Datenautobahn – Massenkommunikation
oder
Wieviel Informationen braucht der Mensch?
Ein Drittel seines wachen Lebens verbringt der moderne Mensch mit den Massenmedien. Und ein grosser Teil seiner übrigen Zeit nutzt er zur Kommunikation. Kein Wesen auf dieser Erde ist so schwatzhaft und mitteilungssüchtig wie jener Zweibeiner, der vor Jahrmillionen in Ostafrika von den Bäumen stieg.
Der Fortschritt der modernen Kommunikationsmittel schreitet mit einer unglaublichen Geschwindigkeit voran. Zeitungen, Telegrafen, ja sogar Radio und Fernsehen sind gehören heute zum Alltag wie das Aufstehen am frühen Morgen. Doch damit nicht genug eine neue Entwicklung in der Computertechnik bzw. in der Kommunikationstechnik sorgt heute für Gesprächsstoff: Globale Vernetzung — Daten–Autobahn heissen die Stichworte. Eine Revolution in der Massenkommunikation: Jeder kann sich die jede gewünschte Information von überall aus dem Internet saugen, kann mit Menschen kommunizieren, welche Tausende von Kilometern oder auch nur ein paar Meter entfernt sind. Man kann auf einfachste Weise Daten austauschen. Sucht Frau einen Freund oder Mann eine Freundin: Kein Problem via Datenautobahn lernen Sie Ihren Partner kennen, ohne Risiko ganz anonym.
Wie zu jeder anderer Entwicklung muss man/frau sich auch ein paar kritische Fragen stellen. Ist es überhaupt erstrebenswert freien Zugang zu jeglicher Information zu bekommen? Wie steht es mit Datenschutz und freiem Datenzugang? Wer entscheidet darüber welche Information frei zugänglich sein darf und welche nicht? Verlernen wir mit dieser scheinbar grenzenlosen aber anonymer Kommunikation nicht persönliche Kommunikation von Mensch zu Mensch. Dies sind nur wenige Fragen, die uns in Zukunft noch beschäftigen werden. Einige dieser Fragen dürfte sich auch unser Parlament stellen müssen und entsprechende Gesetze ausarbeiten müssen[1].
[1] Zum Teil schon geschehen: Datenschutzgesetz usw.