Samstag 13/7/02
Bei absolut herrlichem Wetter, und blauem Himmel (!), wachen wir auf, nach einem kleinen
Frühstück fahren wir wieder nach Trondheim, schlendern ein wenig durch die Stadt und,
während die Mädels shoppen, frischen wir drei unsere Lebensmittelvorräte auf. Wir beschliessen
am Abend gemeinsam ein leckeres Abendbrot zu kochen.
In Trondheim gibt es eine kleine Besonderheit, etwas klapprige komiche Fahrräder, die man Gratis
leihen kann. Funktionieren tut das wie bei den Einkaufswagen, sieht man ein solches Fahrrad irgendwo
angekettet, muss man 20 NOK hinein schieben, und die Kette löst sich. Hat man genug vom radeln,
einfach zum nächsten Fahhradständer fahren, Rad anketten und die 20 Kronen entnehmen.
Aber erst sollten wir viel Spass mit den Rädern haben, die zweite Besonderheit ist nämlich der
erste und einzige Fahrradlift der Welt, der von der Altstadt zur Kristiansten-Festung führt.
Um ihn zu benutzen, muss man gegen 100 NOK Pfand eine Schlüsselkarte in der Touristeninformation,
oder anderen gekennzeichneten Läden holen. Damit kann man Gratis so oft üben, bis es dann endlich
klappt... Die Benutzung ist nämlich nicht ganz einfach, an einer, im Boden eingelassenen, Schiene
wird nach dem Starten eine kleine Eisenplatte den Hang hochgezogen auf der man sein rechtes Bein
abstützt, während man auf dem Fahrrad sitzt. Das erfordert anfänglich etwas Konzentration und Kraft,
aber der Spass bei der Sache ist garantiert!
Wieder zurück beim Camping, kochten wir uns ein leckeres Abendessen. Anschliessend machten wir es uns
am Strand gemütlich, wo wir mit einem herrlichen Sonnenuntergang belohnt wurden, wenige Stunden später
ging dieselbe wieder auf, ohne dass das Abendrot je verschwunden wäre, traumhaft.
Sonntag 14/7/02
Um zwölf Uhr stehen wir auf, und räumen den Platz. Leider müssen wir uns von Aurelius verabschieden,
Obwohl wir gerne zusammen gen Süden fahren würden, wäre es schade wenn Aurel Fjord-Norwegen verpassen
würde, so zieht er wieder alleine los.
Wir ziehen nun zügig die recht langweilige "E6" runter, erst in Oppdal machen wir gemeinsam halt, um
etwas in den Bauch zu bekommen. Zwar regnet es seit einigen Tagen kaum mehr, dafür sind nun die Strassen
relativ langweilig. Noch am selben Abend um ca. 23.00 Uhr, erreichen wir Lillehammer. Mir gefällt das
kleine charmante Städtchen sehr gut, wenn es auch etwas touristisch ist.
Montag 15/7/02
Bevor wir am späten Nachmittag weiter nach Süden fahren, gehen wir nach Hunderfossen
( wenige Km nördlich Lillehammer ), dort befindet sich Norwegens grösster Familienpark.
Wir ziehen jedoch eine Fahr mit einem "Radbob" auf der Olympia Bobbahn vor. Dort geht es
mit hundert Sachen die in die Kurven, Kräfte bis 3,5G wirken da auf den Körper. Ein
unbeschreibliches Gefühl, nur den Rücken eines Bobfahrers möchte ich nicht haben...
Nach einem kurzen Besuch im Norwegischen Strassenbaumuseum ( statens vegwesen", wo mir bestätigt
wurde, dass norwegische Radarfallen ausschliesslich von vorne blitzen ( hihihi..), gings dann
wieder ans Kilometer fressen...
Kurz vor der schwedischen Grenze in Larkollen (bei Moss ) finden ziemlich spät gleich neben einem
belegten Camping einen Platz zum Zelten.
Dienstag 16/7/02
Wieder legen wir viele langweilige Autobahnkilometer zurück, da es aber vor der Grenze nach Stau
aussah, verliessen wir diese, und fuhren ein sehr Idyllisches Stück durch Schweden entlang der "22"
und "165".
Göteborg erreichen wir um ca. 20.00 Uhr, eine hässliche Stadt, zumindest in meinen Augen. Nicht nur
dass sie Stadt schmutzig ist, auch die vielen schmierigen Typen, und die Tatsache, dass die Schwedinnen
gar nicht so schön sind, wie alle behaupten trugen wahrscheinlich zu diesem Eindruck bei. Einzig das
Haga-viertel gefiel mir richtig gut. Es soll der älteste Vorort der Stadt sein, und liegt direkt am
heutigen Zentrum. Die alten Häuser wurden wieder hergerichtet, und heute beherbergen sie viele
Secondhand- und andere kleine, charmante Läden. Es erinnert an ein kleines Künstlerviertel, anderer Städte.