mehr Shunya Ito war es zu verdanken, sondern Yasuharu Hasebe. Das merkt man auch, aber nicht im negativen Sinne. Der Film kommt irgendwie ruhiger daher, jedenfalls zu Beginn. Spannend wird es, da Nami seit dem ersten Teil wieder mit einem Mann zusammengeführt wird und was daraus wird, erfährt ihr. Der Film wartet mit besonders schönen Kamerafahrten (Als Nami die Treppe putzt und die Wache steht auf der oberen Treppenstufe), visuellen Farbspielchen (Rückblenden, in denen Teruo von der Polizei gefoltert wird, am Ende) und einigen Actionszenen auf. Die Szenen im Knast warten dann noch mit einigen typischen Szenen für das Genre auf, z.B. die Vergewaltigung an der einen Wärterin. Wem die ersten drei Teile gefallen haben, sollte sich unbedingt auch diesen vierten Teil anschauen. Es folgten noch mehr (inoffizielle?!) Fortsetzungen, allerdings ohne Meiko Kaji. 

O: Joshû sasori: 701-gô urami-bushi

Japan 1973

R: Yasuharu Hasebe

D: Meiko Kaji, Masakazu Tamura, Akemi Negishi

Laufzeit der US-DVD: 88:21 Min.

Fassungen: Den Film gibt es bisher, wie auch Teil drei, nicht in Deutschland (Sept. 2006). Daher empfehle ich euch die Tokyo Shock DVD aus den USA. Film = Uncut, Quali = Sehr gut! 

Geschrieben von: MPAA

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