Über die Moabiter Hefte
Die Gedichte, die in den "Moabiter Heften" stehen, sind Lieder aus dem Gefängnis. Sie sind gemacht von einem Mann, der in einem kurzen Leben zur Größe des antifaschistischen Sängers und Soldaten aufstieg, die um so tiefer ergreift, als er sie mit dem Tod besiegelte. Mussa Dshalils "Lieder unterm Fallbeil" diktierte, wie der Dichter formulierte, die "Flamme, die auf Geheiß des Herzens und des Volkes brennt". Talent und Intimität des Volkspoeten wurzeln im Boden seiner tatarischen Heimat, und die Tapferkeit dieses Herzens, das für die Freiheit schlug, erstarkte im Feuer von Revolution, von Bürgerkrieg und Aufbauwerk. Sein "stählerner" Glaube an eine bessere Ordnung in der Welt, auch für "das Land, in dem einst Marx geschrieben", das aber den tatarischen Verehrer deutscher Kultur so "brutal gefesselt und geprügelt" hat, offenbart die hohe Gesinnung des Internationalisten.
Wort und Tat haben Mussa Dshalil unsterblich gemacht.