1'800 CW-QSO's auf Thulhagiri, Maldives


So nun habe ich eine Kappe voll Schlaf gehabt. Wir kamen gegen Abend spät nach Hause. Das Ganze war sehr sehr toll. Beim Gepäck einchecken am Vorabend fragte ich, haben sie einen Remark auf Ihrem System? Der nette Schalterangestellte sagte, ja 20 kg Übergewicht Herr Lessert. Toll das klappt ja. Ich fragte nämlich die Balair cta an, ob ich meine Rig als Sportgerät mitnehmen könne. Sie erliessen mir sogar freundlicherweise sogar das Übergewicht! In meiner riesigen Videotasche war mein Kenwood TS 50, Icom 35 Schaltnetzteil, die ETM8C, Multimeter, Kompass, Fotoapparat etc.. Alles wog 10kg. Nur zog es ziemlich beim Tragen. 100m RG58, die Antennen und das Werkzeug war in meinem Koffer. Er schien auseinanderzugehen, wenn man ihn am Griff hob. So habe ich noch einen Koffergürtel darum gemacht. Nachdem wir dort (fast ohne Schlaf) um ca. 10 Uhr gelandet waren, mussten ich und Manuela, die Beste aller Besten, noch den Captain fragen wie die Position von Thulhagiri ist. Da er mir das nicht beantworten konnte gingen wir halt wenigstens mit dem Tip eine Seekarte einzusehen. Nun waren wir dadurch die letzten, wieder einmal mehr. Bei der Passkontrolle standen wir mal in der ersten Reihe, dann in der zweiten usw. bis wir die schnellste Reihe hatten... Wir waren doch die letzten. hi Dann nahmen wir die letzten resp. unsere Koffer zu uns und schauten uns nach der 9m Fischerrute um. Nichts. Dann nach etwa 10 Minuten warten entdeckten wir sie an einer Wand stehend! Dort erwarteten wir sie auf keinen Fall. Aber da wir ja die letzten waren spielte das ja nun auch keine Rolle mehr. Alles auf einen Wagen gestapelt und die Gastlizenz im Sack fuhren wir so ziemlich unschlüssig umher bis uns ein etwas müde aussehender einheimischer Uniformierter durchwinkte. Juhui der Funkplunder ist nun ohne Probleme in 8Q drinnen! Ich dachte noch, dass dies ein Vorteil sein könne. Oder hatte ich einfach Glück? Dann kam eine tolle rassige Fahrt mit einem schnellem Motorboot nach Thulhagiri. Sie dauerte etwa 20 Minuten. Das Meer stand still und unsere Haare zogen sich nach hinten. Das Wetter war spitze. Der Himmel war strahlend blau. Ich zückte die Videokamera und probierte so einiges auf Band festzuhalten. Dann noch mit dem Fotoapparat.




Nach der Ankunft dort auf der 300 x 200m Insel ging alles ohne Probleme. Manuela und ich suchten uns mit dem Kompass ein Bungalow direkt am Meer aus. Plötzlich stand ein gegen 30 Jahre alter etwas Indisch-Srilanka-aussehender Mann vor mir und fragte mich ob er mir bei meiner Sache helfen könne. Ich erklärte Hilmy, wie ein Dipol funktioniere und auf was es draufankomme. Nun suchten wir zwei hohe geeignete Palmen, die quer zu Europa standen. Die Palmen standen alle relativ dicht beieinander und somit eigentlich nicht ganz optimal. Immer wieder wischte ich mir den Schweiss von der Stirn. Meine JA-Uhr zeigte 33.7 Grad an. Plötzlich, aua. Ein Schmerz. Auf einem Zehen war eine grosse ca. 2 cm lange Ameise. Sie pi.. mir drauf. Ich schüttelte meinen Fuss. Sie war immer noch drauf. Ich wischte sie ab. Endlich. Aua machte immer noch weh. So was. Der nette und hilfsbereite Hilmy kletterte auf die Palmen, wie er das jeden Tag machen würde. Ich staunte. Er fragte noch ob ich mal probieren wolle. Ich sagte ihm, meine Ferien wären fertig bis ich oben angekommen sei... Falls .. Unterdessen versammelten sich immer mehr Hotelangestellte und verfolgten gespannt unser Vorhaben. Als mein teurer Gaslötkolben nicht zu gehen schien, brachten sie mir einen elektrischen Lötkolben. 150W stand drauf! Ich probierte weiter. Zum Glück ging er dann plötzlich wieder. Das Gas ist vermutlich nicht das richtige. Ich lötete das RG 58 direkt an den balunlosen spezial Kelemen-Trap-Dipol an. Durch das Weglassen der Balune wogen die Dipole 10-15-20-40 und 12-17-30 zusammen weniger als ein Kilo. Das war mir wichtig.