Geld bewegt die Welt
 
Kleine Vorrede: 
Diese Geschichte ist genau zehn A4-Seiten zweizeilig geschrieben lang. Ich schrieb sie aus einer Laune heraus für einen Storywettbewerb, der die eingesandten Texte auf diese Grösse limitierte. Oh, die schönen bissigen Dialoge, die ich dafür streichen musste! 
In meinen Gedanken existiert sogar noch eine nicht jugendfreie Langversion. Vielleicht schreibe ich sie eines Tages nieder. 
Die Folge "Am Rande des Abgrunds" verläuft natürlich ein wenig anders. Ich kannte sie glücklicherweise nicht, als ich diese Story schrieb. Hätte ich sie gekannt, wäre diese Story nie so geschrieben worden. 
 
*** 
 
Lyta sah enttäuscht auf die Informationen auf dem Leser. 
"So wenig? Und in Raten?" 
"Dafür bekommen Sie acht Schiffe zu Ihrer Verfügung." 
"Ja, aber ich muss sie ausrüsten und brauche Treibstoff. Nicht zu vergessen die Steuern für die acht Schiffe. Wer weiss, wann ich in der Lage bin, sie wirklich zu nutzen." 
"Sie zahlen Steuern für Raumschiffe?! Erdlinge sind manchmal wirklich sonderbar." 
"Wir nennen uns Menschen. Schon seit ein paar tausend Jahren. Ich dachte, das sei Ihnen bekannt, G'Kar. Schliesslich waren Sie doch eine Zeitlang auf der Erde, soweit ich weiss." Lytas Stimme war eisig. Wenn sie etwas nicht ausstehen konnte, dann war es diese Gedankenlosigkeit von Ausserirdischen. In Momenten wie diesem vergass sie sogar ihr frostiges Verhältnis zu den sogenannten "Normalen". Dann dachte, fühlte und sagte sie "wir". 
Die Bevölkerung der meisten anderen bekannten Welten benannte sich nach ihrem Planeten. Auch die Narn. Aber war das ein Grund für jemanden, der so gut englisch sprach wie ihr Gegenüber, auf diese kleine Höflichkeit zu verzichten? Sie überlegte, ob sie einfach aufstehen und gehen sollte. <Sei nicht kindisch. Du willst schliesslich ein Geschäft abschliessen und dabei bringt es nichts zimperlich zu sein,> schalt sie sich selbst. Laut sagte sie: "Vergessen wir das. Sprechen wir lieber über die Bezahlung. Es tut mir leid, aber ich brauche das Geld. Noch dringender als die Schiffe. Zur Not würde ich vorerst auf einige Schiffe verzichten. Können Sie mit Ihrer Regierung klären, ob sie einverstanden ist?" 
"Ich habe dem Kha'Ri bereits erklärt, dass Sie vor allem das Geld benötigen, Lyta... Miss Alexander. Unglücklicherweise ist Geld das, was wir am wenigsten haben. Der Wechselkurs der Mark zur Krediteinheit ist katastrophal, allein der Betrag, den wir Ihnen geben können, ist soviel wie... Ach, was soll's. Vom Reden vermehrt sich das Geld auch nicht. Miss Alexander, können wir nicht versuchen, einen Kompromiss zu finden?" G'Kar schien ernsthaft besorgt, dass ihr Handel nicht zustande kommen könnte. "Sie erwähnten die Steuern für die Schiffe. Wenn Sie die Schiffe in unserer Obhut lassen und sie erst anfordern, wenn Sie sie benötigen, könnten Sie die sparen." 
Lyta zuckte verächtlich die Schultern. "Danke für Ihre Anteilnahme, aber das wird kaum einen Bruchteil der restlichen Summe ausmachen. Hören Sie, G'Kar, ich brauche das Geld, wenn ich mein Ziel erreichen will. Und ich will es erreichen. Bringen Sie das Ihrer Regierung bei oder es wird nichts aus unserem Handel. Rundheraus gesagt, ich glaube nicht, dass das alles Geld ist, das Ihre Regierung erübrigen kann. Am besten rufen Sie sie gleich an, dann weiss ich wenigstens, woran ich bin." 
Der Narn hatte den Kopf gesenkt und massierte seine Schläfen mit den Fingerspitzen. Er hatte den grössten Teil der Nacht damit verbracht, die Mitglieder des Kha'Ri davon zu überzeugen, dass das Angebot der Telepathin ehrlich gemeint war und dass die Narn diese einzigartige Möglichkeit, wieder eigene Telepathen zu erhalten, nicht scheitern lassen dürften. Der Vorschlag an sich wurde begeistert akzeptiert, aber es hatte harte Diskussionen gebraucht, den anderen klarzumachen, dass der Preis nicht heruntergehandelt werden konnte. 
Schliesslich war der Kompromiss zustande gekommen, weniger Geld und mehr Schiffe anzubieten. Aber auch dieser viel kleinere Betrag riss ein riesiges Loch in die Finanzen des Planeten. Dieses Opfer durfte nicht umsonst sein. Er würde einen Weg finden müssen, sein Gegenüber zum Abschluss des Vertrages zu bewegen. Bei G'Quan, sie benötigte das Geld doch mindestens ebenso sehr wie die Narn Telepathen. Ohne diesen Vertrag hätte sie gar kein Geld in den Händen. 
Er legte seine Hand auf ihre und sah ihr voll ins Gesicht. "Lyta," sagte er ruhig, "wenn Sie mir nicht glauben, dass Sie sogar mehr Geld bekommen werden, als wir guten Gewissens erübrigen können, scannen Sie mich." 
Die Telepathin zog ihre Hand weg, verwirrt, wohl durch den immer noch ungewohnten Anblick seiner roten Augen, die direkt in ihre blickten. Sie lächelte schwach. "Ich muss Sie nicht einmal scannen, G'Kar. Sie sind für mich einfacher zu lesen als ein Buch." 
<Das ist für die Streicheleinheiten,> dachte sie befriedigt, als sie den verunsicherten Blick des Narn registrierte. "Ich weiss, dass Sie ehrlich zu mir waren. Genauer gesagt, dass Sie mir das sagten, von dem Sie glauben, dass es wahr ist. Aber auf Ihrem Planeten könnten Dinge geschehen, von denen Sie nichts wissen, oder?" 
"Nicht Dinge dieser Grössenordnung," G'Kar hatte sich wieder in der Gewalt. "Über das Budget stimmt der Kha'Ri ab und ich bin Mitglied des Kha'Ri. Ich dachte, das sei Ihnen bekannt, Lyta." 
Lyta Alexander seufzte. "Vielleicht sollten wir aufhören, einander Bosheiten auf nette Art an den Kopf zu werfen. Wenn ich die Schiffe in der Obhut der Narn lasse, bis ich sie brauche, wie kann ich sicher sein, dass ich sie auch bekomme? Was ist, wenn Ihre Regierung sich plötzlich nicht mehr an unseren Vertrag... erinnert?" 
Sie wich instinktiv zurück vor dem aufflammenden Ärger des Narn, den sie deutlich spürte. "Solche Dinge geschehen, G'Kar. Es bringt nichts, sie nicht zu erwähnen. Ich bin kein Politiker, dem es im Grunde egal ist, ob ein Vertrag zustande kommt oder nicht. Es geht um meine Zukunft, um unsere Zukunft! Ich will meinen Leuten keine Versprechungen machen, die ich nicht halten kann. Ich will ihnen keine Hoffnungen machen, die ich später enttäuschen muss. Ich brauche Sicherheit." 
Sie spürte, dass der Narn immer noch verärgert war. 
"Würden Sie mir vertrauen? Ich schwöre Ihnen, dass ich mich persönlich dafür einsetzen werde, dass Sie Ihre Schiffe bekommen, wenn Sie sie brauchen. Mit aller Ausrüstung, die Sie zu dem Zeitpunkt benötigen und die wir liefern können," schlug er schliesslich vor. 
Lyta zögerte. "Ich glaube, ich kann Ihnen vertrauen." Sie hob die Hand, um einen Einwurf G'Kars zu stoppen. "Hören Sie mich erst zu Ende an: Ich vertraue Ihnen persönlich. Ich habe nur gezögert, weil ich überlegte, was alles passieren könnte, das Sie nicht beeinflussen können... Aber manchmal muss man einfach optimistisch sein. Meine Antwort lautet: Ja, ich vertraue Ihnen." Es gelang ihr, eine höflich-freundliche Miene beizubehalten, aber innerlich grinste sie. Dem Narn konnte man genauso einfach schmeicheln wie irdischen Männern. Sein Ärger war so schnell verflogen, wie er gekommen war. 
"Sie lächeln mit den Augen, Lyta. Ich habe Sie noch nie so hübsch gesehen. Worüber lächeln Sie?" Sie errötete. Über ihren Gedanken hatte sie nicht bemerkt, wie er sie beobachtete. 
"Über mich?" Seine Stimme klang nicht verärgert, wie sie bei dieser Frage angenommen hätte. Eher neckend, einladend. 
<Was soll das?> Ärgerlich sandte sie die Frage direkt in sein Gehirn, zufrieden mit dem Schrecken, den es in ihm hervorrief. 
"Können... das alle Telepathen?" brachte G'Kar mühsam hervor, die Beantwortung ihrer Frage bewusst vermeidend. 
"Oh ja, zumindest die stärkeren. Im Allgemeinen sprechen wir nur untereinander so, Normale reagieren empfindlich darauf. Es tut mir leid, dass ich Sie erschreckt habe."  Lytas Stimme war lauter Honig. Das verbarg den Stachel in ihren Worten jedoch nicht. 
Warum sie so verärgert reagierte, wusste sie nicht genau. <Mädchen,> dachte sie <was ist los mit dir? Du solltest dich freuen, dass es einen Normalen gibt, der dich nicht nur als sprechendes Werkzeug wahrnimmt. Wann hat dir denn zuletzt jemand den Hof gemacht ausser...> Sie vermied es, den peinvollen Gedanken zu Ende zu denken. <Lass ihn doch balzen, wenn er Spass daran hat, und geniess es. Vielleicht kannst du dabei noch etwas herausschinden für die Sache.> 
"Es tut mir leid," wiederholte sie. "Ich weiss nicht, was in mich gefahren ist. Ich werde es nicht wieder tun." 
"Oh, ich könnte mich schon daran gewöhnen, ich war nur sehr überrascht, wissen Sie, Lyta." G'Kar war wieder ganz der alte. 
Sie schüttelte ungläubig den Kopf. Dieser Narn hatte wirklich eine erstaunliche Art, mit Dingen umzugehen, die sein Begriffsvermögen überstiegen. 
"Wir sind vom Thema abgekommen," sagte sie. "Wir waren dabei, darüber zu sprechen, wie wir den Vertrag gestalten können, jetzt, wo ich offensichtlich mit weniger Geld auskommen muss. Machen Sie mir mehr Vorschläge." 
Der Narn musterte sie. "Vielleicht hätte ich sogar einen Vorschlag, wie Sie zu mehr Geld kommen könnten." 
"Soooo?" Irgend etwas in der Art, wie er sie musterte und wie er es sagte, störte sie, doch sie widerstand dem Versuch, ihn zu scannen. "Und der wäre?" 
"Nun, ich weiss nicht genau, wie weit Sie gehen würden, um das Geld zu erhalten. Darum weiss ich nicht, ob ich Ihnen den Vorschlag machen darf." 
Sein Zögern wunderte und ärgerte sie gleichzeitig. 
"Ich habe Ihnen in unserem ersten Gespräch gesagt, dass ich es unmoralisch finde, seine DNS zu verkaufen. Ich finde es heute noch unmoralisch. Aber ich tue es. Weil mir die Moral egal ist. Nein, richtiger: weil mir meine Ziele wichtiger sind als meine Prinzipien. Und ich werde noch viele meiner alten Prinzipien in den Staub treten, um meine Ziele zu  erreichen. Mein wichtigstes Prinzip ist jetzt: Geld bewegt die Welt. Ist das eine klare Antwort?" 
"Das ist es in der Tat. Und sie beruhigt mich. Sehen Sie, Lyta, als Sie gestern zu mir kamen, sagten Sie mir, dass Sie nur über einen Teil meines damaligen Angebotes mit mir sprechen wollten. Jetzt frage ich Sie: Warum sprechen wir nicht auch über den anderen?" 
Die Telepathin benötigte ein paar Sekunden, um den vollen Inhalt seiner Frage zu begreifen. Dass sie dabei auch noch Teile seiner lebhaften Vorstellungen auffing, liess ihre Wut überlaufen. "Ich bin keine Hure," schrie sie direkt in sein Gehirn. Die Wucht ihres mentalen Schlages war so gross, dass sie den Narn wie eine Strohpuppe an die Wand fegte. Erschrocken über ihre Reaktion sprang sie auf und stürzte aus dem Raum. 
Erst in ihrem Quartier kam sie wieder zu sich. Die Gänge und Transportlifte waren fast leer gewesen, den wenigen Wesen, die ihr begegneten, hatte sie den Befehl gesandt, zu vergessen, dass sie sie gesehen hatten. 
Was hatte sie getan? Hatte sie den G'Kar ernsthaft verletzt? Sie scannte sein Quartier. Nein, es schien zum Glück nicht so. 
Nun, auch ohne das würde es diplomatische Verwicklungen geben, zusätzlich zu dem ganzen Ärger, den sie jetzt schon hatte. Wenn er sie überhaupt anzeigte und nicht das Ganze auf seine Weise zu lösen versuchte. Welche das immer sein mochte. Nun, sie würde ihm gern noch einmal zeigen, dass er bei ihr an der falschen Adresse war. 
Ihre Wut war fast verraucht, zurückgeblieben war eine grosse Unsicherheit. Warum hatte sie so gewalttätig reagiert? Weil er ihr vorgeschlagen hatte, mit ihm zu schlafen? Na und? Solche Vorschläge bekam sie im Zocalo von den betrunkenen Normalen des öfteren. Und nicht auf so subtile Art. Weil er sich konkrete Vorstellungen gemacht hatte - vermutlich genau mit dem Ziel, dass sie sie lesen sollte? 
Nein, auch im Zocalo empfing sie solche Vorstellungen des öfteren und sie berührten sie nicht besonders. 
Oder war es, weil sie überhaupt nicht darauf vorbereitet gewesen war? <Aber du warst es ja. Du hast genau das vermutet, als er seine Hand auf deine legte und begann, dich vertraulich Lyta zu nennen. Darum wurdest du ja immer wieder ärgerlich. – Aber du hast es dir nicht verbeten,> setzte sie hinzu. Nein. Das hatte sie nicht. Aber warum? Sie musterte sich in dem grossen Spiegel, der eine ganze Wand ihres Wohnzimmers einnahm. Nein, so wie sie jetzt dreinsah, würde G'Kar sicher nicht sagen: "Ich habe Sie noch nie so hübsch gesehen." Sie lächelte unwillkürlich. 
<Warum zum Teufel versuche ich mich überhaupt zu erinnern, wie seine Stimme geklungen hat?> fragte sie sich. 
Aber als sie sich das fragte, wusste sie bereits die Antwort. Nein, sie war nicht so sehr über seinen Vorschlag empört gewesen. Nicht über seine Vorstellungen. Das Erschreckendste für sie war es gewesen, dass ihr Körper auf seinen Vorschlag und seine Phantasien so gierig reagiert hatte. Ihr moralisches Empfinden hatte genauso heftig in die andere Richtung reagiert. <Nun hast du drei Probleme, Lyta. Einen verärgerten Narn und deine zwei ichs. Was machst du jetzt?> 
Sie versuchte herauszufinden, was ihre moralische Entrüstung eigentlich ausmachte. Es war nicht so sehr das Geldangebot, merkte sie. Sie hätte fast genauso heftig rea-giert, wenn er ihr einfach nur Sex angetragen hätte. Oder nicht? Doch. Einfach weil er kein Mensch war. <Verdammte bigotte Erziehung,> fluchte sie in Gedanken. Aber wie würde sie jetzt reagieren, wo sie wusste, dass sie neugierig war auf diese Erfahrung? Zustimmen? Vielleicht... 
<Wenn er zahlen will, soll er doch. Du kannst das Geld brauchen. Da ist nur das Problem, wie du das Geld und das andere bekommen kannst, ohne dich wie eine Hure zu fühlen.> 
Sie lächelte boshaft und begann sich eine Strategie zu überlegen. 
 
*** 
 
Der Türgong riss G'Kar aus seinen Gedanken. "Wer ist da?" 
"Ich bin es, Lyta Alexander," sagte sie ruhig. 
<Oho,> dachte sie übermütig, als es hinter der Tür still blieb. <offensichtlich hat jemand Respekt vor mir bekommen.> 
"Ich habe über Ihren Vorschlag nachgedacht und habe Ihnen einen Gegenvorschlag zu machen. Darf ich reinkommen?" 
Die Tür öffnete sich und sie trat vorsichtig ein. 
"Ich muss mich entschuldigen. Ich weiss einfach nicht, was in mich gefahren ist. Es tut mir sehr leid, wenn ich Ihnen weh getan habe." 
Sie starrten einander einige Sekunden in verblüfftem Schweigen an. Dann brachen sie in unbändiges Gelächter aus und lachten, bis sie atemlos waren. Sie hatten sich zur gleichen Zeit mit den gleichen Worten beieinander entschuldigt. 
G'Kar wischte sich die Lachtränen aus dem Gesicht und bemühte sich, wieder ernst zu werden. "Welchen Vorschlag wollten Sie mir machen, Lyta?" 
"Sie haben mir Geld für bestimmte Dinge angeboten. Könnten Sie sich vorstellen, mir das gleiche Geld einfach zu leihen? Sie müssten natürlich sehr lange auf die Rückzahlung warten, denn wir könnten erst etwas zurückzahlen, wenn unsere geplante Kolonie ein wenig Gewinn abwirft. Aber Sie würden es auf jeden Fall zurückbekommen." 
G'Kar dachte lange über ihre Worte nach. "Ich fürchte, ich schulde Ihnen einen Gefallen, Lyta. Ich werde Ihnen das Geld leihen." 
"Danke, dass Sie es so sehen... Ich fürchte, ich schulde Ihnen auch einen Gefallen. Schliesslich habe ich Ihnen mehr weh getan als Sie mir." 
"Nicht der Rede wert," der Narn schüttelte lachend den Kopf. "Sprechen Sie. Ich bin neugierig." 
Lyta holte tief Luft. "Sie haben mir angeboten, über den zweiten Teil Ihres Vorschlags zu sprechen. Tun wir es." 
Zuerst war der Narn sprachlos. Er war sich nicht im Klaren, ob ihre Frage ein Test war oder ob sie es ernst meinte. 
Es dauerte eine geraume Weile, bis er seinen Entschluss gefasst hatte. "Willst du wirklich nur darüber *sprechen*, Lyta?" 
 
*** 
 
Sie trommelte ungeduldig mit den Fingern auf die Konsole ihres Terminals. Na endlich. 
"Hallo, G'Kar. Ich glaube, wir müssen noch eingehender über den zweiten Teil deines Angebotes reden. Hast du heute Abend Zeit?" 
Der Gesichtsausdruck des Narn schwankte zwischen jäher Begierde und Bedauern und etwas Undefinierbarem. 
"Es ist leider unmöglich. Ich besitze einfach kein Geld mehr, das ich dir leihen könnte, Lyta." Seine Stimme klang bedauernd, aber seine Augen funkelten sie spitzbübisch an. 
<Oh, du ekliger Narn, für diese Bemerkung wirst du mir heute abend büssen,> schwor sie sich. 
"Zum Teufel mit dem Geld. Das Zeug bewegt die Welt. Ich will, dass sie noch einmal stillsteht." 

                                                                                             *** zum Anfang ***