Die Kindheit ist der erste
Abschnitt der sozialen Entwicklung. In dieser ersten Phase der
Sozialisation werden dem Kind die Normen, Werte und Verhaltensmuster
unserer Gesellschaft vermittelt. Das Jugendalter steht im biographischen
Verlauf zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenalter. In dieser Phase
des Heranwachsens erwerben die Jugendlichen eine eigenen Persönlichkeit.
Sie tun dies in der Auseinandersetzung mit den Eltern, Lehrerinnen und
Lehrern, anderen Erwachsenen, Gleichaltrigen und den eigenen
Vorstellungen. Damit sind in den meisten Fällen Konflikte verbunden, die
in ihrer Zuspitzung das gesellschaftliche Zusammenleben strapazieren
können. In diesem Forschungsfeld sind unsere theoriegeleiteten und
praxisbezogenen Grundlagenforschungen und Konzeptarbeiten zu sehen. Sie
versuchen, Antworten auf gesellschaftlichen Herausforderungen im
Zusammenhang mit Jugendlichen und Jugendgruppen zu geben:
Welche Ursachen sind
innerhalb eines bestimmten sozialen Gebildes verantwortlich für
abweichendes Verhalten, Sucht und Mobbing?
Welche gesellschaftlichen
Strategien sind im Umgang mit Anomie und Devianz sinnvoll und
realisierbar?
An welchen Kriterien muss
sich das politische System auf kommunaler Ebene orientieren, um eine
nachhaltige Kinder- und Jugendpolitik realisieren zu können?
Wie kann die Integration
von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen vorangetrieben
werden?
Wie erleben und
verarbeiten Jugendliche Konfrontationen mit andern jugendlichen
Subkulturen?
Welche Strukturen müssen
geschaffen werden, damit Kinder und Jugendliche ausreichend
Möglichkeiten haben, sich kreativ zu beschäftigen und sich nach
ihren Wünschen zu verwirklichen?