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taktik

Es ist nicht von Bedeutung das andere Dir Taktik vormachen und es als Tugend verkaufen. Taktieren macht unecht. Taktieren heißt lügen. Taktieren mißbraucht Vertrauen.
Das ist immer so. Es gibt sie nicht, die Situationen in denen Du taktieren mußt und solche, in denen Du es nicht darfst. Wenn Du so handelst, wirst Du irgendwann nicht mehr unterscheiden können.



 




grenzen

Leben ist Entwicklung - wenn auch immer wieder mit Rückschritten. Und in jedem Stadium, in dem Du Dich befindest, hast Du einen passenden inneren Freiraum - das was Du für Dich als richtig oder als falsch empfindest. Überschreitet jemand die hierdurch vorgegebenen Grenzen, wirst Du verletzt und zurückgeworfen. Hier darfst und musst Du Dich wehren. Es darf jeder Dir nur das zumuten, was für Dich in Ordnung ist.
Übe Dich im Erkennen solcher Situationen und zeige rechtzeitig Deine Betroffenheit - sage dem anderen Mensch, wenn er Deine Grenzen überschreitet. Vertraue Deinem Gefühl und laß es auch dann nicht zu, wenn es von einem Menschen kommt den Du besonders gern hast. Lerne auch nein zu sagen.
Sei auch besonders sensibel im Umgang mit andern. Hier trägst Du Verantwortung, nämlich wenn Du die Grenzen anderer überschreitest. Das ist oft schwer - vielleicht bist Du in Deiner Entwicklung weiter oder Deine Entwicklung verläuft ganz anders. Akzeptiere die Grenzen die andere Dir setzen - sie haben ihren Grund und Du musst ihn nicht kennen und nicht verstehen. Überfordere den Anderen nicht. Nimm Dich im Zweifelsfall eher zurück. Erkenne Betroffenheit, wenn Du der Auslöser bist. Lerne zuzuhören und Anteil zu nehmen.
Und schließlich, versuche nicht andere zu erziehen oder umzuformen - auch nicht nach Deinem Ebenbild. Übe Dich lieber darin den anderen ein Spiegel zu sein. Statt Rat biete die Alternativen an, die der Andere vielleicht gerade nicht sieht oder nicht sehen will.
Du veränderst Deine Umgebung nur, indem Du Dich selbst veränderst



 




aggression

Aggression hat viele Ausprägungen - sehr schlimme, aber genau so auch sehr wichtige - lerne mit ihr umzugehen. Aggression ist eine Kraft bei der die Zielrichtung und der Zeitpunkt und die Art von Bedeutung ist.
Du brauchst sie, wenn es darum geht Bedürfnisse oder Grenzen zu verteidigen. Es gibt viele Situationen, in denen Du Mut zeigen musst - in denen Du etwas sagen ,tun, unterlassen oder auch nur Deine Betroffenheit angemessen zum Ausdruck bringen solltest.
Aber frage Dich, was wirklich passiert, wenn Du Aggression zur Manipulation benutzt oder zum falschen Zeitpunkt oder zu falschen Menschen aggressiv bist, wenn Du unfreundlich, arrogant oder zynisch bist. Gehe in Dich, wenn es abgeklungen ist und frage Dich jedesmal wo Deine Aggression herkommt. Was war vorher? Hast Du Deine Betroffenheit nicht rechtzeitig und zutreffend gezeigt? Was hat die Aggression wirklich bewegt? Hat sie Dir selbst oder anderen geschadet?
So wie Lachen Lachen erzeugt, so erzeugt ungewollte und verletzende Aggression neue Aggression. Die Aggression, die Du an anderen Menschen ausläßt, wird noch stärker zurückkommen und Dich selbst verletzen.
Du kannst die Aggression nicht auf Knopfdruck beeinflussen. Deshalb reagiere betroffen, aber nicht verletzend. Je mehr Du lachst und Freude zuläßt und je rechtzeitiger Du Bedürfnis- oder Grenzverletzungen zeigst, je echter Du bist, desto weniger Macht wird die Aggression über Dich ausüben. Sie wird einfach viel weniger über Dich kommen, sondern wird Dir dann Kraft und Antrieb sein, wenn Du sie brauchst.



 




unbequem

Rede Deinen Freunden nicht nach dem Mund. Du kannst genau die Sachen spiegeln, bei denen Deine Freunde blind sind. Du kannst die Alternativen aufzeigen, die Deine Freunde nicht sehen oder sehen wollen. Du darfst die negativen Mechanismen nicht mitspielen - z.B. mit spekulieren. Du musst manchmal nein sagen. Möglicherweise musst Du sogar provozieren um einen negativen Kreis zu durchbrechen - um aufzurütteln.
Wenn Du das bei Deinen Freunden Dir gegenüber beobachtest, sei froh, Du hast gute Freunde.
Beispiel: Einem Alkoholkranken, der Dir nahesteht, hilfst Du nicht, wenn Du ihm seine Sucht immer wieder erträglich gestaltest und an seiner Stelle handelst. Tu nicht so, als ob nichts wäre. Es ist schlimm und das muß der Betroffene auch selbst so erfahren und Du sollst es ihm auch über Deine tiefe Betroffenheit vermitteln. Er wird seine Sucht sonst nicht als Krankheit erkennen und sich nicht wirklich helfen lassen. Dies passiert nur dann, wenn er seine Situation selbst unerträglich findet.
Aber denke daran - am Wert des betroffenen Menschen ändert sich durch die Suchtkrankheit nichts. Auch das vermittle so gut Du kannst.



 




macht

Orientiere Dich nicht an den Mächtigen. Übe keine Macht über andere aus und laß nicht zu, dass andere Macht über Dich haben. Manipuliere nicht - versuche nicht andere, um Deines Vorteils willen, zu verändern. Das Streben nach Macht über andere ist die Ursache vieler und schwerwiegender Übel. Es unterteilt Menschen in wichtigere und weniger wichtige und führt im Extrem zur vollständigen Verletzung und Zerstörung der einen, durch die anderen.
Da wo Du selbst Macht besitzt, gehe sorgsam mit ihr um, mißbrauche sie nicht, lass nicht zu, dass die Macht an sich einen Wert für Dich darstellt.
Macht - wenn sie Dich zu sehr anzieht - wird auch Dich selbst zerstören, indem sie Dich Deiner Liebe beraubt.
Gott übt keine Macht über Dich oder andere aus. Denk darüber nach, wenn Du Dir wieder einmal wünschst, das Gott für Dich oder für andere handeln soll
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