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R I P - D E A L

Tatverdächtigter festgenommen

PM 37/2007 95.000 Euro bei "Rip-Deal" erbeutet:
Tatverdächtiger festgenommen

Pressemitteilung Nr. 37/2007 vom 18.06.2007 PM 37/2007

95.000 Euro bei “Rip-Deal” erbeutet: Tatverdächtiger festgenommen

Ein 20-Jähriger, dem vorgeworfen wird, Anfang letzter Woche in Berlin im Rahmen eines sog. “Rip-Deals” einem 65-Jährigen 95.000 Euro geraubt zu haben, wurde Ende vergangener Woche in Köln festgenommen.
Der 20-Jährige soll Teil einer Gruppierung sein, die sich auf Straftaten anläßlich von “Geldtauschgeschäften” beim Kauf/Verkauf von Immobilien, Yachten oder Antiquitäten bzw. bei der Gewährung von Krediten spezialisiert hat. Die Geschädigten werden dabei durch verschiedene “Tricks” dazu gebracht, selbst größere Summen Bargeld zu den Geschäftsbesprechungen mitzubringen. Das Geld wird Ihnen dann -zum Teil unter Gewaltanwendung- weggenommen oder gegen Falschgeld “getauscht”.
Im aktuellen Fall wollte der Geschädigte eine Yacht für 300.000 Euro kaufen. Dafür sollte die eigene Yacht für 200.000 Euro in Zahlung gegeben und der Rest in bar bezahlt werden. Zum Beweis, dass er die 100.000 Euro Differenz bezahlen könne, sollte der Geschädigte das Bargeld in einem Cafe in Berlin vorzeigen. Als er das tat, wurden ihm die Geldumschläge aus der Hand gerissen. Bei dem Versuch, das Auto mit dem fliehenden Täter aufzuhalten, wurde der Geschädigte einige Meter von dem PKW mitgeschleift. Die Täter entkamen mit 95.000 Euro, ein Umschlag mit 5.000 Euro blieb am Tatort zurück.
Intensive Ermittlungen des Landeskriminalamtes Berlin führten zur Erkenntnis, dass die Tätergruppierung am Freitag, 16. Juni 2007, in Köln einen weiteren “Rip-Deal” plane, der unter dem Vorwand angebahnt wurde, eine Villa in Spanien für eine Million Euro kaufen zu wollen. Bei diesen Verhandlungen in Köln wurde der 20-Jährige festgenommen, der derjenige sein soll, der dem Geschädigten in Berlin die 95.000 Euro entrissen hat.
Gegen ihn erließ ein Ermittlungsrichter in Köln Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des banden- und gewerbsmäßigen Raubes.

Die Ermittlungen dauern an.


Michael Grunwald
Staatsanwalt