Plagiatsuche mit Google — eine Hilfestellung für Lehrkräfte



           

Plagiate finden — Vorgehen

Ler­nen­de, die auf der Suche nach einer selb­stän­di­gen Ar­beit oder einem Re­ferat zu einem be­stimmten The­ma sind, ver­wen­den Such­ma­schinen. Genau den glei­chen Weg können auch wir Lehr­kräf­te nehmen - und das sollten die Ler­nen­den wissen. Die fol­gen­den Hin­weise helfen dir beim Auf­spüren von Plagiaten:
  1. Tippe nicht nur das The­ma der Haus­ar­beit bei einer be­lie­bi­gen Such­ma­schi­ne ein, das hilft fast nie.

  2. Suche nach einer mar­kan­ten Text­stelle (3-7 Wör­ter) und füge sie in das obige Text­feld ein. Mit einem Klick auf «Zi­tat su­chen» wird diese dann in An­füh­rungs­zei­chen der Such­ma­schi­ne (Google) über­geben.
Sätze wie «1989 fiel in Ber­lin die Mauer» sind un­gün­stig für den Nach­weis eines Plagiats (684 Er­geb­nisse). Hin­ge­gen führt der Satz «Die Ur­kunde trägt kein ge­naues Da­tum.» zu nur 4 Er­geb­nissen!

Des­halb eig­nen sich besonders Text­stellen, welche die rechts be­schrie­be­nen Be­son­der­hei­ten auf­wei­sen.
Für den Nach­weis ge­eig­ne­te Text­stellen:
  1. Wörter und Phra­sen
    • Text­stellen mit Kom­bi­na­tio­nen aus Fach­wör­tern
    • Eigennamen
    • selten verwendete Wort­kom­bi­na­tio­nen
    • zusammen­gesetzte Wörter

  2. Fehler
    • Tippfehler (z.B. unein­heit­liche Verwendung von ß)
    • Stilwechsel
    • Fallfehler
    • Interpunktion
    • unkorrekte Fach­begriffe (Ma­schinenüber­set­zung)

  3. Formatierung
    • unmotivierte Schriftart­wechsel
    • Hyperlinks im Fließtext
    • Forma­tie­rungs­feh­ler (Ta­bu­la­to­ren, Zei­len­umbrüche)
Lernende sollten den Unter­schied zwischen Plagiat und Re­cher­che kennen. Mit der massi­ven Zu­nah­me der On­line-Medien hat das Ur­he­ber­recht eine viel größere Be­deu­tung erlangt. Es hat sich be­währt, Ler­nen­de eine ent­spre­chen­de Be­stä­ti­gung un­ter­schrei­ben zu lassen.
Sie wissen, dass Be­trug eine un­ge­nü­gen­de Be­wer­tung zur Fol­ge hat!
Bestätigung (Beispiel)
Ich habe diese Arbeit selb­ständig und ohne frem­de Hil­fe ver­fasst. Ich ha­be kei­ne Texte ko­piert und sie als mei­ne ei­genen aus­ge­ge­ben. Die Quellen meiner In­for­ma­tionen sind voll­ständig aufgelistet. Ich ak­zep­tiere die Maß­nah­men, die bei Miss­ach­tung die­ser Re­geln ge­trof­fen wer­den.
Datum, Un­ter­schrift

© 2007-2017 Thomas Bigler, für Lehrkräfte frei kopierbar