Concordia Aktuell vom Mai 1999

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort des Präsidenten
Ein Ausflug mit der Musik macht froh und heiter!
Jahreskonzert 1999
87. Generalversammlung vom 5. März 1999
Jahresbericht des Jungmusikkantenbetreuers
Rekorde

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Vorwort des Präsidenten

 

Mit dem Frühlingserwachen der Vegetation, wird auch das Vereinsleben der Concordia aktiviert.

Nach dem Jahreskonzert folgt eine längere Fasnachtspause. Diese Pause wird von den Musikantinnen und Musikanten sehr geschätzt, so kann man sich von dem strengen Probenbetrieb fürs Jahreskonzert erholen.

Es folgt die Generalversammlung, da wird mit Jahres-berichten und Jahresrechnung nochmals ins alte Jahr zurückgeschaut. Mit der Absegnung des Jahresprogramms sind dann die Gedanken rasch zum neuen Vereinsjahr gelenkt. Der Weisse Sonntag ist in der Regel der erste öffentliche Auftritt im Frühjahr.

An diesem Sonntag nach Ostern spielen wir am Morgen zweimal für die Erstkommunikanten und am Nachmittag am Eierlesen. Dieses Jahr kam ein Auftritt am Samstag im Altersheim dazu. Es war ein strenges Wochenende, doch die Präsenz war gut. Nur das Wetter spielte April. So konnten wir am Samstag bei wärmender Sonne im Freien spielen. Am Sonntag Morgen bei kühlem regnerischen Wetter und am Nachmittag war es wieder trocken aber auch kühl. Immerhin konnten wir am Sonntagmorgen wieder einmal die traditionelle 1. Kommunionsprozession durchführen. Die Instrumente, die Noten und auch unsere Köpfe waren nass geworden, was die Diskussion um einen Uniformenhut wieder einmal kräftig anzuheizen vermochte. Ob mit oder ohne Hut, ich freue mich aufs Vereinsjahr 99 und wünsche Ihnen liebe Leserinnen und Leser viel Vergnügen bei der Lektüre von "Concordia Aktuell"

Gregor Gschwind

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Ein Ausflug mit der Musik macht froh und heiter!

 

Am 2. Januar 1999 trafen wir uns zu einem Ausflug um 10.00 Uhr beim Mühlebodenschulhaus. Es waren nur wenige Aktive dabei, doch dies störte die Stimmung nicht. So machten wir uns ( Edi, Meinrad, Daniel,Gregor, Walti,Thomas und andere) auf den Weg. Die Führung übernahm wie immer Edi. So liefen wir also Richtung Biel – Benken los und kamen bald schon am Oserdenkmal an. Hier an der Feuerstelle blieben wir. Beim Essen und einem guten Schluck Wein stieg die Stimmung immer mehr. Zum Dessert hat uns Gregor einen Cognac mitgebracht, welcher in kürzester Zeit bereits verschluckt war. Nach einer Weile sahen wir Gregor friedlich auf einer Bank ein Nickerchen machen. Gut ausgeschlafen machten wir uns dann auf den Heimweg. Mit jeder Frau die uns entgegenkam war Edi in der Grundschule. Wir mussten ihn zurückhalten, damit er nicht an einer Hundeleine gassi geführt wurde. Wer die Musik kennt, weiss der Ausflug ist mit dem Rückkehren nach Therwil noch lange nicht fertig ! Im Sternen haben wir noch einen Zwischenhalt gemacht. Nach einer oder waren es mehr Stunden ging man dann nach Hause. Es war ein sehr schöner Ausflug, hoffentlich kommen das nächste Mal etwas mehr Aktive mit.

Herzlichen Dank an Edi für die Vorbereitung und die Durchführung und bis zum nächsten Jahr ?

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Jahreskonzert 1999

 

"Originelle Originale" lautete das Motto des letzten Jahreskonzerts der Concordia in diesem Jahrtausend, das am 6. Februar in der Mehrzweckhalle Therwil über die Bühne ging.

Der diesjährige Musikabend wurde wie gewohnt vom Jugendblasorchester Leimental unter der Leitung von Frank Amrein mit unterhaltenden und bekannten Melodien eröffnet. Dieser Auftritt bot den Jugendlichen auch die Möglichkeit, einige Solisten zu präsentieren, von denen vor allem die zwei Schlagzeuger mit ihrem Stück "The Sand-paper Ballet" von Leroy Anderson grossen Beifall ernteten.

Nach der Darbietung des Jugendblasorchesters war die Concordia dann bereit für ein interessantes, abwechslungsreiches und für Therwiler Verhältnisse vielleicht auch ein wenig aussergewöhnliches Jahreskonzert. Mit dem Konzerttitel "Originelle Originale" hatte der Dirigent Stefan Keller zusammen mit der Musikkommission ein Programm zusammengestellt, dass ausnahmslos aus Originalkompositionen für Blasorchester bestand. Es wurde bewusst auf Arrangements von Stücken, die nachträglich für Blasmusik umgeschrieben worden waren, verzichtet, um dem Publikum eine möglichst grosse Bandbreite an Originalliteratur zu präsentieren. Das Programm war auch in drei Teile gegliedert: Zuerst ein volkstümlicher-traditioneller, dann ein konzertanter und nach der Pause ein unterhaltender Teil.

Begonnen wurde das Konzert mit dem beliebten und bekannten "General Guisan-Marsch" von Stephan Jäggi, bei dem sogar zwei Trompeter ihre Instrumente gegen Clairons eintauschten. Neben dem Eröffnungsmarsch bestand dieser volkstümliche Teil noch aus einem Ländler, einem Solostück für Alphorn und Blasorchester ( Gregor Gschwind ) und einem weiteren bekannten Marsch "The Army of the Nile" vom englischen Komponisten Kenneth J. Alford, womit auch die Anhänger der traditionellen Blasmusik voll auf ihre Kosten kamen.

Der konzertante Block wurde mit dem Stück "The Raven" von Barry E. Kopetz eröffnet, mit dem es dem Komponisten gut gelungen war, das Gedicht "Der Rabe" von Edgar Allen Poe in Musik umzusetzen. Nach dem Raben ging es dann mit dem Stück "Träume eines Psychopathen" im ähnlichen Stil weiter. Der Komponist Michael Francis beschrieb in seinem Werk eine Nacht eines schlafenden Psychopathen, der im Verlauf der Nacht in seinen Träumen plötzlich ganz geheilt zu sein scheint, bis er gegen Ende der Nacht wieder von seiner Krankheit eingeholt wird. Mit dem Stück "Rollo Takes a Walk" von David Maslanka wurde der konzertante Block und damit auch der erste Konzertteil abgeschlossen.

Der zweite Konzertteil bestand aus Unterhaltungsmusik, zu dessen Beginn sich die Schlagzeuger in "Music for Drums" unüberhörbar in Szene setzen konnten. In diesem abwechs-lungsreichen Teil wurden sowohl sanfte Klänge ( "Mood Romantic" ) als auch fetzige, rockiger Sound ( "Central Park" ) geboten. Der Abschluss des Konzertes bildete das Stück "Dancing on the Seashore", bei dem sich noch einmal alle Register präsentieren konnten, was beim Publikum anscheinend besonders gut ankam.

Mit diesem, zum Teil eher ungewöhnlichen Programm, ist die Concordia Therwil an diesem Jahreskonzert einen neuen Weg gegangen und hat sicher nicht den Geschmack ganz aller Zuhörer getroffen. Es wurde versucht, möglichst viele Arten von originaler Blasmusik zu zeigen und dem Publikum auch eher selten gespielte Kompositionen zu bieten. Vor allem der konzertante Teil sollte mit ungewöhnlichen Klangcollagen, Gesangseinlagen und unvertrauten Rhythmen den Zuhörern zeigen, dass auch Musik, die nicht in allen Ohren "schön" klingen, durchaus zu einem Klang – Erlebnis werden kann. Die einführenden Erklärungen des Speakers erleichterten wohl auch das Verständnis der Wer-ke. Mit diesem Konzert wurden nicht nur das Publikum, sondern auch die Musizierenden gefordert. Nach anfänglichen Kritiken einiger Mitglieder, konnten doch einige festgefahrene Meinungen und Vorurteile vor allem über die zeitgenössische Musik beiseite geschafft werden und wir hoffen, dass es uns gelungen ist, damit auch den musikalischen Horizont unserer Zuhörer zu erweitern. An dieser Stelle möchte ich unserem Dirigenten Stefan Keller für all die Mühen und Anstrengungen, die er aufgewendet hat, und all die Nerven, die es ihn gekostet hat, danken.

Ein erster Blick in die Umfrage, die während dem Konzert durchgeführt worden war, hat ergeben, dass diese Stücke vielen Zuhörern sehr gefallen haben, auch wenn der Unter-haltungsteil am meisten Anklang gefunden hat. Eine ausführliche Auswertung dieser Umfrage wird in der nächsten Ausgabe von "Concordia Aktuell" zu lesen sein.

 

Herzlichen Dank!

Wir möchten allen Danken die uns auf irgend eine Weise bei unserem Jahreskonzert unterstützt haben.

Unseren Aushilfen, unserem Speaker Stefan Uehlinger, dem Servicpersonal und dem Männerchor für die Hilfe hinter dem Buffet, in der Küche und beim Eingang.

Colette & Linus Schenker für die Organisation der Wirt-schaft und Franz Bobst und Dominik Widmer für die Tombola. Erika Sprecher für die Blumen auf den Tischen.

Allen Musikantenfrauen für das Backen der Kuchen und Torten.

Walter Gutzwiller, Edi Gutzwiller und Brigitta Lagger für die Suche der Inserenten.

Allen Inserenten und Sponsoren, Passive, Gönner und Freunde der Concordia Therwil.

Jörg Rudolf

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87. Generalversammlung vom 5. März 1999

 

Zur Eröffnung gabs traditionsgemäss einen Marsch. In diesem Jahr spielten wir "The Traditionals" von Koss Mark. Nach der Begrüssung durch Gregor Gschwind-Kümmerli fing der offizielle Teil an.

Es waren 44 Personen anwesend, zur Traktandenliste gab es keine Wortmeldungen. Das Protokoll der 86. Generalversammlung vom 13. März 1998 wurde durch Linus Schenker verlesen und mit einem Applaus verdankt. Es folgte der Jahresbericht des Präsidenten, mit der Ehrung der Verstorbenen Aktiv-, Ehren- und Passivmitglieder vom letzten Jahr, musikalisch mit einem Choral begleitet, von einigen aktiven Musikanten, des Jungmusikkantenbetreuers (siehe in diesem Heft) und der Bericht des Passivmitgliederbetreuers Alfons Bobst. Er konnte vom Erfolg der Passivmitgliederwerbung 1998 berichten. Es sind nun 477 Passive. Herzliche Gratulation auch an Alfons.

Die Jahresrechnung schloss mit einem minus von SFr.  344.15 ab. Der Revisorenbericht lobte die Arbeit von Markus Rust und bat die Versammlung die Jahresrechnung wie auch das Budget zu genehmigen. Was die Anwesenden dann auch taten.

Bei den Mutationen konnten wir Leila Häring, Querflöte, neu in unseren Verein aufnehmen. Sie wird sich im nächsten "Concordia Aktuell" noch vorstellen.

Das Budget mit einem Verlust von SFr. 4'500.-- wurde angenommen. Die Beiträge und die Kompetenzindizes blieben gleich wie im Vorjahr.

Das Jahresprogramm wurde mit einigen Diskussionen festgelegt und genehmigt. Auch in diesem Jahr gab es keine Anträge.

Die Ehrungen wurden von unserem Präsidenten vorgenommen. In 1998 fanden 59 Treffen statt,welche mehr oder weniger gut besucht waren. Der Vorstand traf sich zu drei Sitzungen und diversen Besprechungen nach einer Musikstunde. Ausserdem fand in diesem Jahr das Vorstandsessen statt.

Christian Brunner ist neu ein Ehrenmitglied der Concordia Therwil. Herzlichen Glückwunsch.

Die Veteranen wurden bereits am Konzert vom 6. Februar 1999 geehrt. Franz Bobst bemerkte noch, dass unser Präsi Gregor Gschwind-Kümmerli in diesem Jahr auch Veteran wird (25. Jahre) , so wurde er halt nachträglich geehrt.

Das Diverse war sehr schnell erledigt und so konnten wir zum gemütlichen Teil übergehen. Nach dem Essen, dass gut war, spielten wir noch einige Stücke, bis man sich dann langsam verabschiedete und sich auf den Heimweg machte.

Thomas Abächerli

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Jahresbericht des Jungmusikkantenbetreuers

 

Heute* können wir auf ein weiteres bewegtes Jahr zurück blicken. Im Frühjahr begann es mit einigen Konzerten. Nach den Sommerferien wurde dann aber richtig los gelegt. Die Vorbereitungen für das Musiklager liefen schon auf Hochtouren und es wurden auch bereits Noten verteilt, somit konnte mit den Proben begonnen werden. Das Motto für das Musiklager hiess dieses mal "Cool Dude", und es wurden mit allen Registern und allen Teilnehmern ver-schiedene Solostücke einstudiert.

Das Lagerhaus befand sich an einer sehr schönen Stelle etwas über Grindelwald-Dorf. Aber leider waren die Heimleiter im gleichen Haus untergebracht, und hatten kein Verständnis für die nicht gerade leisen Nächte unserer Jungmusikanten, und drohten ab und zu auch mit der Polizei. Trotzdem war diese Woche schnell vorbei und es war an der Zeit die Schlusskonzerte zum Besten zu geben. Das erste Konzert fand am letzten Tag in Grindelwald statt. Es fanden nur wenige Zuhörer den Weg in den Konzertsaal, trotz der Werbung des Verkehrsvereins. Für die Jungmusikanten war es eine gute Hauptprobe für das zweite Konzert am Samstag in Biel-Benken. Hier war es nicht mehr so einfach das Solostück in einem gut gefüllten Konzertsaal fehlerfrei vorzutragen. Es gelang allen aber sehr gut.

Am 22. November fand dann das traditionelle Jahreskonzert der beiden Blasorchester statt.

Anfangs Januar wurden wir vom JMS-Leiter Jürg Staub orientiert, dass es einen personellen Wechsel beim Dirigenten beider Blasorchester geben wird. Frank Amrein wird bis zum Sommer die Blasorchester weiter leiten. An einer Sitzung mit den Vertretern der drei Musikvereinen, der JMS und einer Delegation der Jungmusikanten wurde das weitere Vorgehen besprochen. Frank Amrein erörterte den Grund seines Rücktrittes. Er wird an der JMS Waldshut ein grosses Pensum Trompetenunterricht übernehmen und hat die Möglichkeit für Ensemblearbeit. Trotz des Rücktrittes als Dirigent organisiert Frank dennoch die nächste Orchesterreise. Diese findet in der letzten Septemberwoche statt und führt uns nach Antwerpen, wo wir bei einem Gastverein untergebracht und ein gemeinsames Konzert einstudieren werden.

Zum Schluss gibt es etwas Neues zu vermelden. An ein paar Sitzungen mit den Musikvereinen Ettingen und Oberwil haben wir eine Richtlinie erarbeitet um die Kosten der JMS- Ausbildung möglichst klein zu halten. Wir meinen mit diesen Richtlinien können wir bei den Jungmusikanten, die kein Interesse haben, unseren Vereinen beizutreten, Gelder einsparen, und diejenigen unterstützen, die später vielleicht einmal beitreten werden.

Die nächste Aufgabe die uns erwarten wird, ist die Suche eines Nachfolgers für die vakante Stelle des Dirigenten der beiden Blasorchester. Die Stelle wurde in diversen Musikzeitungen ausgeschrieben. Wie sich alles entwickeln wird, werden wir im laufenden Jahr sehen, und ich werde bei nächster Gelegenheit wieder orientieren.

 

* Der Bericht wurde an der GV vom 5.März 1999 von Franz verlesen!

Franz Bobst

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Rekorde

 

Wer komponierte das langweiligste Musikstück der Welt?

Das eintönigste Musikstück stammt vom deutschen Kom-ponisten Peter Cornelius ( 1824 bis 1874 ). Das seltsame Stück heisst "Ein-Ton", und so klingt es auch !

Die einzige Note wird dabei in dreissig Takten insgesamt achtzigmal wiederholt.

 

Wie weit erstreckte sich die längste Musikkapelle ?

Um das Klarinettenstück "Line Up" aufzuführen, stellten sich hundert Klarinettisten in Abständen von jeweils 16 Meter auf und bildeten so eine 1,6 Kilometer lange Reihe. Sie taten das nicht freiwillig, sondern weil der Komponist William O. Smith diese Aufstellung ausdrücklich anord-nete. Nur so könnte sein Stück Blasmusik werkgetreu rep-roduziert werden, behauptete der Künstler. Die Blasmusiker mussten von zwanzig Dirigenten im Takt gehalten werden, die jeweils fünf Spieler im musikalischen Griff und untereinander Sichtverbindung hielten. Sonst wären die Klarinettisten aus dem Takt geraten.

 

In welcher Höhe fand das höchste Konzert statt ?

In einer Höhe von zwölf Kilometern über dem Meeresspiegel konzertierte die Wiener Kammerphilharmonie -  und brach damit sämtliche konzertanten Höhenrekorde. Das Konzert fand an Bord eines Jumbo-Jets statt.

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