Meine Lebensphilosophie

Wie ist der Mensch entstanden? Antworten auf diese Frage gibt es viele, und dennoch eigentlich keine. Denn mit Sicherheit wissen wir nichts, es ist zum grössten Teil eine Glaubensfrage. Unser Denken ist sehr beschränkt und die Wirklichkeit unendlich grösser und gewaltiger als wir verstehen kö;nnen. Das folgende Weltbild ist ein sehr persönliches und beruht auf meinem Glauben und den Erfahrungen, die ich durch die Astrologie und meine Lebensberatungen gewonnen habe. Ich finde, dass diese Weltanschauung für das alltägliche Leben eine Hilfe darstellt. Das ist für mich das Wichtigste und deshalb gebe ich sie hier auch weiter. Vielleicht kann jemand anders damit sein Leben auch positiver gestalten.
Der Sinn des Lebens liegt für mich darin, einen anfänglichen Impuls wachsen zu lassen, sich seiner bewusst zu werden, um eines Tages mit der Gewissheit aufzuwachen, dass ich es selber war, der mir diesen Impuls verabreichte und der die Ursache für alles weitere ist. Ich bin selber der Anfang und das Ende; das Nichts und doch das Alles.
Ich bin der einfache Wassertropfen der vom Himmel fällt und durch alle die möglichen Formen des Daseins am Ende seiner Reise die bewusste Erfahrung machen kann: Ich bin das Meer.
Ich bin anfänglich ein Lichtpunkt der zum Strahl wird, unterschiedliche Formen annimmt, Erfahrungen macht und schliesslich die Erkenntnis erlangt: ich selber bin das Ewige, alles Umfassende, der Ursprung - der Ausgangspunkt allen Seins.
Der Gedanke der Reinkarnation oder Wiedergeburt ist für mich die Erklärung für all die unterschiedlichen Lebensbedingungen, die die Menschen bei der Geburt antreffen. Wäre es das einzige Leben, hätte ich Mühe, dies für gerecht und fair zu halten. Ein Mensch, der in eine liebevolle, intakte Familie geboren wird, dem es materiell und körperlich an nichts mangelt, der ein Vorbild hat, wie man miteinander respektvoll und tolerant umgeht, der eine harmonische Kindheit erlebt, den wird dies in seinem weiteren Leben stark beeinflussen. Nicht ohne Grund sagt man, dass die ersten Lebensjahre prägend seien. Nun aber wird ein anderer Mensch in eine Familie hineingeboren, wo er mit Hass und Gewalt konfrontiert wird. Diese Kindheit wird ihn sein Leben lang verfolgen. Wenn er es nicht schafft, damit positiv umzugehen, wird er die aufgestauten Aggressionen an seinen eigenen Kindern auslassen. Dieser Mensch hat es viel viel schwerer, ein positives, von Liebe erfülltes Leben zu leben. Wo ist also da die Gerechtigkeit, wenn es nur ein Leben gäbe. Auch die Antwort auf die Frage, was mit totgeborenen Seelen ist, oder mit Menschen, die geistig behindert sind, kann ohne Bezugnahme zur Lehre der Wiedergeburt nicht gefunden werden.
Schon die Tatsache, dass wir mit bestimmten Erbfaktoren geboren werden, zeigt doch, dass wir mit einer vorbestimmenden Anlage belastet sind, die ja nur mit uns selber etwas zu tun haben kann. So wird der Ausgang der letzten Inkarnation zum Start in das neue Erdenleben. Wir werden also nie zufällig in eine bestimmte Familie hineingeboren, unsere Eltern sind nicht zufällig unsere Erzieher und unsere Kinder wurden nicht zufällig uns anvertraut. Es steht immer ein tieferer Sinn dahinter, eine alte Bindung, ein familiäres Karma oder eine Chance für unsere geistige Entwicklung.
Der Begriff Karma ist leider in der heutigen Zeit oft falsch verstanden worden. Es darf niemals ein Urteil gefällt werden über Menschen, die ein sogenanntes schweres Schicksal erleiden. Wir wissen nicht, ob diese Seele etwas aus einem früheren Leben ausgleicht oder ob sie sich bewusst solche Herausforderungen gewählt hat, um rascher auf dem geistigen Pfad vorwärtszukommen. Tatsache ist, dass alle Menschen diese unterschiedlichen Erfahrungen durchmachen müssen, um sich weiter zu entwickeln und sich allen Umständen des Lebens bewusst werden zu können. Alle Herausforderungen sind Hilfsmittel dazu.
Der Sinn des Lebens allgemein besteht darin bewusst zu werden, was wir eigentlich sind, und dementsprechend bewusst zu leben. Ich glaube, dass der Mensch von göttlicher Natur ist. Das heisst, dass er ursprünglich göttlich war - aber, und das ist das Entscheidende er war es sich nicht bewusst. Um bewusst zu werden, muss er auch die andere Seite erfahren. Ohne Schatten erkennt man das Licht nicht. Der Weg der Menschheit führt also vom unbewussten Göttlichen zum bewussten Göttlichen. Dieser Weg führt durch die Dunkelheit, durch die Dualität. Es ist eine Tatsache, dass der Mensch durch Schmerzen lernt, dass er durch Krankheiten sich weiterentwickelt. Wäre er immer zufrieden und glücklich, würde er keinen Schritt weitergehen. Deshalb besteht ja auch der Drang in uns, immer wieder etwas Neues zu suchen. Diese Unzufriedenheit kommt daher, dass wir nach unserem göttlichen Ursprung suchen, dieser Geborgenheit und vollkommenen Liebe, nach Gott. Wir suchen leider die meiste Zeit am falschen Ort, nämlich in der materiellen Welt, in immer wieder neuen Beziehungen. Einige suchen mit Hilfe von Drogen und Alkohol  unbewusst oder bewusst nach der Glückseligkeit, die sie von den Qualen der harten Realität erlösen sollten. Aber je bewusster wir leben, umso weniger müssen wir leiden. Bewusst leben heisst, die geistigen Gesetze zu achten.
Das grösste Gesetz oder die grösste Kraft im Leben ist die Liebe. Darunter verstehe ich jedoch die geistige, selbstlose Liebe, die frei ist von jeglichem Eigennutzen, von jeglicher Erwartung. Diese Liebe ist nicht an einen Menschen oder eine Sache gebunden. Diese Liebe ist frei und unbegrenzt. Das bedeutet, dass sie nicht vom Gemüt oder von Emotionen geleitet wird, sondern vom Geist in uns, vom Göttlichen in uns. Wenn wir alles, was wir tun, mit selbstloser Liebe tun, immer das Wohl des andern als Ziel vor Augen haben, so leben wir bewusst in der Einheit mit dem Göttlichen. Es ist nicht so, dass wir durch Selbstlosigkeit unsere eigene Persönlichkeit aufgeben. Im Gegenteil - unsere wahre Persnlichkeit ist ja das Göttliche in uns- also die Liebe. So kommt unsere Persönlichkeit erst dadurch richtig zur Geltung. Dies wirkt nach aussen und diese Menschen strahlen. Das göttliche Licht strahlt durch uns.
Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist überall in der Natur und im täglichen Leben sichtbar. Was ich säe, das ernte ich. Je nachdem, wie ich handle, so sind die Folgen. Dieses Gesetz betrifft nicht nur unsere Handlungen, sondern auch unsere Gedanken. Es ist wie eine Anziehungskraft, die das anzieht, was man aussendet. So sind alle Umstände, die Menschen, mit denen wir zu tun haben, die Umgebung, in der wir leben, die Schwierigkeiten, die auf uns zukommen, Reaktionen auf unsere Gedanken. Wie oft konnten wir schon erfahren, dass, wenn wir mit einer positiven Einstellung an eine Sache herangegangen sind, alles wie geschmiert lief und auch die Menschen freundlich und entgegenkommend waren. Sind wir aber missgelaunt und pessimistisch, so geht auch alles schief und die Mitmenschen sind unfreundlich und gehen uns auf die Nerven.

Natürlich ist es manchmal sehr schwierig, positiv auszustrahlen, wenn man bedrückt ist oder einfach schlechte Laune hat. Wir haben auch einen Teil in uns, der noch wild ist, das sogenannte Animalische. Diese Seite in uns treibt uns in das Gemüt, in Emotionen, denen wir oft ausgeliefert sind. Doch das ist Teil unseres Entwicklungsprozesses, dass wir diese ungezügelten Triebe positiv lenken lernen.
So sind die Entscheidungen, die wir treffen, immer auch von unserem Entwicklungszustand abhängig. Es kommt darauf, an, wie bewusst wir unserer wahren Natur sind, oder ob wir unseren Emotionen unterliegen.
Ich unterscheide &übrigens zwischen Emotionen und Gef&ühlen. Gefühle sind sehr fein und niemals zerstörerisch. Emotionen aber können Hass, Eifersucht, Gewalt und Wut sein, denn sie kommen aus dem Animalischen. Gef&ühle aber, die unsere Sensibilität (nicht Empfindlichkeit) zeigen, kommen aus der Liebe, aus unserer göttlichen Natur.
Es gibt schwerwiegende Entscheidungen, die unser Leben total verändern, zumindest äusserlich. Aber auch kleinere Entscheidungen haben immer eine Auswirkung. Nur schon die Entscheidung, ob ich eine Stunde länger schlafe oder nicht, kann unter Umständen sogar lebenswichtig sein. Und wenn man daran denkt, welche Kettenreaktionen daraus erfolgen. So sind bei Unfällen oft die Gedanken: Wäre ich doch nur früher zur Arbeit gefahren, dann hätte ich nicht bei der Barriere halten müssen, dann wäre an jener Kreuzung nicht Grün gewesen und dieser betrunkene Autofahrer wäre nicht in mich hineingerast. Alles kleine 'Zufälle'? Viel später kann man dann erkennen, dass eben dieser Unfall dazu geführt hat, dass man z.B. im Spital dann diese Bettnachbarin hatte, die von ihrem Sohn Besuch bekam und der jetzt zum Lebenspartner wurde - und ob man jetzt glaubt, dass das alles zufällig war - ist Glaubenssache. Als gläubiger Mensch wird man überzeugt davon sein, dass man von Gott geführt wird und nicht an Zufall glauben. Vom realistischen Standpunkt sieht man aber auch die Kettenreaktion.
Ich persönlich bin überzeugt, dass wir Weichen stellen können auf unserem Lebensweg durch unseren freien Willen. Diese Weichenstellung ist aber die Ursache für viele andere Weichenstellungen, die dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterliegen. Dieses Gesetz aber ist ein göttliches Gesetz, das Gesetz der Liebe. Und somit sind alle Wirkungen gleichzeitig göttliche Führungen oder Fügungen.
So ist es auch schwierig, die Zukunft vorauszusagen. Der Hellsichtige kann nur, wenn er gut ist, die Zukunft aus der jetzigen Ausgangslage heraus erkennen. Wenn sich der Mensch jedoch anders entscheidet, als es den Anschein machte, so wird sich die Zukunft entsprechend verändern. Nur Schicksalsereignisse sind voraussehbar. Das sind Ereignisse, die die Seele gewählt hat, bevor sie inkarniert wurde, um etwas bestimmtes zu lernen.
Es gibt keine Zufälle. Jede Situation ist von uns heraufbeschwört worden. Sogar das Land und die Zeitereignisse haben mit unserem persönlichen Karma zu tun.
Der Umstand, dass wir einen freien Willen haben, macht uns für unser Leben selbst verantwortlich. Wir können niemandem sonst die Schuld in die Schuhe schieben. So oft sind wir unzufrieden mit unserem Leben und merken nicht, dass wir es selber sind, die es soweit haben kommen lassen und so liegt es auch an uns, das zu erkennen und entsprechende Veräderungen vorzunehmen.
Der Mensch würde viel verantwortungsbewusster mit der Natur umgehen, wenn er wüsste, dass er für die Folgen der Luftverschmutzung und der Zerstörung der Umwelt selbst zur Rechenschaft gezogen wird. Er kann nicht denken, dass er die negativen Auswirkungen vermutlich nicht mehr erleben werde. Er wird genau dann wiedergeboren, wenn er die Folgen seines Tun zu spüren bekommt. Vielleicht wird er dann zum engagierten Naturschützer.
Es wäre aber fatal zu sagen, jeder, der sich aktiv für den Erhalt der Natur einsetzt, hätte sie fr&üher einmal zerstört. Die Hintergründe und Ursachen, wieso jemand etwas tut oder etwas erlebt sind so individuell und es gibt tausend Facetten und Möglichkeiten. Das zu verstehen ist sehr wichtig, damit wir ein bestimmtes Ereignis nicht falsch beurteilen, oder aus dem Verhalten eines Menschen falsche Schlüsse ziehen oder gar Vorurteile aufstellen. Das Leben und seine Gesetze sind so vielfältig und ideenreich, dass wir es besser nur bewundern und nicht voreilig bewerten sollten.